Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer

Adventskalender die „Oase“: Malen, spielen, musizieren

Marienschülerinnen waren in den vergangenen Wochen täglich in der „Oase“ und spielten mit Kindern, gaben Sprachunterricht und unterhielten mit Musik und Malerei. Foto: Marienschule Marienschülerinnen waren in den vergangenen Wochen täglich in der „Oase“ und spielten mit Kindern, gaben Sprachunterricht und unterhielten mit Musik und Malerei.
Limburg. 

Gemeinsam haben Schülerinnen und Schüler der Limburger Marienschule sowie Flüchtlinge, die im Camp in Staffel untergebracht sind, in den letzten Wochen musiziert, gemalt, gebastelt, gespielt und Deutsch gelernt. „Es ging vor allem darum, Zeit zu verschenken“, erklärt Schulleiterin Dr. Henrike Zilling. Deshalb hatten sich Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie die Schulleitung etwas ganz Besonderes ausgedacht: einen lebenden Adventskalender.

Seit Anfang Dezember schmückte dieser besondere Adventskalender die „Oase“ neben dem Flüchtlingscamp, und fast jeden Tag erwarteten die Kinder voller Spannung, was sich hinter dem nächsten Türchen verbirgt. Abgeschlossen wurde der Adventskalender zu Beginn der Weihnachtsferien mit einem musisch-künstlerischen Programm, für das fünf Lehrkräfte und rund 40 Schülerinnen nach Staffel gekommen waren.

Der Kunst-Leistungskurs der Stufe E unter Leitung von Dr. Natascha Hoefer brachte Farben, Papier und Pinsel mit, sodass die Flüchtlinge auf große Transparente malen konnten, heißt es in einer Mitteilung der Schule. Die ursprüngliche Idee, eine Landschaft mit Zugvögeln zu zeichnen, wurde aufgrund des großen Interesses sowie der Begeisterung bei den Kindern und Jugendlichen schnell erweitert, sodass letztlich ein buntes und vielfältiges Kunstwerk entstand.

Sichtlich Spaß hatten die Flüchtlinge auch beim abschließenden Body-Painting, nach dem alle zumindest bunte Hände und Gesichter hatten. Bei einem weiteren Projekt war individuelles Malen angesagt: Die Schülerinnen von Annika Röhlinger entwickelten mit den Flüchtlingen bunte, farbenfrohe Mandalas und konnten hiermit ebenfalls schnell eine Vielzahl begeisterter Teilnehmer gewinnen. Kunst-LK-Schülerin Marlene Knapp beschreibt die Reaktionen der Flüchtlinge als „zunächst sehr aufgeregt, dann aber immer neugieriger und offener“ gegenüber den Schülerinnen.

Große Begeisterung

Rhythmisch und laut wurde es anschließend. Die Schülerinnen aus dem Religionskurs von Benedikt Göbel brachten den Flüchtlingen den „Cup-Song“ aus dem Film „Pitch Perfect“ bei. In den ersten Minuten war das Interesse zurückhaltend, doch als die Schülerinnen begannen, zu klatschen und mit den Bechern zu klappern, wurden viele der Anwesenden auf die Aktion aufmerksam und immer mehr gesellten sich zu den Schülerinnen an den Tisch und versuchten, im Rhythmus mitzumachen.

Die Idee zu diesem Projekt hatte Musiklehrerin Marie-Catherine Blaum. In zwei Stunden hatten sich die Schülerinnen den Cup-Song selbst angeeignet, um ihn dann den Flüchtlingskindern beizubringen. Und diese nahmen sichtlich verzückt an der Aktion teil, was man an den vielen leuchtenden Kinderaugen sehen konnte: „Auch uns macht das Projekt großen Spaß, weil man sofort merkt, dass die Kinder Freude daran haben“, erläutert Schülerin Kristiana Schwarz.

Wer es etwas ruhiger haben wollte, für den hatte Lehrerin Kathrin Otten mit ihren Schülerinnen verschiedene Brettspiele in die „Oase“ mitgebracht. Egal ob beim Malen, Spielen oder Musizieren: Die Begeisterung war allen Beteiligten anzusehen.

Insgesamt aus drei Bausteinen bestand die Unterstützung der Marienschule in den vergangenen Monaten: Begonnen hatte die Aktion mit einem sportlichen Begegnungsfest in der Sporthalle, dann sammelte die Schule Kleider-, Spiel- und Sachspenden für das Camp. Krönender Abschluss war der lebende Adventskalender. „All diese Aktionen wären ohne den großartigen Einsatz unserer Schülerschaft und den Lehrkräften nicht möglich gewesen“, bedankt sich Henrike Zilling. Ihr Dank galt auch der Deka-Bank, der Leipziger Kranbau-Firma kirow sowie den Unternehmen feuer.werk und Albert Weil, die mit großzügigen Geld- und Sachspenden die Projekte erst ermöglicht hätten und zukünftig weiterhin begleiten wollten. „Auch im kommenden Jahr werden wir die eine oder andere Aktion für die Flüchtlinge in Staffel und Limburg anbieten“, kündigte die Schulleiterin an.

Zur Startseite Mehr aus Limburg

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse