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Strecke zwischen Koblenz und Gießen: Nach Fahrplanwechsel: Bahn mit Startproblemen

Verspätungen und Probleme mit einigen Fahrkartenautomaten haben der neuen „Lahn-Eifel-Bahn“ einen verhaltenen Start beschert.
Die „Lahn Eifel Bahn“, hier im Limburger Bahnhof, verkehrt seit Mitte Dezember unter anderem auf der Strecke zwischen Koblenz und Gießen.	Foto: Günther Die „Lahn Eifel Bahn“, hier im Limburger Bahnhof, verkehrt seit Mitte Dezember unter anderem auf der Strecke zwischen Koblenz und Gießen. Foto: Günther
Limburg/Diez. 

Seit knapp vier Wochen werden die Regionalbahnen im unteren Lahntal als „Lahn-Eifel-Bahn“ und die RE-Züge zwischen Koblenz und Gießen von der Deutschen Bahn (DB) Regio Südwest gefahren. Vor zehn Jahren verlief der Übergang von den Zügen der DB zur damals neu gegründeten und mit einem erheblich größeren Netz an den Start gehenden vectus Verkehrsgesellschaft mbH fast reibungslos. Beim jetzigen Wechsel auf der Lahntalbahn zurück zur Deutschen Bahn AG knirschte es dagegen teilweise erheblich. Hauptsächlich vor dem Jahreswechsel sind immer wieder Zugleistungen ausgefallen oder waren mit erheblichen Verspätungen unterwegs. Die zur Fahrgast-Information seit Mitte 2013 an den Stationen montierten elektronischen Anzeiger meldeten die Störungen entweder gar nicht oder mit allgemein gehaltenen Aussagen, wie „Verspätungen aufgrund von Verzögerungen im Betriebsablauf“.

 

Technische Störungen

 

Auf Anfrage dieser Zeitung teilte die Pressestelle der Deutschen Bahn mit, der Betrieb auf der Lahn-Eifel-Bahn sei in den letzten Tagen des abgelaufenen Jahres zeitweise durch verschiedene Faktoren negativ beeinflusst worden. So habe es verschiedene Störungen an der Infrastruktur mit Streckensperrungen, Störungen an Weichen und Bahnübergängen gegeben, die zu erheblichen Auswirkungen auf den Betriebsablauf geführt hätten. Außerdem habe die eingeschränkte Verfügbarkeit von Fahrzeugen aufgrund technischer Störungen für eine verminderte Fahrplanstabilität gesorgt.

Die Inbetriebnahme der Lahn-Eifel-Bahn war Teil des neuen Konzepts „Rheinland-Pfalz-Takt 2015“, mit den größten Veränderungen seit der Einführung dieses landesweiten Angebots. Nach Angaben eines Bahnsprechers hat es für den Betrieb der Lahn-Eifel-Bahn mehr als 50 Neueinstellungen gegeben, darunter auch einige Übernahmen von Mitarbeitern der Vectus-Verkehrsgesellschaft. Insgesamt wurden laut DB rund 150 Mitarbeiter über die Besonderheiten innerhalb des Netzes informiert und auf den dort eingesetzten Fahrzeugen ausgebildet und qualifiziert.

Dass dies möglicherweise nicht in jedem Fall ausreichend war, umschreibt der Bahnsprecher so: „Die zunehmende Erfahrung mit den eingesetzten Fahrzeugen sollte in den kommenden Wochen für mehr Stabilität im Fahrplan sorgen.“ Zur weiteren Verbesserung der Zuverlässigkeit habe die DB neben ergänzenden schriftlichen Unterlagen auch eine telefonische Hotline für alle Triebfahrzeugführer eingerichtet, über die im Störungsfall „schnell und unkompliziert“ technische Unterstützung zu erhalten sei.

Die Werkstatt in Limburg konnte zahlreiche aufgetretene Mängel beheben und die Fahrzeuge nach kurzer Zeit wieder dem Betrieb zur Verfügung stellen.

Das von der DB herausgegebene Faltblatt und die Internetseite verweist Kunden auf das RAN-Team in Saarbrücken. Unter einem „Regionalen Ansprechpartner Nahverkehr“ (RAN) erwartet der Fahrgast im Lahntal und der Eifel eigentlich ein in der Region beheimatetes Kundenbüro. Unter Telefon:  (06 81) 96 77 88 99 sind Mitarbeiter der DB aber auch für die Kunden der Lahn-Eifel-Bahn zuständig und erreichbar. Sie helfen auch, wenn Fahrgäste in den Zügen etwas liegen gelassen haben. Bei zeitnahem Kontakt werde man versuchen über das Zugpersonal das Verlorene ausfindig zu machen und es entweder mit dem nächsten Zug zurückzuschicken oder beim Informationsschalter in Koblenz hinterlegen zu lassen, teilte auf Anfrage ein Mitarbeiter des Kundendialogs mit. Ansonsten müsse ein Suchauftrag über das Internet oder das in den Reisezentren verfügbare Formular ausgefüllt werden.

An mehreren der neu aufgestellten Fahrausweisautomaten konnte zeitweise nur mit passendem Münzgeld gezahlt werden, Scheine wurden verweigert, Rückgeld gab es nicht. Eine alternative Zahlung mit Karten akzeptierten die Automaten nicht. Außerdem wurden nur Inlands-Fahrausweise zum Normaltarif ausgestellt und nur ohne Reservierung. In Balduinstein gab der Automat die gelöste Karte erst aus, wenn man sich zusätzlich noch die Reiseverbindung ausdrucken ließ.

Nach Angaben der DB handelt es sich bei verschiedenen Automaten noch um „alternative Standplätze“, die sich mit den Baumaßnahmen an den Stationen nochmals ändern würden.

Ob dies auch für Fachingen zutrifft? Dort gibt es nur einen Automaten am Zugang zum Bahnsteig in Richtung Diez. Wer für die Zugfahrt in Richtung Koblenz eine Fahrkarte benötigt, muss einen erheblichen Umweg durch die Eisenbahn-Unterführung zurücklegen.

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