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Naturfotograf: Markus Mauthe spricht über harte Tauchgänge und Dschungeltouren

Markus Mauthe (49) bereist mit seiner Kamera die ganze Welt, um das „Naturwunder Erde“ in Bildern einzufangen. Was treibt ihn zu diesem Nomaden-Leben?
Markus Mauthe. Foto: Marizilda Cruppe (Greenpeace Brazil) Markus Mauthe.
Limburg. 

Herr Mauthe, als Naturfotograf geraten sie immer wieder in Ausnahmesituationen. Was war Härteste, das sie je gemacht haben?

MARKUS MAUTHE: Leider habe ich großen Respekt vor Wasser. Aber: Keine fotografische Hommage an unseren Planeten, ohne dieses wichtige Element. Also habe ich allen Mut zusammengenommen und einen Tauchkurs gemacht. Danach konnte ich bei 8 Grad Wassertemperatur die Unterwasserwelt Palaus erkunden und habe Fotos von einem Walhai, Quallen und Barrakudas gemacht. Das hört sich für manche bestimmt nicht sehr mutig an. Jeder Mensch hat eben andere Grenzen.

Warum tun Sie sich solche Strapazen an?

MAUTHE: Ich glaube, dass das Glück jenseits der Komfortzone liegt. Für mich heißt das, immer wieder Grenzen auszutesten. Man kann oft viel mehr, als man denkt. Grenzen muss man aber auch respektieren. Es ist ein ständiges Austarieren. Ich vertraue da komplett meinem Bauchgefühl. Denn im Großen und Ganzen geht es auch darum, gesund von einer Reise zurückzukehren.

Welche Ihrer Reise hat Sie denn am meisten berührt?

MAUTHE: Ich war beeindruckt von Patagonien. Hinter den beiden markanten Bergen, dem Fitz Roy und dem Cerro Torre, an der Grenze zwischen Argentinien und Chile liegt die größte Eisfläche außerhalb der Arktis und Antarktis. In diesem eisigen Weiß gibt es keine Spuren des Menschen, keine Lichter, keine Luftverschmutzung. Hier erlebt man die Erde noch pur. Wir waren genau bei Vollmond dort und das war einer der Höhepunkte in meinem Leben: Dabei zu sein, wenn der Mond dort aufgeht und die Spitze der Berge bescheint, das war gewaltig.

Sie sagen selbst, Sie durch ihren Job ein Nomade. Hat das nicht auch Nachteile?

MAUTHE: Der Vorteil ist, dass ich die Welt sehe und viel auf Reisen bin – genau das ist gleichzeitig auch der Nachteil. Aber wenn man sein ganzes Herzblut in seinen Beruf steckt, macht man gern Kompromisse. Ich habe mich für ein unkonventionelles Leben entschieden und das ist gut so. Ich lebe selbstbestimmt. Das kann ich stolz sagen.

Was nehmen Sie sich aus ihrem Job für ihr gesamtes Leben mit?

Ich lebe meinen Traum. Außerdem sehe ich alles, was ich erlebe – ob positiv oder negativ – als Erfahrung an. Im Rückblick zeigen einem oft auch die anstrengenden Phasen neue Fähigkeiten. Ich erinnere mich beispielsweise an meine anstrengendste Tour: Mit offenen Wunden an Füßen und Beinen habe ich mich länger als zwei Wochen durch den Dschungel gekämpft. Rückblickend kann ich stolz sagen, dass ich ein gewisses Durchhaltevermögen und einen sehr starken Willen habe

In Limburg

ist Markus Mauthe mit seiner Live-Fotoshow am Freitag, 16. Februar, 19.30 Uhr, in der Stadthalle.

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