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Belästigungen weiblicher Badegäste: Nicht die Flüchtlinge fallen negativ in Schwimmbädern auf

Gibt es ein Problem mit Flüchtlingen in Schwimmmbädern? Die Stadt beantwortet diese Frage mit einem eindeutigen Nein. Es habe zwei Einzelfälle gegeben. Belästigungen von weiblichen Badegästen seien einem anderen Personenkreis zuzurechnen.
Symbolbild Foto: Britta Pedersen (dpa) Symbolbild
Limburg/Diez. 

Bislang hat es nur zwei sexuelle Übergriffe durch Flüchtlinge in Schwimmbädern gegeben – einmal im Limburger Freibad und ein weiteres Mal im Oranienbad in Diez. Das geht aus einer Antwort von Bürgermeister Dr. Marius Hahn (SPD) auf eine Anfrage der Stadtverordneten Dr. Brigitta Hohnel (FDP) hervor. Im Oranienbad sei es im Saunabereich zu einem sexuellen Übergriff gekommen; der Täter habe ein „Dauerhausverbot“ bekommen. Das gelte auch für einen sexuellen Übergriff im Parkbad, der zu einem Polizeieinsatz geführt habe und der weitere Ermittlungen durch die Kripo zur Folge hatte.

Generell würden sich Flüchtlinge in den Schwimmbädern „eher zurückhaltend“ verhalten. Und wenn es mal zu einem Fehlverhalten komme, beziehe sich das auf eine unangemessene Badebekleidung oder das Schwimmen von Nichtschwimmern im Schwimmerbecken. Nach einem Hinweis durch den Bademeister zeigten sich die Flüchtlinge jedoch einsichtig.

Wenn es zu Belästigungen weiblicher Gäste komme, seien dafür „vielmehr Jugendliche mit Migrationshintergrund“ verantwortlich, „die bereits seit Jahren hier leben“. Das negative Verhalten dieser Jugendlichen habe bereits seit dem Jahr 1998 den Einsatz eines Sicherheitsdienstes erforderlich gemacht.

Insgesamt 517 Flüchtlinge

Zum Stichtag Ende August sind nach Angaben des Ersten Stadtrats Michael Stanke (CDU) 517 Flüchtlingen in Gemeinschaftsunterkünften im gesamten Stadtgebiet untergebracht, davon mit 340 der überwiegende Teil Männer. Knapp 69 Prozent dieser Flüchtlinge stammen aus Syrien, Afghanistan und dem Irak. Mehr als die Hälfte der untergebrachten Flüchtlinge seien jünger als 25 Jahre. Die meisten dieser Flüchtlinge lebten zum Stichtag in der Kernstadt (242) und in Dietkirchen (111), die wenigsten in Ahlbach (nämlich keiner) und in Eschhofen (10).

Nicht erfasst in dieser Statistik sind nach Angaben des Ersten Stadtrats, der eine Anfrage der Stadtverordneten Hohnel beantwortete, Flüchtlinge, die in einer Wohnung untergebracht sind. Es sei zudem nicht möglich mitzuteilen, wie viele Flüchtlinge einer Beschäftigung nachgehen, weil in der Statistik alle Zuwanderer erfasst würden. dick

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