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Sanierung: Oberselters: Es geht voran mit dem Bürgerhaus

Von 660 000 Euro sind bisher in die Sanierung des Bürgerhauses geflossen, die ersten beiden Bauabschnitte mit rund drei Millionen veranschlagt. Am Anfang stand die Erneuerung der Gaststätte. Sie öffnet im Dezember wieder. Es folgen großer Saal und Bühne.
Bärbel Stillger und Jan Subat vom Bad Camberger Stadtbauamt schauen sich den neu gestalteten Thekenbereich an. Foto: Petra Hackert Bärbel Stillger und Jan Subat vom Bad Camberger Stadtbauamt schauen sich den neu gestalteten Thekenbereich an.
Oberselters. 

Manche kommen jeden Freitag. Andere an anderen Tagen. Immer wieder stehen interessierte Oberselterser am Bürgerhaus und beobachten den Baufortschritt. Denn nicht nur das Gebäude an sich wird gebraucht, sondern auch die Gaststätte. Die nächsten Geburtstage und Weihnachtsfeiern sind bereits fest gebucht, und Bärbel Stillger vom Stadtbauamt musste schon sehr viele Fragen beantworten. Sie beruhigt: „Die Gastwirtschaft öffnet im Dezember wieder.“

Frische Farben prägen die Ansicht. Das Blau soll an das Oberselterser Mineralwasser erinnern. Von links sind Restaurant, Saal 2 und Foyer zu sehen. Bild-Zoom
Frische Farben prägen die Ansicht. Das Blau soll an das Oberselterser Mineralwasser erinnern. Von links sind Restaurant, Saal 2 und Foyer zu sehen.

Seit Februar ist sie geschlossen. Um diese Vakanz so kurz wie möglich zu halten, wurden alle Bauarbeiten in diesem Bereich in den ersten Abschnitt gezogen. „Insgesamt gibt es drei Bauabschnitte“, erläutert die Architektin. Zunächst ist die Kegelbahn verschwunden. Sie war sanierungsbedürftig und nicht mehr ausgelastet. Stattdessen wurden dort Küche und Nebenräume für die Gastronomie geschaffen.

Konzept der Sanierung

Marodes Dach, marode Grundleitungen, die aktuellen Anforderungen an Brandschutz und energetische Standards nicht erfüllt, fehlende Nebenräume, Toiletten, Personalbereiche – mit diesen baulichen und

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Der zweite Bauabschnitt, der nun folgt, umfasst im Wesentlichen das Bürgerhaus. „Der große Saal mit der Bühne und den angegliederten Nebenräumen bleiben in ihrer Kubatur unverändert“, sagt Bärbel Stillger. Die prägnante Architektur soll erhalten werden, was von außen betrachtet besonders auf das stufige Dach zutrifft. „Dachtragwerk und Dachdeckung werden saniert, der komplette Innenausbau einschließlich der technischen Ausstattung des Gebäudes umfassend erneuert und modernisiert.“ Doch noch mehr: Stuhllager, Getränkelager und Sanitärbereiche werden vergrößert, außerdem notwendige Technikräume geschaffen.

Wichtig: Der Eingang zum Gebäude wird verlegt. So wird in direkter Anbindung an Foyer und Gastronomie ein zweiter Saal geschaffen. Das ist der Ersatz für den alten Brunnenraum. „Die Genehmigung für diesen Bauabschnitt liegt seit Mitte November vor. Mit den Abrissarbeiten wurde direkt im Anschluss begonnen. Die Folgewerke sind bereits vergeben“, sagt Bärbel Stillger. Geplante Bauzeit: etwa ein Jahr.

Das Innere der Halle: Zurzeit ist hier noch einiges untergestellt. Bild-Zoom Foto: Petra Hackert
Das Innere der Halle: Zurzeit ist hier noch einiges untergestellt.

Darauf folgt der dritte Bauabschnitt. Denn im Anschluss an das Bürgerhaus soll die hinten angegliederte Feuerwehr saniert werden.

Auch dort gab es ein Problem: Die vorhandenen Räumlichkeiten entsprechen nicht den technischen und funktionalen Anforderungen an ein modernes Feuerwehrhaus. Konkret: Die Sozialbereiche sind zu klein und mangelhaft abgetrennt, auch Lager- und Werkstattbereiche müssen erneuert werden. Stillger erklärt: „Alle Vorplanungen hierfür sind bereits erstellt und in der Gesamtplanung berücksichtigt.“

Warum dauert das Ganze so lange? Diese Frage wurde immer wieder gestellt, und tatsächlich handelt es sich um keine einfache Baustelle. Das Bürgerhaus liegt sehr idyllisch, direkt zwischen Radweg und Emsbach. „Baurechtlich ist das jedoch der Außenbereich von Oberselters, damit nach heutiger Rechtsauffassung nicht zulässig“, erklärt Bärbel Stillger. Die Baugenehmigung für den ersten Bauabschnitt konnte noch aufgrundlage der Bestandssituation beziehungsweise der Ursprungs-Baugenehmigung erfolgen. „Für den zweiten Bauabschnitt musste dann zusätzlich eine Eingriffs- und Ausgleichsplanung vorgenommen werden.“ Das ist nötig, um den Belangen des Naturschutzes gerecht zu werden. Schließlich hat die Stadt Bad Camberg einen Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan gefasst. Erst damit sind die Voraussetzungen für eine Baugenehmigung des dritten Bauabschnitts, die Sanierung des Feuerwehrhauses, geschaffen.

Energiestandards, Gestaltung und Kosten

„Das neue Bürgerhaus wird mit einer modernen Wärmepumpe beheizt. Lediglich für die Abdeckung der Spitzenlasten wird die Gastherme genutzt“, erklärt Bärbel

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Zur schwierigen rechtlichen Seite kommt die Konjunktur in der Bauwirtschaft: Die Firmen sind ausgelastet. Stillger: „Bei manchen Gewerken war es schon bei der Ausschreibung schwierig, überhaupt mehrere Angebote zu erhalten. Besonders in den Sommerferien war die allgemeine Auslastung so stark spürbar, dass die Firmen kaum auf die Baustelle zu bekommen waren. Dadurch verzögerte sich die Fertigstellung der Gaststätte.“

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