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Perfekt inszeniert, toll gesungen und gespielt

Unterhaltung auf höchstem Niveau bot der Gesangverein „Frohsinn“ Erbach seinen zahlreichen Gästen in der Erbacher Kirche. Mit jedem Konzert-Beitrag bot sich dem Zuhörer eine neue musikalische Formation - und das ohne eine Spur von Unruhe zu verbreiten.
Der GV „Frohsinn“ Erbach unter der Leitung von Dr. Georg Hilfrich mit Tenor Keith Ikaia-Purdy, dem musikalischen Leiter von „Opera et Cetera“. Am Klavier: Alexander Scherer von „Opera et Cetera“.	Foto: Brendgen Der GV „Frohsinn“ Erbach unter der Leitung von Dr. Georg Hilfrich mit Tenor Keith Ikaia-Purdy, dem musikalischen Leiter von „Opera et Cetera“. Am Klavier: Alexander Scherer von „Opera et Cetera“. Foto: Brendgen
Camberg-Erbach. 

   Die oft langanhaltenden Beifallsbekundungen ließen beim Konzert des GV „Frohsinn“ immer genügend Zeit für einen Szenenwechsel. Einer konnte die „Umbaupausen“ besonders gut nutzen: Dr. Georg Hilfrich. Allein seine atemberaubenden Wechsel vom Dirigenten-Pult hoch zur Orgel und wieder nach unten zum Klavier und umgekehrt verdienten großen Respekt.

Eröffnet wurde der Abend mit Leonard Bernsteins „A Simple Song“. Wie die Stimme aus dem Off betrat Tenor Keith Ikaia-Purdy singend den Kirchenraum und ging nach vorn in den Altarraum. Eine Stimme, die nach einem greift und nicht mehr loslässt. Dieser Mann, der auf allen großen Bühnen der Welt gesungen hat, ist der Leiter der Gruppe „Opera et Cetera“, die das Konzert mitgestaltete.

Danach stimmten die Sänger des GV „Frohsinn“ das „Kyrie“ von Malcolm Archer an. Ein Klang baute sich auf, so satt und gleichzeitig samtweich, dass man ihn einatmen wollte. Auch beim folgenden Stück, dem „Veni Jesu“, präsentierte sich der Chor aufs Trefflichste. Hilfrich hatte das Stück von Luigi Cherubini für Männerchor und Tenor-Solo selbst arrangiert, das Solo gestaltete Keith Ikaia-Purdy.

Überwältigend in der Dynamik war auch das Stück „Constitues“ von Leos Janacek, einfühlsam begleitet am Klavier von Alexander Schäfer von „Opera et Cetera“. Die Sänger sind präsent, sie stehen im direkten Kontakt zum Dirigenten und zum Publikum. Und nur so kann erstklassiger Chorklang auch unter schwierigen akustischen Bedingungen wie in der Erbacher Kirche wunderbar gelingen.

Erstklassig waren auch die anderen Interpreten des Abends, allen voran Trompeter Markus Ruckes. Musiker und Instrument sind eins und treffen einen im Innersten. In der „Sonata vespertina“ von Vejvanovsky musizierte er mit Organist Hilfrich. Wunderschön, wie die Trompete die Klänge der Orgel aufgreift, sich einklinkt wie eine zusätzliche Orgelpfeife, um sich dann klangvoll zu emanzipieren.

Ein echter Ohrenschmaus war das „Panis Angelicus“ (Cesar Franck), vorgetragen vom Ensemble „Opera et Cetera“. Danach präsentierte Ensemble-Mitglied Kara Bishop (Koloratursopran) mit einem glockenhellen Vibrato die Bach-Kantate „Mein gläubiges Herze“, begleitet wurde sie am Klavier von Scherer und Hilfrich.

Von der Empore herab sang Pascal Mehl von „Opera et Cetera“ ein ergreifendes „Ave Maria“ von Franz Schubert. Mit dem Song „The Prayer“ beeindruckten Ikaia-Purdy und Sopranistin Jessica Fründ mit ihren tollen Stimmen einmal mehr das begeisterte Publikum. Mit „Morning has broken“ schlugen Zachary Wilson (Gesang) und Alex Winn (Gitarre) etwas sanftere, aber nicht weniger schöne Töne an.

Zum Schluss fanden sich nochmals alle Akteure im Altarraum ein und beendeten das Konzert gemeinsam.

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