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Berechtigter


Gegenwind

Zu „Windkraft ohne Rückenwind“ (Ausgabe vom 31. März):

Es ist gut, dass die Windkraft Gegenwind hat. Es ist gut, dass sich vielerorts, so auch in unserem Landkreis Bürger, Verbände und Mandatsträger kritisch mit dem Thema auseinandersetzen. Der Bau der gigantischen Anlagen hat massive ökonomische und ökologische Folgen. Die Ausführungen in dem Artikel zeigen, dass die stichhaltigen Argumente auf Seiten der Windkraftgegner sind. Vor allem interessant ist die Einschätzung, dass viele Anlagen nicht nur aus naturschutzfachlichen Gründen abgelehnt werden, sondern auch aus wirtschaftlichen Gründen Anträge zurückgezogen werden. Denn Windkraft ist inzwischen kein sicheres Geschäft mehr, vor allem nicht für die Kommunen. Der volkswirtschaftliche Schaden ist darüber hinaus immens. Kein einziges Kohlekraftwerk kann abgeschaltet werden, solange wir keine Speichermöglichkeiten für Wind- und Sonnenstrom haben. Wir können noch so viele Windräder bauen, wenn der Wind nicht weht, brauchen wir weiterhin Kohlestrom. Die Energiewende ist in der derzeitigen Form gescheitert. Trotzdem planen CDU und Grüne im Land einen massiven Ausbau von Windkraft. Allein im Kreis Limburg-Weilburg sollen 2180 Hektar an Windvorrangflächen ausgewiesen werden. Das entspricht drei Prozent der Kreisfläche. Damit hat unser Kreis den höchsten Anteil an Windvorrangflächen aller Kreise im ganzen Regierungsbezirk. In Hessen sollen zwischen 2000 und 2300 Windräder ans Netz gebracht werden. Für den Kreis Limburg-Weilburg bedeutet das 100 bis 120 Windräder. Über diese Planungen wird kein Wort verloren. Für die Freien Demokraten kann ich sagen, dass wir nicht bereit sind, unsere Kulturlandschaft für mehr als 100 Windräder im Landkreis zu opfern, die eine Energiewende erfüllen sollen, die sowohl volkswirtschaftlich, technisch, aber auch aus Naturschutz- und Umweltgründen keinen Nutzen hat, sondern sogar Schaden anrichtet.

FDP-Kreisvorsitzende
Marion Schardt-Sauer
Limburg

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