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Bistum stockt Hilfsfonds auf: Mehr Geld für die Integration

Der Fonds "Partnerschaft mit Flüchtlingen" unterstützte im vergangenen Jahr mit knapp 156 000 Euro die Integration dieser Menschen. Das Bistum Limburg stockt den Fonds von 2016 bis 2019 nun jährlich um 150 000 Euro auf.
Limburg. 

Knapp 156 000 Euro sind im vergangenen Jahr in Projekte zur Integration, in Sprachkurse, Einzelfallbeihilfen und „Besondere Projekte“ im Bistum Limburg geflossen. Dazu gehören beispielsweise Workshops zur Prävention vor Zwangsverheiratung und Gewalt im Namen der Ehre, die dank des Fonds „Partnerschaft mit Flüchtlingen für eine Willkommenskultur im Bistum Limburg“ (PmF) stattfinden konnten. Diese Mittel werden in diesem und den nächsten Jahren jetzt deutlich aufgestockt.

„Das Bistum Limburg will Flüchtlingen Chancen eröffnen, sich bei uns zu integrieren“, sagt Domkapitular Wolfgang Rösch. „Mit den Mitteln wollen wir außerdem Ehrenamtliche vor Ort nachhaltig und dauerhaft unterstützen. Daher haben wir beschlossen, den PmF-Fonds von 2016 bis 2019 mit Mitteln unseres Bistumsprojekts zur Willkommenskultur jährlich um 150 000 Euro aufzustocken, sodass ab 2016 ein Gesamtbetrag von rund 300 000 Euro zur Verfügung steht.“

Für dieses Jahr hat der Fondsbeirat bislang Mittel in Höhe von rund 205 000 Euro bewilligt: Dabei ist mit 62 650 Euro der größte Teil für Integrationsprojekte vorgesehen, Sprachkurs-Angebote erhalten knapp 51 000 Euro, gut 15 900 Euro gibt es für „Besondere Projekte“, und die Einzelfallbeihilfen gelten mit zusammen 70 400 Euro eine wichtige Unterstützung für Menschen in Not.

„Aufgrund der hohen Flüchtlingszahlen sind die Einzelschicksale noch drängender, weshalb wir auch in diesem Bereich die Mittel gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht haben“, erläutert Rösch. Für dieses Jahr stehen noch Mittel in Höhe von 95 000 Euro zur Verfügung. Es können noch Anträge an den PmF-Fonds gestellt werden.

„Ich freue mich, dass wir Flüchtlingen und Zugewanderten mit den verschiedenen Projekten helfen können“, sagt Diözesancaritasdirektor Dr. Hejo Manderscheid. „So leisten wir einen großen Beitrag dazu, dass sie sich hier integrieren können und Perspektiven für ihr Leben erhalten.“

Die Nachfrage nach den Angeboten, insbesondere der Caritasverbände und Pfarrgemeinden, im Bistum Limburg sei groß: So hätten insgesamt 2500 Menschen aus mehr als 23 Nationen, zum Beispiel aus Syrien, Afghanistan, Eritrea und Somalia, davon profitiert.

Sprachkurse boomen

Vor allem der Anteil der Sprachkursteilnehmer sei im vergangenen Jahr enorm angestiegen. „Sprache ist ein wichtiger Schlüssel zur Integration“, sagt Manderscheid, „daher investieren wir in Deutschkurse für diejenigen, die keinen Zugang zu öffentlich geförderten Angeboten haben – im Jahr 2015 waren das über 50 000 Euro.“ Projekte zur Integration wie das „Schwarzlichttheater“ und der „Treffpunkt Vätertreff“ wurden vom Fonds mit knapp 44 000 Euro unterstützt, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

Ein weiteres wichtiges Anliegen des Fonds ist, Menschen in Notsituationen nicht allein zu lassen und ihnen unter die Arme zu greifen, wenn sie sonst keine Unterstützung bekommen. Daher wurden im vergangenen Jahr für Einzelfallbeihilfen zusammen knapp 42 300 Euro bereitgestellt.

Der PmF-Fonds wurde 1986 gegründet. Getragen wird er vom Bistum Limburg und dem Caritasverband für die Diözese Limburg, die Geschäftsführung liegt bei Merhawit Desta. Über die Mittelvergabe entscheidet ein vierköpfiger Fondsbeirat. Seit seiner Gründung hat der Fonds bereits mit mehr als vier Millionen Euro Projekte zur Integration, zum Spracherwerb oder zur Einzelfallbeihilfe gefördert.

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