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Künstlerin hilft Straßenkindern in Bombay: Renate Mennekes Farbspuren

Seit mehr als 30 Jahren kommt sie schon nach Gnadenthal, vor zwölf Jahren zog sie mit ihrer Familie schließlich in die Nähe, nach Bad Camberg. Inzwischen hat Renate Menneke ein Atelier in Gnadenthal, ihre Bilder sind weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt.
Renate Menneke. Renate Menneke.
Hünfelden-Gnadenthal. 

. „Farbspuren“ – unter diesem Titel präsentiert die Jesus-Bruderschaft bis September eine Ausstellung mit Bildern von Renate Menneke. Zum Auftakt hatte die Kommunität zur Matinee geladen und viele Kunstinteressenten waren der Einladung in die Galerie Kloster Gnadenthal gefolgt. Musikalisch außerordentlich passend umrahmt wurde die Veranstaltung von Nils Weier am Flügel mit einem etwas ungewöhnlichen Werk, mit dem er beim Publikum stürmischen Applaus erntete – einem Stück aus der Feder von Friedrich Gulda: „Play piano play“. In einem Gespräch zwischen Jutta Ebersberg, der Vorsitzenden der Jesus-Bruderschaft, und Renate Menneke stellte die Künstlerin sich und ihr Schaffen vor.

Viele ihrer großformatigen Gemälde hängen in öffentlichen Einrichtungen, in Banken, Krankenhäusern und Gemeindeeinrichtungen, aber auch in privaten Häusern. Darüber hinaus ist sie zudem als Architekturberaterin tätig. Für den Rotary Club Bad Camberg hat sie ein Weinetikett entworfen, wofür dieser sich bei ihr bedankte, indem die Rotarier für das anschließende Büffett für die Ausstellungsbesucher im Äbtissinnenhaus den Wein spendierten.

Leuchtende Farben

Ihre Ölgemälde strahlen. Nahezu jedes von ihnen trägt ein leuchtendes Gelb in sich. „Die meisten Bilder sind gelb grundiert“, verriet sie lachend. „Das ist mir besonders wichtig – dass das Licht Gottes schon mal drauf ist.“ Auch auf eigentlich eher dunklen Bildern ist es zu sehen und gerade hier strahlt es ganz besonders. Nach der Grundierung trägt sie Schicht für Schicht auf, wischt wieder ab, trägt erneut eine Schicht auf, bis zu sieben Mal. Dadurch wirken ihre Bilder hintergründig, faszinieren, ziehen den Betrachter in ihren Bann. Und sie sprühen voller Energie, wirken lebendig, lebensfroh. Renate Menneke gelingt es, mit den Farben zu spielen. Ein Bild mit schrillen Rottönen – für das Farbempfinden der meisten Menschen vor 30 Jahren ein absolutes No-Go!!!! Für Renate Menneke kein Problem. Sie jongliert mit den Farben und dem Material, schafft und kreiert… und bändigt alles – zu einem stilvollen, lebensfrohen Arrangement, das Lust auf mehr macht. Mit Begeisterung wandelten Besucher, Gäste und Kunstfreunde von Bild zu Bild, studierten die Gemälde von nah und fern, plauderten miteinander und mit der Künstlerin. „Farbspuren“, so meinte Jutta Ebersberg einführend bei ihrer Begrüßung, sei eher untertrieben; „Farbfest“ würde es besser treffen.

Raus aus der Prostitution

Doch Spuren hinterlässt Renate Menneke nicht nur in Farbe und auf Leinwand – jedes Mal, wenn sie ein Bild verkauft, schickt sie ihren Erlös an eine christliche Organisation in Indien, die sich speziell um Straßenkinder in Bombay kümmert, die zur Prostitution gezwungen werden, sie aus dem Zuhälter-Milieu herausholt, sie in Familien unterbringt, ihnen ärztliche und psychologische Hilfe anbietet, ihnen Kleidung und Nahrung gibt, sie zur Schule schickt.

 

Weitere Informationen zur Künstlerin und ihrem Werk unter www.renate-menneke.de. Die Ausstellung ist zu besichtigen bis 15. September. Der Eintritt ist frei. Öffnungszeiten: montags bis freitags von 10 bis 12 und 14 bis 18 Uhr, samstags von 10 bis 14 Uhr sowie sonntags nach dem Gottesdienst. Informationen zur Ausstellung sind erhältlich bei der Buchhandlung Kloster Gnadenthal, Hof Gnadenthal 17 a, Telefon:  (0 64 38) 8 12 60, E-Mail: buchhandlung@jesus-bruderschaft.de.

 

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