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Integration: Lions unterstützen drei Flüchtlingsprojekte Projekte aus Limburg, Hünfelden und Elz

10 000 Euro für die Integration: Mit ihrem ersten Innovationspreis fördert der Lions Club Limburg-Domstadt das ehrenamtliche Engagement für Flüchtlinge.
Ralph-Burkhardt Toews (links) und Dr. Martin Lenfers (rechts gratulieren Khalid Behruz und Cara Basquitt zu ihrem Gewinn. Foto: Johannes Koenig Ralph-Burkhardt Toews (links) und Dr. Martin Lenfers (rechts gratulieren Khalid Behruz und Cara Basquitt zu ihrem Gewinn.
Limburg-Weilburg. 

Innovation ist mehr als Technik: „Innovation, das ist auch ein Wandel im Kopf“, sagt der Präsident des Lions Clubs Limburg-Domstadt, Ralph-Burkhardt Toews. „Ich wünsche mir daher, dass wir in Zukunft mehr auch ein persönliches Bewusstsein für den Umwelt- und Klimaschutz entwickeln und ihn auch leben.“

Mit einem Bewusstseinwandel hatte auch das Thema des ersten vom Lions Club Limburg-Domstadt verliehenen Innovationspreises zu tun. Mit einem Gesamtbetrag von 10 000 Euro unterstützt der Club insgesamt drei integrative Flüchtlingsprojekte in der Region.

Initiiert wurde der Innovationspreis noch unter seinem Vorgänger Dr. Martin Lenfers. „Das war die Zeit, in der Flüchtlinge bereits alle untergebracht und versorgt waren“, erinnert sich Lenfers. Da stellte sich die Frage, wie eine nachhaltige Integration gelingen kann. „Integration funktioniert nur über persönliche Kontakte, wenn man eine Verbindung zur Bevölkerung vor Ort herstellt“, erläutert er das Ziel des diesjährigen Innovationspreises.

Flüchtlinge spielen Theater

Den ersten Preis in Höhe von 5000 Euro gewann das biografische Theaterprojekt „Kaleidoskop“ des Malteser Hilfsdienstes. „Tatsächlich sind es insgesamt zwei Theaterprojekte, an denen Deutsche und Flüchtlinge gemeinsam beteiligt waren. Das erste lief 2015/16, das zweite 2016/17“, erzählt Diözesanreferentin und Theaterpädagogin Cara Basquitt.

Einer der beteiligten Schauspieler, Khalid Behruz aus Afghanistan, ist ebenfalls zur Preisverleihung gekommen. „Khalid hat vor einer Woche mit dem offiziellen Integrationskurs begonnen“, sagt sie über den bereits seit zwei Jahren in Deutschland lebenden jungen Mann. Seine bisherigen Deutschkurse fanden alle auf ehrenamtlicher Basis statt. Und auch in der Theatergruppe wurde vor allem Deutsch gesprochen.

„Die Stücke basieren auf persönlichen Erfahrungen“, erzählt Basquitt. „Das Schreiben war ganz abenteuerlich. Zum Teil geschah das in Arabisch, das dann zuerst ins Englische und von da ins Deutsche übersetzt wurde.“ Damit aber keiner der Flüchtlinge sich selbst auf der Bühne spielen musste, wurden die Geschichten mit künstlerischen Mitteln verfremdet. Verwendet werden sollen die 5000 Euro Preisgeld für Technik, Bühnenbild und Kostüme.

Den zweiten Preis in Höhe von 3000 Euro nahm die Hünfeldener Bürgermeisterin Silvia Scheu-Menzer für das Projekt „Mitten drin – was nun?“ entgegen. „Dieser Preis ist eine tolle Sache, weil er aus der Region kommt“, sagt sie.

Ausgezeichnet wurde Hünfelden vor allem für das ehrenamtliche Engagement für rund 25 im Ortsteil Heringen untergebrachte Flüchtlinge. Zwar gibt es in Kirberg schon länger eine größere Unterkunft, für das kleine Heringen war das aber eine besondere Herausforderung, die gemeinsam gemeistert wurde. Das Preisgeld wandert in einen großen Topf, aus dem verschiedene kleine Maßnahmen rund ums Ehrenamt, von der Fahrt zu einem Behördentermin bis hin zu gemeinsamen Festen, finanziert werden.

„Willkommen in Elz“

Den dritten Preis und damit 2000 Euro nahmen Pfarrerin Susanne Stock und die katholische Gemeindereferentin Christa Mohr für die Aktion „Willkommen in Elz“ entgegen. Das Engagement der Elzer Freiwilligen reicht dabei von der Fahrradwerkstatt bis hin zum Café International.

Auch im nächsten Jahr wird es wahrscheinlich einen Innovationspreis geben: „Der Preis soll keine Eintagsfliege sein, wir wollen nun jährlich ein anderes Projekt unterstützen“, erklärt Ralph-Burkhardt Toews.

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