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Initiative mit besonderen Programmen: Museumstag im Westerwaldkreis: Staunen, mitmachen und erleben

Museen im Westerwaldkreis und Limburg-Weilburg öffnen ihre Türen und laden zum „Internationalen Museumstag“ ein. Das diesjährige Motto heißt: „Neue Wege, neue Besucher“. Bürger können nicht nur staunen, sondern auch mitmachen. Ein Überblick:
Im Landschaftsmuseum Westerwald sind unter anderem Oldtimer zu bestaunen. Foto: Landschaftsmuseum Westerwald Im Landschaftsmuseum Westerwald sind unter anderem Oldtimer zu bestaunen.
Limburg/Weilburg/Westerwaldkreis. 

  Villmar Das Lahn-Marmor-Museum führt am Sonntag, 13. Mai, 15 Uhr, ein Zeitzeugen-Café besonderer Art durch. Steinmetzmeister Thomas Meuser, langjähriger geschäftsführender Gesellschafter des Steinmetzbetriebes Engelbert Müller KG, und seine damaligen Mitarbeiter Otfried Adler und Alfons Stein berichten über die Bergung der letzten Blöcke aus dem Bongard-Bruch. Wie kam es zu dieser spektakulären Aktion? 1988 beschloss der Landtag von Baden-Württemberg, die Rekonstruktion des 1945 zerstörten Hochaltars der Mannheimer Jesuitenkirche zu fördern und damit den Wiederaufbau der Kirche abzuschließen. Teile der Kirche, unter anderem alle Altäre, waren im 18. Jahrhundert aus Lahnmarmor errichtet worden. Die Rekonstruktion sollte nun auch mit Originalmaterial erfolgen. So kam es, dass im Februar 1989 der damals weltweit größte Teleskopkran in Villmar eingesetzt wurde, um die letzten Marmorblöcke aus dem Bongard- Bruch zu heben. Personen, die damals Zeitzeugen der Blockbergung wurden, sind herzlich eingeladen, sich in das Zeitzeugengespräch einzubringen, beispielsweise mit Fotografien.

  Limburg Auch die Kunstsammlungen der Stadt (Historisches Rathaus, Fischmarkt 21) sind mit dabei und laden in Kooperation mit den Lahn Artists in der Zeit von 11 bis 17 Uhr mit einem bunten Programm ein. So zum Beispiel die Ausstellung „Die Seelenzeichnerin“ von INK Sonntag-Ramirez Ponce, die am 16. März eröffnet wurde. INK ist eine mehrfach national und international ausgezeichnete freischaffende Künstlerin, die bei ihren Zeichnungen vor allem Bleistifte einsetzt. INK begleitet um 13 und um 15 Uhr Interessierte durch die Ausstellung. Ergänzt werden die beiden Führungen von einer Tanz-Performance zu INKs Werkzyklus „duende de España“ – der mystische Zauber Spaniens. Wer selbst aktiv werden oder mehr über Kunst erfahren möchte, ist bei den Lahn Artists willkommen. Die Besucher können selbst malen, auf Signatursuche gehen, sich fotografieren lassen und über Kunst reden.

  Westerburg Der Stadtbürgermeister Ralf Seekatz freut sich, dass an diesem Tag auch die Westerburger Museen ihre Türen öffnen und die Besucher zu einer kleinen Zeitreise einladen.

Der Museumsverein „anno dazumal“ lädt in der Zeit von 15 bis 18 Uhr zur Besichtigung des Heimat- und Trachtenmuseums, welches sich in den oberen Räumlichkeiten des Rathauses befindet, ein. Es ist das einzige Trachtenmuseum in Rheinland-Pfalz. Es beherbergt zahlreiche „alte Schätzchen“ aus Westerburg und Umgebung sowie mehrere Originaltrachten aus verschiedenen europäischen Ländern und mehr als 150 Trachten im Kleinformat. Das Museum befindet sich in der Neustraße 40, Westerburg.

