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Buchvorstellung: Nur wer selbst inspiriert ist, kann andere begeistern

David Kadel. David Kadel.
Hünfelden-Gnadenthal. 

„Wenn du für Sonne betest, lass den Schirm zu Hause. Von erhörten Gebeten und anderen Wundern“, heißt das Buch, das TV-Journalist, Autor und Persönlichkeitscoach David Kadel auf Einladung der Jesus-Bruderschaft in der Galerie Kloster Gnadenthal vorstellte.

Wozu beten, wenn Gott lehrt: Mein Wille geschehe! Wenn man Gott nicht begegnet, ist Glaube dann ein Hirngespinst? An Gott zu glauben scheint heutzutage immer schwieriger zu werden. Warum ist es so schwer, ihn zu verstehen? Was bedeutet Christsein? Diesen und weiteren Fragen rund um das Thema Glauben ging David Kadel in der Galerie Kloster Gnadenthal nach. Jutta Ebersberg, Vorsitzende der Jesus-Bruderschaft, stellte den Autor dem Publikum vor.

Manch einem mag Kadel bereits bekannt gewesen sein als Moderator der wöchentlichen Talk-Sendung „N24 Ethik“, wo er seinerzeit in über hundert Sendungen mit Prominenten wie Norbert Blüm, Ulrich Wickert und Christian Wulff über gesellschaftsrelevante ethische und religiöse Themen diskutierte. Seit einigen Jahren arbeitet Kadel zudem als Mentaltrainer in der Fußball-Bundesliga sowie in der Deutschen Leichtathletik-Nationalmannschaft mit Trainern und Sportprofis. Auch Firmen berät er, insbesondere in der Burnout-Prävention. Sein wohl bekanntestes Buch: „Die Fußball-Bibel“, die er zusammen mit 20 christlichen Fußballstars wie Jürgen Klopp und David Alaba vom FC Bayern zur WM 2014 geschrieben hat. In Gnadenthal präsentierte er nun sein neustes Buch: „Wenn du für Sonne betest, lass den Schirm zu Hause. Von erhörten Gebeten und anderen Wundern“.

Launig plauderte Kadel aus seinem Leben: Geboren in Süddeutschland als Sohn einer persischen Religionslehrerin habe er nach dem Abitur in Gießen Theologie studiert. Während dieser Zeit habe er mit seinen Professoren gestritten, die meinten, Gott könne man nicht begegnen, dies sei eine Metapher, sonst nichts. – „Ich“, so Kadel, „glaube, da ist mehr.“ Er habe Menschen in seinem Umfeld befragt: In welchen Momenten bist du Gott begegnet? Welche Schlüsselerlebnisse hattest du? Viele von ihnen berichteten ihm von außergewöhnlichen Erlebnissen, meist dann, wenn etwas in ihrem Leben schief gelaufen sei.

Auch er selbst habe sich in solchen Momenten vor seinem geistigen Auge wie an einer Wegkreuzung unentschlossen auf einer Bank sitzen sehen und auf eine Antwort von Gott gewartet. Denn er sei überzeugt gewesen, wer Fragen stelle, erhalte auch Antworten. Und so entstand ein Buch mit zahlreichen Erzählungen von Menschen, die in ihrem Alltag, aber auch in schwierigen Situationen in ihrem Leben Wunder-Bares erfahren haben. Einige der Berichte stellte Kadel in Gnadenthal vor, darunter den einer Frau, in deren Kindheit das Geld in ihrem Elternhaus oft knapp war, doch wie durch ein Wunder habe zuweilen ein Umschlag mit genau dem fehlenden Geldbetrag im Briefkasten gelegen und niemand habe gewusst, woher das Geld kam. In einer anderen Geschichte schildert ein Mann, wie er als Kind unter ADHS gelitten, wie ungeliebt er sich gefühlt habe, wie er nicht mehr leben wollte. Doch irgendwann habe er erkannt, dass er geliebt wird. Mit der Zeit habe es ihm nichts mehr ausgemacht, nicht zu sein wie andere. Und schließlich berichtete Kadel auch von eigenen Erfahrungen. Er sorge sich nicht, verriet er – er rechne in allen Lebenssituationen mit Gott. Die Bibel sei für ihn das beste Coachingbuch. Ein Gebet bietet Kadels Auffassung nach auch die Chance zur Inspiration. Und in der reizüberfüllten Welt von heute brauche man Inspiration. „Inspirare“ komme aus dem Lateinischen und bedeutet entfachen – „on fire sein“, erklärte er. Vielen Menschen mangele es heutzutage an Inspiration. Die meisten Top-Manager, denen er als Inspirationstrainer auftrage, mal aufzuschreiben, wann sie das letzte Mal inspiriert waren, brächten ihm einen leeren Zettel. Dabei sei Inspiration wichtig: Denn nur wer inspiriert ist, für etwas brennt, kann auch andere begeistern.

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