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Politik in Limburg-Weilburg: Michael Köberle soll als CDU-Kandidat Landrat Michel ablösen

Der Kreisvorstand und die Kreistagsfraktion der CDU schlagen einstimmig dem Kreisparteitag Michael Köberle als CDU-Kandidaten für die Landratswahl vor. Der 51-Jährige ist derzeit der Stadtverordnetenvorsteher der CDU in Limburg und will an die Arbeit von Landrat Manfred Michel anknüpfen. Der Kandidat wird am 20. Januar vom Kreisparteitag in geheimer Wahl bestimmt.
Der noch amtierende Landrat Manfred Michel (links) und sein möglicher Nachfolger Michael Köberle. Der noch amtierende Landrat Manfred Michel (links) und sein möglicher Nachfolger Michael Köberle.
Limburg-Weilburg. 

Der Nachfolger von Landrat Manfred Michel sollte nach Vorstellung des CDU-Kreisvorstands und der CDU-Kreistagsfraktion der Eschhöfer Michael Köberle sein. Das teilten die Partei-Verantwortlichen am Mittwoch bei einem Pressegespräch mit. Köberle bringe die nötige Lebens- und auch politische Erfahrung mit, könne auf einen sehr guten beruflichen Lebensweg zurückblicken, könne moderieren und führen und sei gesellschaftlich gut vernetzt, fasste Landtagsabgeordneter und Kreisvorsitzender Andreas Hofmeister die Qualitäten des Kandidaten zusammen.

Man habe im Vorfeld mehrere mögliche Kandidaten ins Auge gefasst, unter anderem den Mengerskirchener Bürgermeister Thomas Scholz und den Vorsitzenden der CDU-Kreistagsfraktion Christian Wendel, sagte der noch amtierende Landrat Manfred Michel, der vor einem Monat angekündigt hatte, sich im Herbst 2018 nicht wieder zur Wahl zu stellen. Letztlich habe man sich nach Abwägung zahlreicher Faktoren einstimmig auf einen „sehr, sehr guten Kandidaten“ geeinigt.

Kein Hauen und Stechen

Lobend hob er – wie auch zuvor Andreas Hofmeister und später der Kreistagsvorsitzende Joachim Veyhelmann – die Haltung von Christian Wendel hervor, der Abstand von einer Kandidatur genommen habe. „Das zeigt die Geschlossenheit in der Partei“, in der es bei der Vergabe des Postens kein Hauen und Stechen gebe, so Michel. Wendel sagte, er habe sich gefreut, in die engere Wahl gezogen worden zu sein, wolle aber lieber seinen bisherigen politischen und beruflichen Weg fortsetzen statt als Landrat zu kandidieren. Die Kreistagsfraktion habe unter Landrat Michel sehr gut mit der Kreisverwaltung zusammengearbeitet und er sei überzeugt davon, dass das unter einem Landrat Köberle ebenfalls der Fall sein würde. Man sei durch den Umgang mit Manfred Michel „verwöhnt“, sagte Vehelmann. Mit Köberle haben man nun eine „sehr honorige Person“ als Kandidaten vorgeschlagen, mit dem man aus Sicht von Vorstand und Fraktion den Wählern ein überzeugendes Angebot machen könne.

„Kontinuität“ war ein immer wieder bemühtes Wort beim Pressegespräch. Er wolle die erfolgreiche Arbeit von Manfred Michel fortsetzen, sagte Köberle. Dabei werde er auch inhaltlich die gleichen Schwerpunkte setzen, die auch Michel gesetzt habe: die Digitalisierung, die Infrastruktur, die ärztliche Versorgung, die Konsolidierung der Kreisfinanzen, die Gefahrenabwehr, Wirtschaftsförderung und Schulen, bei denen man im Übrigen sehr gut aufgestellt sei. Sein Grundsatz sei, sich zunächst selbst zu helfen, bevor man fremde Hilfe in Anspruch nehme. „Ich gestalte lieber, als dass ich gestaltet werde.“ Die Ziele und die Wege dorthin müssten den Bürgern offen gelegt werden. „Wenn die Leute wissen, warum etwas passiert, sind sie eher bereit, es mitzutragen.“ Wichtig werde weiterhin sein, dass die 19 Städte und Gemeinden des Kreises mit dem Landkreis an einem Strang zögen und nicht jeder nur für sich selber arbeite. Er räumte auch ein: „Die Fußabdrücke, die Manfred Michel hinterlassen wird, sind sehr groß“.

Ähnliche Arbeitsweisen

Seine Arbeitsweise werde sich nicht deutlich von der Michels unterscheiden, sagte Köberle. „Es ist nicht mein Ziel, mit einem Knopfdruck alles neu zu machen. Das geht allenfalls in kleinen Schritten.“ Michel sieht deutliche Parallelen zwischen seiner und der Arbeitsweise seines potenziellen Nachfolgers. „Wir sind beide jemand, der auf die Menschen zugeht.“

Michel betonte, er habe ganz bewusst so frühzeitig bekannt gegeben, dass er nicht mehr für das Amt des Landrates kandidieren werde. Das sei letztlich auch eine Frage der Fairness gegenüber den anderen Fraktionen, die so auch Zeit genug hätten, sich um einen eigenen Kandidaten zu bemühen.

Der genaue Termin der Landratswahl steht noch nicht fest. Es werde überlegt, ob man sie auf das gleiche Datum der Landtagswahl in Hessen legen könne, sagte Andreas Hofmeister.

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