Im Erlebnisbahnhof Westerburg werden in der Zeit von 10 und 17 Uhr alle eisenbahn- und technikinteressierten Besucher bei historischen Eisenbahnfahrzeugen und Eisenbahntechnik zum Anfassen auf ihre Kosten kommen. Den Mitgliedern des Vereins „Westerwälder Eisenbahnfreunde 44 508“ ist es ein Anliegen, die historische Eisenbahn in der Region Westerwald der Nachwelt zu erhalten und zu dokumentieren. So können hier Fahrzeuge wie Dampfloks, Schneepflug und so weiter besichtigt werden, die für die Älteren zum Alltag gehörten. Einzigartig in Deutschland und somit äußerst sehenswert ist die Spezialsammlung von Schienenfahrzeugen der Bundeswehr, die der Erlebnisbahnhof Westerwald in seinen Hallen beherbergt. Der Erlebnisbahnhof befindet sich in der Bahnhofstraße 46c, Westerburg.

Auch das Eisenbahn-Plakatmuseum im alten Bahnhofsgebäude ist von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Mehr als 200 Plakate hat Wilfried Rink bisher zusammengetragen. Seine umfangreiche Sammlung umfasst Werbeplakate sowohl der deutschen als auch der internationalen Eisenbahnen aus den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts bis in die Gegenwart. An diesem Tag wird erstmals die neue Sonderausstellung „Nahverkehr auf der Schiene“ zu sehen sein. Sie umfasst 20 Plakate aus dem Kölner Raum, Berlin, Hamburg, Paris und London. Aber auch in die Dauerausstellung sind einige Plakate übernommen worden, die bisher noch nicht zu sehen waren, wie das Plakat, das London Transport zur Hochzeit von Charles und Diana herausgegeben hat, und zwei Plakate von British Rain zur Umstellung der Währung auf das Dezimalsystem im Jahr 1971.

  Gershausen Nicht nur von außen ist das Alte Backes in Gershausen, in dem sich das Heimat-Backes- und Ofenbauermuseum befindet, ein richtiger Hingucker – auch im Inneren des im Jahre 1949 erbauten Gebäudes hat sich in den vergangenen Jahren so einiges getan. Während sich im Erdgeschoss nach wie vor der alte Backofen befindet, präsentieren sich die oberen Räume liebevoll ausgestattet mit allerlei Küchenutensilien und -geräten von „anno dazumal“. Bereichert wird die umfangreiche Ausstellung durch eine gemütliche Dorfstube mit Einrichtungsgegenständen aus früheren Zeiten sowie Werkzeugen und Geräten heimischer Ofenbauer und Landwirte.

Nahezu 200 Exponate führen den Betrachter in eine längst vergessene Zeit und geben Einblick in die damals mühselige Arbeit der Hausfrauen und Landwirte. Das Museum ist in der Zeit von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Heimat-, Backes- und Ofenbauermuseum, Ofenbauerstraße, Westerburg-Gershausen.

  Westerwald In der Zeit von 10 bis 17 Uhr gibt es in den historischen Gebäuden des Museums und auf dem Gelände vieles zu bestaunen und zu entdecken. So haben Kinder und Erwachsene die Möglichkeit, selbst Hand anzulegen, mitzumachen und auszuprobieren. Aktiv wird so an die Vergangenheit erinnert und eine Brücke in die Gegenwart geschlagen. Auf dem Museumsgelände sind rund um das Thema der großen Sonderausstellung „Kleinwagen – Wunderzeit“ verschiedene Oldtimer zu bestaunen, einer stammt sogar aus den 1920er Jahren. Hingucker besonderer Art sind das „Clinomobil“, ein früher Notarztwagen, der eigens aus Gummersbach angereist kommt, oder ein VW-Käfer der ADAC-Straßenwacht als früher Vertreter der Gelben Engel. Ebenso zeigen Modellbauer ihre Miniaturfahrzeuge aus Papier. Dazu lässt das Ensemble Klangart mit beschwingten Musikeinlagen die 1950er und 60er Jahre wieder aufleben. Mitmachen heißt es auch bei den Angeboten der Museumspädagogik.

Hier können Kinder an der Töpferscheibe ein Gefäß drehen oder ein Bild aus bunter Wolle filzen. Beim kostenlosen Programm „Schule früher“ darf jeder noch einmal die Schulbank drücken, und im Neubau können Besucher einen Kleinwagen aus Tonfliesen anfertigen. Für das leibliche Wohl werden Wäller Gerichte sowie Kaffee und Kuchen angeboten. Der Eintritt an diesem Tag kostet für Erwachsene ein Euro und für Kinder 50 Cent.

(red)

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