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Flüchtlinge in Runkel: Lager soll bis August verschwinden

Die Parksituation im Schadecker Baugebiet „Bangert“ war Thema einer Bürgerversammlung. Außerdem ging es um die Zukunft des Flüchtlingslagers auf dem Sportplatz.
Die Flüchtlingsunterkunft auf dem Schadecker Sportplatz soll bis August wieder abgebaut sein. Bilder > Die Flüchtlingsunterkunft auf dem Schadecker Sportplatz soll bis August wieder abgebaut sein.
Runkel-Schadeck. 

Das leerstehende Flüchtlingslager auf dem Schadecker Sportplatz soll bis August wieder abgebaut werden. Die Einrichtung war niemals bewohnt. Dies teilte der Schadecker Ortsvorsteher Alexander Völker (CDU) während einer Bürgerversammlung im Haus der Vereine mit.

Völker sagte, dass es darüber hinausgehende Vereinbarungen mit dem Land noch nicht gebe. Allerdings dürfe es, so der Ortsvorsteher, eigentlich außer Frage stehen, dass das vom Schadecker Turnverein gepachtete Gelände auf Landeskosten in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden muss. Ob das Gelände künftig wieder als Fußballplatz oder sonstige Spielfläche genutzt wird, darüber würden die TV-Verantwortlichen sich gerade ihre Gedanken machen.

Ein weiteres drängendes Problem in Schadeck ist die Parksituation im Schadecker Neubaugebiet „Bangert“. Einerseits ärgern sich dort Anwohner, dass Gehwege zugeparkt werden, andere Anwohner bemängeln, dass dort nicht genügend Parkmöglichkeiten bestehen. Sie befürchten, das sie durch ihrer Meinung nach unvermeidliches wildes Parken mit „Knöllchen“ der Stadt rechnen müssen.

Wöchentlich überwacht

Die Probleme haben erst mit dem Endausbau des Neubaugebiets begonnen. Dabei wurde auf der Fahrbahn eine Gehfläche dunkel markiert. Marcus Kremer, Leiter des Bauamtes der Stadt, betonte, dass die Art des Endausbaus mit anderen Baugebieten vergleichbar sei. Nach der Anlegung des Gehweges sei es zu mehrfachen Beschwerden von Bürgern bei der Stadt gekommen, dass dieser zugeparkt werde und ältere Menschen mit Rollatoren oder Frauen mit Kinderwagen auf die Straße ausweichen müssten. „Erst deshalb haben wir dort angefangen, Kontrollen einzuführen“, sagte Hilfspolizist Matthias August.

Einmal pro Woche werde der Bereich nun überwacht, natürlich an unterschiedlichen Tagen und zu unterschiedlichen Zeiten. August versicherte den verärgerten Autofahrern, dass er großzügig sei und gewähren lasse, wenn jemand auf der gegenüberliegenden Seite parke. Es dürften nur keine Einfahrten zugestellt werden. Parken auf dem Gehweg könne er ebenfalls nicht akzeptieren, weil Fußgänger besonders schützenswerte Verkehrsteilnehmer seien. „Sonst hätte man den Gehweg ja gar nicht einzuzeichnen brauchen“, sagte August.

Er habe bei Zuständigkeit für drei Kommunen mit weit auseinander liegenden Ortsteilen auch nicht die Zeit, an Häusern zu klingeln und die Fahrer zu suchen. Wenn er Fahrer sehe, erkläre er ihnen, so der Hilfspolizist, die Lage gerne und bitte sie, dies beim künftigen Parken zu berücksichtigen. Ein verärgerter Betroffener meinte: „15 Jahre hat keiner was dort gegen das Parken gesagt.“ Den Fußgängerweg nutze sowieso niemand. Alle Fußgänger würden dort mitten auf der Straße laufen. Und es gebe in diesem Bereich insgesamt einfach zu wenige Parkplätze für Gäste. Mittlerweile seien die Kinder der Hauseigentümer in dem Alter, dass sie selbst Autos fahren würden. Ihre Freunde brächten weitere Fahrzeuge mit. Und gegenüber den Häusern zu parken gehe wegen der dortigen Einfahrten häufig nicht.

Ortsbeiratsmitglied Jörg-Peter Heil (CDU) sah die Sachlage als sehr unglücklich an. Viele Jahre sei das Parkverhalten toleriert worden, plötzlich würden Strafzettel geschrieben, ohne die Betroffenen mit einem Zettel erst einmal höflich auf die neue Situation hinzuweisen. „Hier hat uns die Wirklichkeit eingeholt“, meinte Ortsbeiratsmitglied Ragnhild Schreiber (CDU). Bei künftigen Neubaugebieten solle die Stadt nicht nur an Gewinnoptimierung denken, sondern lieber mal auf einen Bauplatz verzichten und dafür breitere Straßen bauen.

Bus fuhr sich fest

August schlug vor, dass die Stadt künftig vor dem Endausbau einer Straße zu einer Bürgerinformation einlädt. Er selbst sei nur für die Überwachung des Verkehrs zuständig. August merkte an, dass viele Anwohner zu bequem seien, ihre Autos auf ihre Grundstücke zu fahren. Wenn das geschehen würde, gäbe es seiner Meinung nach auch genügend Parkplätze für Gäste auf der Straße. Es wurde auch darauf hingewiesen, dass die Wohngebiets-straßen viel zu eng für größere Fahrzeuge seien. Ein Bus habe sich hier schon einmal festgefahren, nachdem er vorher beim Landgasthaus Schaaf Gäste abgeladen habe. August sicherte zu, sich um eine Beschilderung zu kümmern, dass größere Fahrzeuge künftig nicht mehr in die engen Wohnstraßen fahren.

(rok)
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