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Westerwälder Jungschaupielerin Svenja Jung: Millionen Klicks für Star-Wars-Fanfilm

Ein deutscher „Star Wars“-Fanfilm sorgt derzeit im Internet und den sozialen Netzwerken für Furore. Mittendrin: Die Westerwälder Jungschaupielerin Svenja Jung.
Der „Star Wars“-Fanfilm „Darth Maul: Apprentice“ mit Svenja Jung aus Weroth in einer der Hauptrollen als Jedischülerin sorgt derzeit für Furore auf Youtube. Foto: Vi-Dan Tran Der „Star Wars“-Fanfilm „Darth Maul: Apprentice“ mit Svenja Jung aus Weroth in einer der Hauptrollen als Jedischülerin sorgt derzeit für Furore auf Youtube.
Weroth. 

Über 6,9 Millionen Klicks hat „Darth Maul: Apprentice“ in etwas mehr als zwei Wochen nach seiner Veröffentlichung auf dem Videoportal Youtube bereits erzielt. Ein Ende der steigenden Klickzahlen scheint derzeit noch nicht in Sicht, denn weltweit sorgt der fast 18-minütige Film für begeistertes Aufsehen. So hat sich beispielsweise der bekannte amerikanische Comicautor Stan Lee („Spider-Man“) auf seiner Facebookseite lobend über die Abschlussarbeit des Bachelorstudenten Shawn Bu an der Fachhochschule Aachen geäußert.

In Mittelpunkt des Kurzfilms steht mit Darth Maul eine Randfigur aus „Star Wars: Episode 1 – Die dunkle Bedrohung“, dessen Ausbildung im direkten Lichtschwertkampf mit Jedi-Rittern dargestellt wird.

18 Drehtage

Wer dabei einen genauen Blick auf die Jedischüler wirft, dem fällt sofort Svenja Jung ins Auge. Die 22-jährige Jungschauspielerin aus Weroth verkörpert eine der Hauptrollen in dem „Star Wars“-Fanfilm. „Ich habe schon gedacht, dass er viel positive Resonanz bekommt. Dass der Film aber jetzt so durch die Decke geht, ist überwältigend“, zeigt sich die Westerwälderin im Gespräch mit dieser Zeitung selbst überrascht über den Erfolg von „Darth Maul: Apprentice“.

Ursprünglich waren rund zehn Drehtage am Stück im Frühjahr 2014 vorgesehen, um die filmische Bachelorarbeit an den Drehorten in der Eifel und in den Niederlanden umzusetzen. Doch das Projekt zog sich in die Länge. Letztlich brauchte es insgesamt 18 Drehtage, bis alles im Kasten war. „Drehschluss war dann letztendlich erst im Herbst 2015“, verrät Svenja Jung.

Die verlängerten Dreharbeiten sollten das Filmteam gerade bei der Westerwälderin vor ein Problem stellen, wie sie selbst sagt: „In der Zeit durfte ich ja eigentlich äußerlich nichts verändern. Ich habe aber letzten Sommer einen Kinofilm gedreht, bei dem meine Haare abgeschnitten und pink gefärbt wurden.“ Die Filmemacher musste also improvisieren für die letzten Drehtage. Um Svenja Jung wieder ihr „altes“ filmisches Aussehen zu verleihen, wurde schließlich auf Haarteile zurückgegriffen und ihre eigentlichen Haare braun gefärbt. „Das fällt aber zum Glück nicht auf.“

Was dem Zuschauer beim Betrachten des Kurzfilms auch nicht wirklich ins Auge fällt ist, dass die Wäller Jungschauspielerin vor Drehstart keinerlei Kampferfahrung hatte. Für die Dreharbeiten bekam sie daher von Stuntmen Vi-Dan Tran, der unter anderem im James Bond Film „Skyfall“ mitwirkte und zum Stuntteam von Jackie Chan gehört, extra Trainingseinheiten . Wurde es bei den zahlreichen Actionszenen doch einmal zu gefährlich, dann sprang ein Stuntdouble für Svenja Jung ein. Viel schweißtreibende Arbeit für einen Abschlussfilm mit rund 70 Beteiligten, dessen Kosten nach Angaben von Regisseur Shawn Bu „im unteren fünfstelligen Bereich“ lagen und vollkommen selbstfinanziert seien.

Abschlussnote 1,0

Doch der Aufwand hat sich gelohnt: Nicht nur Millionen von Klicks, Dutzende Medienanfragen und die Traum-Abschlussnote 1,0 stehen am Ende zu Buche, sondern nach Aussage von Shawn Bu auch Anfragen von Talentagenturen aus Los Angeles.

Auch für die Werötherin Jung hat der Hype um das „Star Wars“-Video etwas Gutes. „Ich bekomme viele liebe Nachrichten und es sind auch tolle Castingeinladungen dabei“, gibt die Wahlberlinerin einen Einblick in ihr derzeitiges Leben, ohne dabei Näheres über die Castings zu verraten.

Kein Geheimnis ist dagegen, dass Svenja Jung in diesem Jahr noch einige Male in Film und Fernsehen zu sehen sein wird. So spielt sie beispielsweise in der ZDF-Krimireihe „Der Alte“ am Freitag, 8. April, ab 20.15 Uhr die Hauptrolle der Johanna in der Folge „Paradiesvogel“.

Zudem startet im Sommer in den deutschen Kinos die Bestsellerverfilmung „Fucking Berlin“ und im Herbst „Die Mitte der Welt“ nach der Romanvorlage von Andreas Steinhöfel, bei denen die Westerwälderin jeweils die Hauptdarstellerin verkörpert.

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