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Museumsverein spürt „Aufbruchstimmung“

Villmar. 

Im Frühsommer 2015 wird das neue Lahnmarmormuseum gegenüber dem Bahnhof seine Pforten öffnen. Dies erklärte Vorsitzender Volker Klemens in der Jahreshauptversammlung des Vereins Lahn-Marmor-Museum.

Am „Tag des Geotops“ hätten Vereinsaktive das vorhandene Konzept vielen interessierten Besuchern vorgestellt. Dabei hätten selbst kritische Beobachter des Projektes gesagt, dass die Vorstellungen des Vereins über das Museum sehr angemessen seien. Ein kleiner Kreis des Vereins treffe sich regelmäßig, um das Museum voranzubringen, berichtete Klemens. Eine Spedition habe bereits die Vitrinen für das Museum von Schupbach nach Villmar gebracht. Hierdurch spare der Verein 100 Euro Miete pro Monat für die alte Molkerei Schupbach.

In den Museumsräumen sei der Fußboden bereits gepflastert. Derzeit hake es noch an der Stromversorgung, so Klemens. „Wir sitzen schon auf gepackten Koffern.“ Zusätzliche Helfer, die beim Einräumen der neuen Museumsräume anpacken, werden noch gesucht. Das Museum soll nach der Eröffnung an sechs Tagen pro Woche offen sein, damit Villmar im Geopark Westerwald-Lahn-Taunus den Aufstieg vom normalen Geo-Punkt zum Geo-Informationszentrum schaffen kann. Gesucht werden noch ältere Schüler, Studenten, rüstige Rentner und sonstige interessierte Menschen mit Zeit, die sich zum Museumsführer fortbilden und später einmal gegen Bezahlung Besuchergruppen in Villmar führen wollen. Der Verein spüre Aufbruchstimmung, meinten viele Mitglieder. Sie wollen in den nächsten Monaten in Villmar eine breite Akzeptanz für die gefassten Mehrheitsbeschlüsse schaffen.

Am Muttertagswochenende 2015 werden mehr als 1000 Wanderer im Unica-Bruch erwartet. Die Sonntagsöffnungen des alten Museums und der Marmor-Workshop im laufenden Jahr seien auf große Resonanz gestoßen, sagte Klemens.

Die künftige Stiftungssatzung werde aktuell in den Gemeindegremien beraten. Zufrieden ist der Vorsitzende, dass die Mitgliederzahl des Vereins auf 250 gestiegen und das Interesse in der Region deutlich zugenommen habe. Mehrere Mitglieder forderten Bürgermeister Arnold-Richard Lenz (SPD) auf, dass Villmar touristisch künftig mehr bieten soll. Lenz bestätigte, dass in diesem Bereich noch einiges bewegt werden müsse. Allerdings seien private Initiativen gefragt. Der neue Arbeitskreis Tourismus der Gemeinde wolle aber neue Akzente setzen und beispielsweise die Beschilderung der Wege und Sehenswürdigkeiten verbessern. Großes Lob gab es für Dr. Bernold Feuerstein, der die Lahnmarmorwege neu ausgeschildert hatte. Zudem soll der Weg vom Museum zum benachbarten Unica-Bruch mit der Darstellung der Erdgeschichte interessanter gestaltet werden. Im kommenden Jahr will der Verein Aschaffenburg und Seligenstadt besuchen, wo sehr viel Lahnmarmor verbaut worden sei, sowie sich einmal zusammen die anderen Höhepunkte des regionalen Geoparks ansehen.

(rok)
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