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Flüchtlinge in Elz: „Lasst uns orange werden“

Einmal im Quartal findet das „Café international“ statt, bei dem Flüchtlinge und Bürger aus Elz zusammenkommen, um sich miteinander auszutauschen. Zum ersten Mal nutzten Flüchtlinge diesen Rahmen, um sich für das ganze Engagement zu bedanken. Weiterhin halfen dieses Mal einige Firmlinge mit.
Die Firmlinge Sarah Kassapidou (li) und Annika Zimmer (2. von rechts) malen zusammen mit den Kindern der Flüchtlinge.	Foto: Lachnit Foto: Heike Lachnit Die Firmlinge Sarah Kassapidou (li) und Annika Zimmer (2. von rechts) malen zusammen mit den Kindern der Flüchtlinge. Foto: Lachnit
Elz. 

Zu jedem „Café international“ des Arbeitskreises Flüchtlingshilfe kommen bekannte Gesichter, aber auch neue Menschen – neue Flüchtlinge, die in Elz untergekommen sind, aber auch neue Einwohner, die gerne die Neuankömmlinge willkommen heißen möchten.

Louai Seavan aus Syrien befindet sich seit zwei Monaten in Elz. Seine Worte schrieb er sich auf ein Blatt Papier, um keinen Fehler beim Vortragen zu machen. Er durfte zusammen mit seinem Bruder erleben, dass alle Menschen, egal woher, in Elz willkommen seien. Die Elzer seien ihnen mit großer Hilfsbereitschaft begegnet.

„Wir bekommen Unterstützung, ohne dass die Leute unsere Namen kennen“, so Seavan. Er bedankte sich für Fahrräder, um sich fortzubewegen, für die Kleidung und den Deutschunterricht. Ein besonderer Dank galt den Lehrern, die sich Zeit für sie nehmen. „Ich danke Ihnen sehr und wir möchten gerne etwas für dieses Engagement zurückgeben.“ Louai Seavan sprach mit gerührter Stimme. Weitere Flüchtlinge schlossen sich diesem Dank an. Der meiste Dank galt den Sprachlehrern, die in Unterrichtseinheiten oder in einer Walk-and-Talk-Gruppe mit den Flüchtlingen sprechen und ihnen dabei Elz zeigen. Die Menschen drückten ihre Dankbarkeit auch für die Möglichkeiten aus, sichin einem Sportverein betätigen zu können. Roman aus Afghanistan wusste die richtigen Worte für dieses Miteinander: „Wir sind gelb, ihr seid rot – lasst uns zusammen orange werden.“ Neben dem Dank äußerten sich die Flüchtlinge alle ähnlich, dass sie alles geben wollen, um diese Bemühungen nicht zu enttäuschen.

Acht neue Gesichter bei diesem Café international gehörten Firmlingen aus Elz. Im Rahmen ihrer Vorbereitung auf die Firmung mussten sie sich ein karitatives Projekt auswählen, das sie begleiten wollen. Damit soll ihnen aufgezeigt werden, wie vielfältig das kirchliche Engagement in der Gemeinde sein kann. Im Vorfeld sammelte der AK Flüchtlingshilfe Spielzeug für die Kinder und die Firmlinge halfen dabei, diese zu verteilen und mit den Kindern zu spielen. Unter den Firmlingen befand sich auch Annika Zimmer. Sie fand es eine gute Idee, dass den Firmlingen diese verschiedenen Möglichkeiten aufgezeigt werden. Sie habe sich für das „Café international“ entschieden, da sie neugierig war, was da geschieht und wie sich das Miteinander gestaltet. Sie beschäftigte sich an dem Nachmittag mit den Kindern. „Die Kinder konnten schon viele deutsche Worte und wenn wir uns mit den Kleinen nicht verständigen konnten, dann halfen die älteren Geschwister“, fasste sie ihre Erfahrungen dieses Nachmittags zusammen.

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