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Lösungsansätze: Mit Ideen gegen Verkehrsprobleme

Von Die Brechener arbeiten an ihrem Verkehrsproblem: Acht Arbeitskreise haben Ideen entwickelt, die in die Beratungen einfließen.
An der B 8 in Niederbrechen ist es für Anlieger manchmal schier unmöglich, rückwärts vom Grundstück auf die Hauptstraße zu fahren. Deshalb stellen einige ihr Auto früh morgens auf den Seitenstreifen, um rechtzeitig zur Arbeit aufbrechen zu können. Foto: Petra Hackert An der B 8 in Niederbrechen ist es für Anlieger manchmal schier unmöglich, rückwärts vom Grundstück auf die Hauptstraße zu fahren. Deshalb stellen einige ihr Auto früh morgens auf den Seitenstreifen, um rechtzeitig zur Arbeit aufbrechen zu können.
Brechen. 

Wer von seiner Einfahrt von der Limburger Straße rückwärts auf die B 8 fahren will, hat in Niederbrechen ein Problem: Zu Stoßzeiten ist es kaum zu schaffen. Viel zu viel Verkehr. Manche Anlieger stellen ihre Autos deshalb früh morgens auf den Parkstreifen, um sich später in den fließenden Verkehr einfädeln zu können. Aber es gibt noch andere Schwierigkeiten: Der alte Ortskern in Oberbrechen ist manchmal so beparkt, dass Anlieger nicht weiterkommen. Im Niederbrechener Unterdorf macht das Parken gegenüber von Grundstücken Probleme, die Kreuzung zur Villmarer Straße in Niederbrechen wird gerne umfahren, wenn die Ampel rot und die Schlange etwas länger ist. Das führt zu mehr Verkehr in den Seitenstraßen.

Diese und viele weitere Themen kamen beim Verkehrsforum der Gemeinde in Niederbrechen zur Sprache. Anschließend bildeten sich acht Arbeitsgruppen und formulierten zu speziellen Themenbereichen Probleme und Lösungsansätze. Damit wird sich die Gemeinde wiederum befassen. Das heißt: Zunächst ist Karin Weber am Zug. Die Diplom-Ingenieurin und Expertin für Stadt- und Verkehrsplanung aus Darmstadt ist gerade damit beschäftigt, die Details fachlich zu prüfen. Die Stellungnahmen werden einige Zeit in Anspruch nehmen. „Mit fundierten Ergebnissen, zusammen mit der Auslastungsanalyse und einem ersten Vorschlag für ein Parkraumkonzept können Sie voraussichtlich im April rechnen“, erläutert Weber.

Der Brechener Bürgermeister Frank Groos (parteilos) ist zufrieden mit dem Auftakt. „Bemerkenswert fand ich auch, dass wir alle ein gerüttelt Maß an Eigenverantwortung an der Verkehrssituation haben. Alleine das ins Bewusstsein zu bringen ist schon ein erster, guter Schritt in Richtung Lösung.“ Durch alle Arbeitsgruppen habe sich gezogen, dass Regelverstöße konsequenter geahndet werden müssen. Es wurden Anregungen zur Ausweisung von Parkflächen, Tempo-30-Zonen, zeitlich begrenzte Parkzonen eingebracht. Groos: „Sehr interessant fand ich auch die Frage, ob man die Schaffung von zusätzlichen Stellplätzen in welcher Form auch immer, durch Anreize fördern könnte. Ein erstes einfaches Mittel könnte auch eine Kampagne der Gemeinde sein, in dem über unsere Homepage, den Print- und sozialen Medien und auch durch das Verteilen von Flyern die Bürgerinnen und Bürger auf gewisse Regeln hingewiesen werden.“

Einige Ideen aus den Arbeitsgruppen:

  Oberbrechen, alter Ortskern, Frankfurter/Weyerer Straße: Tempo-30-Zone in der Frankfurter Straße und im gesamten Ortskern, Halteverbotszonen Weyerer Straße/In der Hohl/Brückenstraße, Einbahnstraßen Friedhofstraße (hoch) und Lange Straße (hinunter), Seitenstraßen als Einbahnstraßen von oben nach unten, ausgewiesene Parkplätze versetzt oder einseitig, Parkverbot am Kirchberg (Kirchstraße, Josef-Neuhäuser-Straße, Heideberg) sowie Ankauf leerstehender Immobilien zur Schaffung neuer Parkplätze.

  Niederbrechen Oberdorf: Eckenparken unterbinden, Umgehung Rathausstraße – Obertorstraße verhindern, Gefahrenstellen mit Pollern/Schwellen versehen, Tempo-30-Zone statt Spielstraße für mehr Parkplätze.

  Niederbrechen Unterdorf: Gartenstraße: Kurzzeitparken (drei bis vier Stunden) für die Besucher der Arztpraxis; parkende Autos blockieren den Gehweg vor der alten Gärtnerei komplett (das geht gar nicht!); Parken gegenüber von Grundstückszufahrten unterbinden; das Fotogeschäft soll Kunden auf den Parkplatz Festplatz hinweisen; Kurzzeitparken an der Bahnhofstraße mit Parkscheibe (drei Stunden), wie früher Finanzierung über vorhandene Steuereinnahmen (Mineralölsteuer, Kfz-Steuer); Subventionen bei der Schaffung von Stellplätzen über die geforderte Anzahl hinaus.

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