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Prüfung dauert länger: Pläne zur Umgestaltung des Neumarkts kommen nicht voran

Was ist eigentlich aus den Vorschlägen geworden, die Bürger im vergangenen Sommer zur Umgestaltung des Neumarkts gemacht haben? Laut ursprünglichem Zeitplan sollten sie längst ausgewertet sein. Doch es dauere länger, sagt Bürgermeister Dr. Marius Hahn. Und das habe Gründe.
Im Juli vergangenen Jahres durften die Limburger Bürger in der „Sandbox“ spielerisch den Neumarkt gestalten. Foto: Johannes Koenig Im Juli vergangenen Jahres durften die Limburger Bürger in der „Sandbox“ spielerisch den Neumarkt gestalten.
Limburg. 

Bürgermeister Dr. Marius Hahn (SPD) scheint es mit der Neugestaltung des Neumarkts nicht sonderlich eilig zu haben. Zwar kündigte er in einer Antwort auf eine Anfrage des CDU-Stadtverordneten Dr. Christopher Dietz an, den Stadtverordneten „in Kürze“ eine Beschlussfassung vorzulegen. Er machte aber auch deutlich, die Ergebnisse des sogenannten Sandbox-Verfahrens vom Juli vergangenen Jahres würden noch immer geprüft, was länger dauere als geplant, schließlich gebe es zum Neumarkt eine „vielschichtige Interessenlage“. Außerdem müssten noch die Anregungen mit den Beschickern des Wochenmarkts diskutiert werden. Und schließlich sollten auch die „Summer Games“ 2017 wie geplant durchgeführt werden.

Sandbox als Mahnmal

In seiner Anfrage hatte der CDU-Kommunalpolitiker kritisiert, die Sandbox „fristet als Mahnmal für unerledigte Aufgaben im Erdgeschoss des Rathauses ein tristes Dasein“ und wollte wissen, wann eine fachliche und städtebauliche Bewertung der im Sandbox-Verfahren entwickelten Gestaltungsvorschläge im Ausschuss vorgestellt werden.

Im Juli 2016 hatte die Verwaltung einen Tag lang zufällig vorbeikommende Passanten auf dem Neumarkt gebeten, anhand eines Modells den größten Platz in Limburg nach eigenen Vorstellungen zu gestalten (Sandbox-Verfahren). Zuvor hatten CDU und Grüne, die eine Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung haben, durchgesetzt, diese „Sandkastenspiele“ seien nur mit dem Baumbestand (Platanen), ohne Parkplätze und mit dem Wochenmarkt möglich. Der Bürgermeister wollte ursprünglich, dass die Passanten den Neumarkt auch ohne Bäume und mit Parkplätzen gestalten dürfen. Nach einem Beschluss von CDU, FWG und Grünen in der vergangenen Wahlperiode muss der Neumarkt künftig parkfrei sein. Bürgermeister Hahn wirbt darum,ein paar Parkplätze vor den Arztpraxen zu belassen. Vor allem der Einzelhandel möchte, dass alle Parkplätze bleiben; diese gelten gerade bei älteren Menschen als sehr beliebt. Ein erster Entwurf zur Neugestaltung des Neumarkts war von allen Beteiligten abgelehnt worden. Deshalb gab es die Idee, die Bürger mit ihren Ideen stärker einzubinden.

Welche dieser Ideen aus Sicht der Verwaltung es Wert sind, umgesetzt zu werden, steht noch nicht fest. Unklar ist zudem, wie die Neugestaltung des Neumarkts finanziert werden soll; es geht dabei um Kosten in Höhe von zwei Millionen Euro. Im Rahmen eines Förderprogramms war ursprünglich vorgesehen, den Neumarkt schon im vergangenen Jahr umzugestalten. Diese Pläne wurden jedoch zurückgestellt. Inzwischen steht fest, dass nicht mehr ausreichend Fördergelder zur Verfügung stehen. Die mögliche Alternative, wenn auch die Ideen aus dem Sandbox-Verfahren nicht überzeugen können: Der Platz bleibt so wie er ist. dick

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