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Syrischer Abend in Berod: Musik und Mahlzeit

Gemeinsam stellten Syrer und Deutsche einen syrischen Abend auf die Beine.
Der Tisch war zum syrischen Abend prall gefüllt. Foto: Marion Schmidtke Der Tisch war zum syrischen Abend prall gefüllt.
Wallmerod/Berod. 

Am Wochenende fand in Berod im Dorfgemeinschaftshaus ein syrischer Abend statt. Die Idee dazu gab eine ältere Dame am Weihnachtsmarkt, an dem die Flüchtlinge eine kleine Auswahl an Leckereien aus verschiedenen Ländern vorgestellt hatten. So wurde der syrische Abend konzipiert.

Als Verantwortlicher für den Kochbereich stellte sich Yazan Sheikh Al Basatneh zur Verfügung. Die restliche Organisation übernahm die Jugendpflege der Verbandsgemeinde Wallmerod. So wurde wochenlang über Rezepte, Einkauf und vieles mehr beraten.

In der letzten Woche konnte der Großeinkauf beginnen, denn es hatten sich über 90 Gäste angesagt. Vielen musste abgesagt werden, das allen sehr leid tat. Aber es hätte die räumlichen Möglichkeiten und auch das Küchen-Know-how gesprengt.

Am frühen Samstagmorgen wurde dann los gelegt. Es trafen sich viele fleißige Helfer von der Flüchtlingshilfe über Teammitglieder bis zu den Flüchtlingen verschiedener Nationalitäten. Es wurde Hand in Hand gearbeitet, viel gelacht und nebenbei auch viel gelernt.

Ab 18.30 Uhr trafen die ersten Gäste ein. Die liebevoll gedeckten Tische waren schnell gefüllt. Bevor das leckere Essen serviert wurde, konnten sich die Gäste einen kleinen Überblick über Syrien verschaffen. Günter Neuroth (Flüchtlingskoordinator) und Yassir Alfesh übernahmen in Deutsch und Englisch die Moderation.

Anschließend wurde ein reichhaltiges Büffet aufgebaut. Alle syrischen Köche und Küchenhelfer bedienten die Gäste und gaben bereitwillig Auskunft über die Leckereien. Das Repertoire reichte von Vorspeisen über Hauptgerichte bis hin zum Dessert. Als Getränke wurden nach syrischer Tradition Leitungswasser und Tamarindensaft gereicht. Zum Abschluss gab es arabischen Kaffee, ziemlich stark und gut gesüßt.

Die Gäste waren begeistert und Aussagen wie „Das hätte ich mir im Leben nie bestellt, aber es ist super lecker. Ich gehe mir gleich nochmal etwas holen“, waren ganz bezeichnend. Der jüngste Gast war zwei und der älteste 92 Jahre alt. Alle waren gleichermaßen angetan vom Essen, dem Rahmenprogramm und der Stimmung im Saal.

Mit Selbstbau-Instrument

Nach dem Essen wurde diese noch um einiges höher gefahren mit einer musikalischen Gestaltung. Yassan (Syrien), wohnhaft in Montabaur, Absolvent der Musikhochschule Damaskus und ein Meister auf dem arabischen Saiteninstrument Oud, einer Kurzhalslaute, verzauberte die Gäste. Spontan erweiterte Meles aus Eritrea mit einem selbstgebauten Saiteninstrument aus Dachlatten, Sperrholz und Drähten sowie Liedern aus seiner Heimat das musikalische Programm.

Der Moderator verabschiedete die begeisterten Gäste mit einem eindringlichen Appell, den Geflüchteten weiterhin offene Türen zu gewähren.

Auf Wunsch aller Beteiligten soll der Erlös der Veranstaltung der ehrenamtlichen Unterstützung der Geflüchteten in der Verbandsgemeinde zugute kommen; es wird ein stabiler Tischfußballkicker angeschafft. Außerdem gibt es die Idee, einen syrischen Kochkurs anzubieten.

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