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Welt der Operette: Niederbrechen: Chor „Frohsinn“ präsentiert eine musikalische Liebeserklärung

Mit unvergesslichen Klängen und musikalischen Liebeserklärungen, die Erinnerungen an eine längst vergangenen Zeit wachriefen, hat der gemischte Chor „Frohsinn“ Niederbrechen die Zuhörer in der Kulturhalle in die Welt der Operette entführt – so setzt sich dieser Chor in seinen Konzertprojekten immer wieder neue Aufgaben und interpretiert den Chorgesang immer wieder neu – mal stimmungsvoll und auch mal dynamisch und temporeich.
Die Tanzgruppe „Brecher Hoase“ in Aktion sorgte zur Abwechslung auch für einen optischen Akzent beim Herbstkonzert des gemischten Chors „Frohsinn“ Niederbrechen. Die Tanzgruppe „Brecher Hoase“ in Aktion sorgte zur Abwechslung auch für einen optischen Akzent beim Herbstkonzert des gemischten Chors „Frohsinn“ Niederbrechen.
Niederbrechen. 

Schon bei den schön klingenden Tonsätzen „Glühwürmchen-Idyll“ aus der Operette Lysistrata von Paul Lincke und der „Juliska aus Budapest“ aus der Operette Maske in Blau zeigte sich die Stärke dieses gemischten Chores – die Ausgeglichenheit der Stimmen in allen Lagen verbunden mit einem großen Stimmvolumen.

Der musikalische Leiter Walter Born war mit großer Professionalität und viel Feingefühl ein mitgestaltender Begleiter am Flügel, und auch das Streicherensemble des Landesmusikgymnasiums Montabaur gefiel als ein dynamisch abgestufter Klangkörper und begleitete die Chöre mit viel Spielfreude und vitalem Schwung. Auch der befreundete gemischte Chor
„Vil-belCanto“ unter der Leitung von Benedikt Bach präsentierte sein sängerisches Potenzial bei „Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da“ aus dem Film Tanz auf dem Vulkan. Besonders eindrucksvoll waren die beschwingten Melodien aus dem Film Singin’ in the Rain und „Tonight“ aus dem Musical West Side Story von Leonard Bernstein, eine wirkungssichere Interpretation, bei der die Sängerinnen und Sänger aus Bad Vilbel ihre gesangliche Beweglichkeit in einem dynamisch abgestuften Klangkörper unter Beweis stellen konnten.

Auch die beiden Gesangssolisten verstanden es, zusammen mit Walter Born als versierten Begleiter am Flügel, die Zuhörer in eine Welt der Stimmungen und Gefühle zu führen. Die Sopranistin Kirsten Schierbaum bewegte ihre Stimme mit großer Natürlichkeit und Strahlkraft beim „Vilja-Lied“ (Die lustige Witwe) und dem „Csardas“ (Klänge der Heimat). Stimmlich wie darstellerisch setzte sie besondere Akzente beim „Schwips-Lied“ (Die lustige Witwe) und bei „Ich lade gern mir Gäste ein“ (Die Fledermaus) gefiel sie mit ihrer eindrucksvollen und klangsicherer Interpretation. Eine konzentrierte und stimmlich fein abgestimmte Gesangsleistung bot auch der Bassist Hans-Albert Demer bei „Ach ich hab sie ja nur“ (Der Bettelstudent), einfühlsam vorgetragen waren die „Dunkelroten Rosen“ aus der Operette Gasparone, die er unter den Zuhörerinnen verteilte. Musikalische Emotionen wurden geweckt beim „Wolgalied“ aus der Operette Der Zarewitsch und eindringlich und lebendig erklang „Ja, das Schreiben und das Lesen“ aus dem Zigeunerbaron.

Auch durfte bei diesem Abend eine Tanzeinlage nicht fehlen – zu den beschwingten Melodien aus dem Weißen Rössel zeigten die „Brecher Hoase“ mit einem schwungvollen Tanz ihr Können und wurden unter großem Beifall verabschiedet. Am Ende des Konzerts stand der gemeinsame Auftritt der beiden Chöre zusammen mit dem Streicherensemble, Walter Born als Begleiter und Benedikt Bach als Dirigent. Bei „Durch die Reihen hinzufliegen“ und dem Chor der Landleute „Seht am Strauch die Knospen springen“ aus der Oper Die verkaufte Braut vermochten die beiden Chöre mit sicherer und gefühlvoller Gestaltung noch einmal Akzente zu setzen. Verabschiedet wurden die Zuhörer schwungvoll unterhaltsam mit einer bunten Melodienfolge aus dem Weißen Rössel. rf

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