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Rohbau für das 20-Millionen-Projekt ist fertiggestellt: Richtkrone weht über dem Weilburger Hallenbad

Von Die Richtkrone weht seit einigen Tagen über dem Neubau des Kreishallenbads in Weilburg. Das 20-Millionen Projekt des Landkreises Limburg-Weilburg geht zügig voran– sogar etwas schneller als gedacht.
Einen tollen Ausblick auf das Weilburger Schloss haben die künftigen Badegäste des neuen Kreishallenbads. Einen tollen Ausblick auf das Weilburger Schloss haben die künftigen Badegäste des neuen Kreishallenbads.
Weilburg. 

Im Spätherbst 2018 soll der Neubau des Kreishallenbads Weilburg fertiggestellt sein. Das alte Gebäude war nicht mehr sanierungsfähig. Künftig wird den Gästen neben zwei Schwimmbecken und Sauna in gewohnter Größe ein tolles Außengelände zum Verweilen in der Sonne sowie ein Bistro mit Außenbewirtschaftung geboten.

„Das neue Kreishallenbad wird sich bestens ins Weilburger Stadtbild einfügen“, sagte Landrat Manfred Michel (CDU). Mit den drei Werkstoffen Holz, Glas und Kupfer werde sich das Bad nach außen präsentieren. „Auf Beton verzichten wir dabei ganz“, so der Kreischef. Der Baukörper ist 56 Meter lang und 32 Meter breit. Es wird zwei Schwimmbecken aus Edelstahl geben. Dabei handelt es sich um ein Sportbecken in altbewährter Größe von 25 Mal zehn Meter und ein von einer Glaswand abgetrenntes Multifunktionsbecken, das 80 Quadratmeter groß sein wird. „Aus meiner Sicht ist dieses Becken das absolute Highlight des Neubaus“, erklärte Michel.

Komplett barrierefrei

Zum neuen Kreishallenbad werden außerdem zwei Saunaräume gehören. Das großzügige Bistro mit 45 Sitzplätzen kann auch von externen Gästen wie Rad- und Kanuwanderern genutzt werden. Die Gänge im neuen Bad seien hell und lichtdurchflutet. Eine Neugestaltung werde es im Außenbereich geben. Dort sei ein terrassenförmiger Abfall zur Lahn hin geplant. Es werde Liegestühle geben, wo die Gäste entspannen können.

Blick ins Gebäudeinnere auf eines der beiden Schwimmbecken des Kreishallenbads. Bild-Zoom
Blick ins Gebäudeinnere auf eines der beiden Schwimmbecken des Kreishallenbads.

Das komplette Gebäude wie die Außenanlage werde barrierefrei gebaut. Auch Duschen, Toiletten und Umkleideräume seien von Rollstuhlfahrern nutzbar. Im Obergeschoss des Gebäudes werde es eine Galerie, einen Balkon und Ruheräume geben. Michel dankte allen Beteiligten und zeigte sich sicher, „dass unser neues Kreishallenbad die Stadt Weilburg, aber auch den gesamten Landkreis Limburg-Weilburg enorm bereichern wird“. Den Gästen werde hier ab kommendem Jahr ein Schwimmbad moderner Prägung zur Verfügung stehen, in dem die Gäste Wohlfühlathmosphäre vorfinden.

Schutz vor Hochwasser

Derzeit liegen die Arbeiten zwei Wochen vor dem ursprünglichen Zeitplan. Matthias Losacker vom Architekturbüro Ritz & Losacker merkte an, dass das Dach des Gebäudes begrünt werde. Beim Blick vom Schloss herab, erinnere das Dach an den Schlossgarten. Der Baukörper sei parallel zur Lahn und Bahnhofstraße platziert und passe sich somit besser als der Vorgänger ans Stadtbild an. Es gebe auch eine Blickachse zum Schifffahrttunnel. Die Höhe reicht von 4,59 Meter (Umkleide) über 7,30 Meter (Badehalle) bis maximal 8,20 Meter (Sauna). Im Mittelwert sei das Bad, wie Losacker erläuterte, 4,60 Meter niedriger als das alte Schwimmbad.

Es sei auch an drohende Hochwasserereignisse gedacht worden, so dass der Fußboden 1,50 Meter über dem Wasserspiegel des Jahrhunderthochwassers 1984 liege. Losacker sprach von „einem der komplexesten Bauwerke der Stadt Weilburg in den letzten 50 Jahren“.

Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich (CDU) lobte die Entscheidung des Kreistags für den Bau – in Zeiten, wo anderswo Bäder komplett geschlossen würden. Die Region brauche aber weiterhin ein Hallenbad in Weilburg. Dabei sei ein moderner Neubau sinnvoller als eine Sanierung des Altgebäudes. Größere Sanierungen seien am Ende auch nicht kostengünstiger und meistens aus funktionaler Sicht nicht die Ideallösung.

Weilburgs Bürgermeister Dr. Johannes Hanisch (CDU) sagte, er sei froh, dass „wir schon im Rohbau sitzen“. Auch rund um das Bad herum werde Weilburg sich neu entwickeln.

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