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Neuer Bildband: Lahntal und Taunus von oben

Von Den Taunus und das Lahntal kennt Artur Müller aus der Vogelperspektive genauso gut wie aus Sicht des Kraftfahrers hinter dem Lenkrad. Jahrelang hat er Linienbusse auf die Straßen des Taunus geschickt. Als Ballonpilot hat der 64-Jährige aus Weinbach-Elkerhausen einen ganz anderen Blick auf unsere Region.
Atemberaubend: Blick aus den Ballonkorb hinab auf Weilburg und die Lahnschleife. Bilder > Foto: Picasa Atemberaubend: Blick aus den Ballonkorb hinab auf Weilburg und die Lahnschleife.
Limburg-Weilburg. 

Mit dem ersten Fallschirmsprung während des Wehrdienstes hat alles angefangen. Es war 1973, als Artur Müller – inspiriert durch die Serie „Sprung aus den Wolken“, die seinerzeit im Fernsehen lief – bei der Bundeswehr die Möglichkeit beim Schopf packte. Mit dem Fallschirm auf dem Rücken ging es im Mannschaftstransporter hoch hinauf. Dann wurde die Luke geöffnet und Müller sprang . . . Erstmals sah er die Erde im freien Fall auf sich zurasen. Der Kick, aus der Vogelperspektive auf die Erde zu blicken, hat ihn nicht mehr losgelassen.

49 Fallschirmsprünge

„Nach meinen insgesamt 49 Sprüngen, die ich vor allem im Aero-Club Gelnhausen absolviert habe, war Schluss mit dem Fallschirmspringen – aus familiären und beruflichen Gründen“, erzählt Müller. „1995 bekam ich dann eine Ballonfahrt geschenkt und war mit einem neuen Virus infiziert.“ Fünf Jahre lang war er seinerzeit als sogenannter Verfolger in einem Ballonteam engagiert. Im Auto fuhr er samt Anhänger dem Teamchef hinterher. Am Landeplatz des Ballons holte er den Piloten, dessen Gäste, Korb und Ballon wieder ab. „2001 habe ich die Pilotenlizenz erworben und mir einen eigenen Ballon gekauft“, berichtet der in Weinbach-Elkerhausen lebende Ballonpilot. Damals wohnte er noch im Hochtaunuskreis. Durch seinen Perspektivwechsel bei den unzähligen Ballonfahrten über den Taunus hat er ein besonderes Gefühl der Freiheit und Unabhängigkeit gewonnen, das er nie mehr missen möchte, wie er sagt.

Mit Bus und Ballon

Seine Luftreisen mit Blick aus dem Ballonkorb hinunter auf die Heimat waren ein wichtiger Ausgleich zu den Anforderungen des Berufsalltags. Lange Jahre hatte der studierte Verkehrsfachwirt als Verkehrsmeister und stellvertretender Betriebsleiter der Bussparte bei der Hessischen Landesbahn gearbeitet. Müller trug Verantwortung dafür, dass die Linienbusse ihre Fahrgäste im Hochtaunuskreis und im Main-Taunus-Kreis sicher und rechtzeitig ans Ziel brachten. Vor allem der Schülertransport lag ihm am Herzen. Doch wann immer es ihm möglich war, „ging er in die Luft“.

„Ende 2011 habe ich sogar die Berufspilotenlizenz erworben und mich anschließend dem Luftfahrtunternehmen Lahntal-Ballonteam angeschlossen“, erzählt Müller weiter. Seither schwebt er vermehrt auch – fast lautlos – mit seinen Kunden und Gästen im Korb über Lahn und Weil.

„Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, die Stille im Korb zu erleben“, schildert Müller das Phänomen, im Ballon mit dem Wind zu ziehen – weshalb auch keinerlei Windgeräusche oder Rauschen im offenen Korb zu hören sind. Dafür aber nimmt man als Ballonfahrer viele Geräusche und akustische Momentaufnahmen vom Boden, aus den Dörfern und Städten wahr.

Im vergangenen Jahr hat Müller ein Buchprojekt gemeinsam mit einem befreundeten Grafiker aus der Taufe gehoben. In wenigen Wochen ist es so weit: Der dieser Zeitung angeschlossene Buchverlag (Societätsverlag) veröffentlicht den Bildband „Der Taunus von oben – Mit dem Heißluftballon unterwegs“.

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