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Angebot ausgeweitet: Längere Betreuung für die Kinder

Von Ab August kommenden Jahres erweitert die Gemeinde Brechen die Betreuungszeiten ihrer Kindertagesstätten. In Werschau bedeutet dies eine erhebliche Verbesserung des Angebots, denn dort ist bisher nur halbtags geöffnet. Das ändert sich vom nächsten Sommer an.
Die Werschauer Kindergarten-Leiterin Regina Zimmermann. Die Werschauer Kindergarten-Leiterin Regina Zimmermann.
Brechen. 

Das Telefon steht nicht still. Regina Zimmer geht ran. Die nächste Mutter, die ein Kind anmelden will. Das geht im Moment dauernd so, denn es hat sich herumgesprochen: Die Gemeinde Brechen erweitert die Öffnungszeiten ihrer Kindertagesstätten. Besonders betroffen ist Werschau. Eine Nachmittagsbetreuung gab es im ältesten kommunalen Kindergarten der Gemeinde Brechen bisher noch nicht. Er besteht seit 45 Jahren.

Die neuen Öffnungszeiten

  St. Maximin Niederbrechen: Tagesstätte ganztags: Montags bis donnerstags von 7.30 bis 16.30 Uhr, freitags von 7.30 bis 14 Uhr.

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In den letzten Jahren hatten Kita und Eltern verstärkt darauf hingearbeitet, es gab eine Umfrage, und die Aktivitäten waren erfolgreich. Deshalb freuen sich die betroffenen Eltern über die Entscheidung der Gemeindevertretung. Zurzeit bietet der Kindergarten 40 Jungen und Mädchen Platz und ist halbtags geöffnet, erklärt Kindergartenleiterin Regina Zimmer. „Manche Eltern bringen ihre Kinder morgens zu uns nach Werschau und am Nachmittag in eine andere Kita“, sagt Catrin Di Pasqua. Sie gehört zum Elternbeirat und zu denen, die im Frühjahr Unterschriften für eine Erweiterung gesammelt haben.

Das „Kindergartenhopping“ hat bald ein Ende, denn die Erweiterung wird es geben. Die Gemeinde Brechen hat die Weichen gestellt, die Gemeindevertretung einstimmig ihre Kindergarten-Satzung entsprechend geändert. Die neue Regelung gilt dann zum neuen Kindergartenjahr ab 1. August 2018. Alle Parlamentarier waren sich einig, dass es diese Verbesserungen geben soll, auch mit Blick auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Hier sollen die Betreuungsangebote attraktiver gestaltet werden.

Wie sich das Ganze finanziell darstellt, wird sich noch zeigen. Denn: In Werschau muss eine zusätzliche pädagogische Fachkraft vorgehalten werden, außerdem eine Küchenkraft. Das lässt sich berechnen. Die Gemeinde erwartet Lohnkosten in einer Größenordnung zwischen 6200 und 7600 Euro im Monat. Fest stehen auch die einmaligen Kosten für Neuanschaffungen, die in Werschau nötig sind. Die zusätzlichen Sachkosten für das Mittagessen (Bestecke, Geschirr, Servierwagen, Küchenzubehör) sind mit 2150 Euro kalkuliert, für die Schlafgelegenheiten (Betten und Bettwäsche einschließlich Aufbewahrung) mit 1800 Euro.

Mit bestehendem Personal

Was derzeit noch nicht kalkuliert werden kann, ist die Planung des Landes Hessen, wonach die Regelkindergartenzeit für alle Familien kostenfrei sein soll. Hier wurde noch kein Gesetz verabschiedet, dementsprechend wird die Gemeinde diesen Punkt noch einmal ändern müssen.

Doch noch einmal zurück zur Personaldecke: Auch in den übrigen Kindertagesstätten der Gemeinde Brechen wird es ab August zeitliche Verbesserungen geben, wenn auch nicht so tiefgreifende wie in Werschau. „Die Öffnungszeiten im Kindergarten St. Maximin Niederbrechen und in der Kindertagsstätte Oberbrechen werden freitags auf 14 Uhr ausgedehnt. Auch das entspricht den Anregungen aus der Kindergarten-Umfrage“, erläutert Bürgermeister Frank Groos (parteilos). „In Abstimmung mit den Leiterinnen soll dies zunächst mit dem bestehenden Personal geleistet werden“, erklärt Groos. In Werschau ändert sich außerdem die Belegungszahl. Bis jetzt könnten 40 Jungen und Mädchen den Kindergarten besuchen (was nicht der Fall ist, es sind zurzeit 25). Künftig werden es dann nur noch 30 sein, um einen Raum für Schlafgelegenheiten zu schaffen, so der Verwaltungschef.

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