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Markthalle als Ort des Kennenlernens: Reinschnuppern in den Beruf

Nach dem erfolgreichen Auftakt im vergangenen Jahr geht die Ausbildungsmesse „DO IT!“ nun in die zweite Runde. Seit gestern werden dabei in der Markthalle zahlreiche Berufe für Jugendliche aus der Region praxisnah vorgestellt.
Die Schülerinnen Joana Bartuszewski (links) und Nina Berrendorf-Christ übten sich betreut von Auszubildenden Sarah Kleinschmitt (rechts) als Floristinnen. Die Schülerinnen Joana Bartuszewski (links) und Nina Berrendorf-Christ übten sich betreut von Auszubildenden Sarah Kleinschmitt (rechts) als Floristinnen.
Limburg. 

Behutsam wickeln die beiden Schülerinnen Joana Bartuszewski und Nina Berrendorf-Christl den Blumendraht um das weiße Schleierkraut bis ein Blumenband entsteht. Umringt sind sie von bunten Blüten, Dekomaterial und Floristik-Arbeitswerkzeug. Es sei ein besonders schöner Beruf, bei dem man nicht nur kreativ sein könne, sondern auch anderen eine Freude machen kann, findet Sarah Kaltschmitt, die als Auszubildende im zweiten Lehrjahr die Praktikanten am Floristenstand betreut.

„Das wär was für mich“, kommentiert die Marienschülerin Joana den Floristenberuf. Und auch ihre Klassenkameradin Nina hätte nicht gedacht, dass ihr dieses Reinschnuppern soviel Freunde bereiten würde. Gleich für mehrere Mini-Praktika konnten sie sich an diesem Tag anmelden und so verschiedene Berufe antesten.

Statt Schulunterricht stand so für mehrere Hundert Schülerinnen und Schüler gestern am Eröffnungstag der mehrtägigen Messe „DO IT!“ in der Markthalle praktische Berufsorientierung auf dem Stundenplan. Überall in der Markthalle herrschte reges Treiben an den Ständen: es wurde gebacken, gebürstet und geschraubt.

Mini-Praktika

Auch die beiden Schülerinnen Eileen Manderla und Maike Nagel aus Weilburg zeigten sich tatkräftig. Am Stand des Tischlereiberufes legten sie nach einer kurzen Einweisung selbst Hand an. Vorsichtig und betreut durch Schreinermeister Thilo Lorenz und Azubi Marius Herrmann sägten sie an der Werkbank und gestalteten aus dem Naturwerkstoff Holz einen individuellen Flaschenöffner. Es mache Spaß, sei aber nicht wirklich ihr Traumberuf, berichteten die Mädchen. Die Messe finden die beiden sinnvoll, so könnten sie sich schon einmal ein Bild von den späteren Möglichkeiten machen, finden sie. Für die beiden Schülerinnen stehen an diesem Tag insgesamt drei etwa 45 Minuten dauernde Mini-Praktika auf dem Plan: Bei den Tischlern, den Friseuren und den Veranstaltungskaufleuten.

Gleich nebenan am Nachbarstand versucht Jannik Schnorr Fragen auf seine Antworten zu bekommen. „Ich möchte Fachlagerist werden“, sagt der junge Mann, der eine Ausbildungsstelle sucht und sich auf der Messe beraten lassen möchte. Zudem würde er gerne erfahren, wo der Berufsschulunterricht für die Lageristen stattfindet, erklärt er begleitet von zwei Pädagoginnen eines berufsintegriertem Projekts.

Den Blick weiten

„Viele junge Leute kennen nur etwa zehn Berufe“, sagt Elisabeth Schneider von dem Bauunternehmen Albert Weil, Mitinitiatorin der Messe und Mitarbeiterin des Organisationsteams. Während der Messe könnten die jungen Menschen sehen, wie vielfältig die Berufslandschaft im Landkreis ist und sich vor Ort davon überzeugen. Durch die praktische Tätigkeit könne man zudem auch seine eigenen Fähigkeiten kennenlernen.

„Jetzt ist sie im vollen Gange“, sagte sie über die zweite Auflage und freut sich über den regen Zuspruch. Fast 1800 Schülerinnen und Schüler hätten sich bislang angemeldet, erklärte sie über die Messe, die bis zum Freitag, 13. März, stattfindet. Am Donnerstag, 12. März, ist die Messe in der Zeit von 13 bis 16 Uhr auch für alldiejenigen geöffnet, die sich bislang nicht angemeldet haben und dies noch tun möchten.

Am Sonntag, 15. März, findet in der Markthalle zudem der Treffpunkt „Ausbildung“ statt, zu dem die Organisatoren alle Interessierten einlädt. Über 40 Ausbildungsbetriebe aus der Region werden dann zu Gast in der Markthalle sein und gerne mit den zukünftigen Azubis ins Gespräch kommen. Dies sei ein guter Weg, mit den Unternehmen ins Gespräch zu kommen, findet Elisabeth Schneider. Vielleicht ist dieser Tag auch der Glückstag für junge Menschen, die noch einen Ausbildungsplatz suchen und ihre Bewerbungsunterlagen gleich mitbringen.

Weitere Informationen zur Messe gibt es auch im Internet unter www.doit-limburg-weilburg.de. qui

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