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Flüchtlinge in Hessen: Patienten ohne Wohnung spenden für unbegleitete Flüchtlingskinder

Von links: Die Patienten des Fachkrankenhauses Vielbach, Bernard Rauch und Frank Commercon, begleitet von Klinikleiter Joachim Jösch, überreichen ihre Spende an den Leiter der DRK-Flüchtlingsunterkunft in Pottum, Detlef Gösel. Mit dabei waren auch die Betreuerinnen Judith Ancke und Eva Göbler sowie einige der in Pottum betreuten Jugendlichen aus Afghanistan und Syrien. Von links: Die Patienten des Fachkrankenhauses Vielbach, Bernard Rauch und Frank Commercon, begleitet von Klinikleiter Joachim Jösch, überreichen ihre Spende an den Leiter der DRK-Flüchtlingsunterkunft in Pottum, Detlef Gösel. Mit dabei waren auch die Betreuerinnen Judith Ancke und Eva Göbler sowie einige der in Pottum betreuten Jugendlichen aus Afghanistan und Syrien.
Westerwald. 

Insgesamt 500 Euro erbrachte eine Spendenaktion zugunsten unbegleiteter Flüchtlingskinder im Fachkrankenhaus in Vielbach.

Patienten und Mitarbeitende haben diesen Betrag im Rahmen ihrer Weihnachtsfeier gesammelt. Zur Rehabilitation in Vielbach weilende Patienten hatten davon gelesen, dass in einer Unterkunft des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Pottum 18 geflohene Kinder und Jugendlichen betreut werden. Das DRK hatte zu Spenden aufgerufen.

Zuvor hatte in der Klinik die Themenwoche „Heimatlosigkeit“ stattgefunden. Die Patienten gingen deshalb während der Weihnachtsfeier mit einer Spendendose von Tisch zu Tisch und waren hoch erfreut über die große Spendenbereitschaft. Bemerkenswert an dieser Aktion ist besonders zweierlei: Fast alle Rehabilitanden der Klinik sind alleinstehend, drei Viertel von ihnen sind ohne Wohnung und ohne Heimat. Fast alle müssen mit Hartz IV auskommen und wissen, was es heißt ohne Heimat, ohne Bleibe und arm zu sein. Deshalb kam die Idee auf, mit einem kleinen Beitrag jungen Flüchtlingen, die alles verloren haben und ohne Familie in der Fremde sind, zu helfen. Der Leiter der DRK-Einrichtung in Pottum, Detlef Gösel, freute sich mit den jugendlichen Bewohnern über die „mitfühlende Aufmerksamkeit der Patienten, die überraschende und tolle Idee und deren spontane Umsetzung noch kurz vor Weihnachten“. Und die Vielbacher Patienten freuten sich, auch einmal andere Bedürftige unterstützen zu können.

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