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Holzheimer „Marathon-Mann“ Bernd Klees lief 42 500 Kilometer: Rund um den Erdball

Von Die Erde hat Bernd Klees schon einmal umrundet. Doch noch immer begeistert sich der Vorsitzende der Flachter „Tramps“ für das Wandern.
Dieses Helfer-Quartett legte etliche Kilometer auf einem ganz speziellen Wanderweg zurück – rund um den Küchentisch der Aartalhalle. Bilder > Foto: Rolf Kahl Dieses Helfer-Quartett legte etliche Kilometer auf einem ganz speziellen Wanderweg zurück – rund um den Küchentisch der Aartalhalle.
Flacht. 

Bernd Klees (64) aus Holzheim hat einmal die Erde umrundet. Zu Fuß. Im Laufe von vier bis fünf Jahrzehnten hat er rund 42 500 Kilometer unter die Sohlen seiner Lauf- und Wanderschuhe gebracht. 35 000 Kilometer hat er bei den Wanderungen des Deutschen Volkssportverbands (DVV) in ganz Deutschland geschafft. Den Rest erlief sich der „jüngere Klees“ bei Laufveranstaltungen des Deutschen Leichtathletikverbands. Der gebürtige Diezer nahm an fast 300 Marathonläufen teil, unter anderem in Berlin, Frankfurt und Hamburg – mehrfach. Aber auch beim Themselauf in London und dem Ur-Marathon nach Athen lief er mit. Er quälte sich über 100-Kilometer-Märsche in ganz Europa, nahm an der Vier-Tages-Veranstaltung in Irland (160 Kilometer) teil und gehörte zu den Stammbesuchern der „Langen Nacht von Unna“. 7500 Kilometer kamen so zusammen.

Zahlen rückläufig

Sein damals achtjähriger Sohn Markus, berichtet er, brachte ihn vom Fahrrad auf Schusters Rappen. „Markus hatte in der Schule etwas von einer IVV-Wanderung erfahren und wollte unbedingt teilnehmen“, erinnert sich Klees. „Und das Wandern machte mir sofort Spaß.“ Der „Marathon-Mann“ sitzt in der Flachter Aartalhalle und hat seine Augen überall. Hier herrscht Hochbetrieb. Die „Tramps“, deren 1. Vorsitzender Klees seit 1999 ist, veranstalten die 47. Internationalen Volkswandertage. Etwa 900 Wanderfreunde, unter ihnen viele Franzosen, Holländer und Belgier, nehmen die drei angebotenen Strecken über fünf, zehn und 20 Kilometer in Angriff. Und sie wollen versorgt werden – nicht nur mit dem Stempel im Laufbuch, sondern auch mit Essen und Trinken.

Dafür muss gesorgt sein. Ebenso müssen Streckenschilder positioniert und Posten eingewiesen werden, Registrierungen, Bescheinigungen, Abzeichenverkauf oder Startgeldverwaltung müssen reibungslos funktionieren. Die Wanderer müssen auf die Parkplätze eingewiesen werden, für eventuelle gesundheitliche Probleme muss Fachpersonal bereitstehen. „All dies bekommst Du nur gelöst, wenn Du auf eine treue Schar von Helfern zurückgreifen kannst“, lobt Bernd Klees seine rund 40 „Heinzelmännchen“. „Die meisten machen schon seit vielen Jahren mit, denen brauchst Du nichts mehr zu erklären. Die wissen, was zu tun ist.“ Doch Klees betont auch, dass nur wenige jüngere Interesse hätten. Deshalb dankt er insbesondere den Mitgliedern von DRK und Feuerwehr, auf die er sich immer verlassen könne.

Bedauerlich sei der Rückgang der Teilnehmerzahlen. Klees blättert in seinen Unterlagen. Er findet Veranstaltungen mit 3400 Wanderern in Flacht. Seit der ersten Tramps-Wanderung 1981 gingen etwa 100 000 Menschen auf die Strecken. Den rückläufigen Trend begründet der Wanderprofi mit dem Abzug vieler ehemals in Deutschland stationierten US-Amerikaner. „Die brachten früher allein schon 1000 Teilnehmer bei einer Veranstaltung.“ So bleibt die Hoffnung, dass sich ein anderer Trend verstetigt. Klees: „Das Durchschnittsalter bei den Teilnehmern liegt bei 50 plus und mehr. Und da die demografische Entwicklung ja von immer mehr Senioren spricht und die oft gesundheitsbewusst leben wollen, werden wir hoffentlich auch weiterhin Senioren begrüßen dürfen, die zum ersten Mal an solch einer Wanderung teilnehmen.“ Für sie bieten die Tramps seit Januar zwei Permanent-Wanderwege über fünf und zwölf Kilometer an. Beide Strecken wurden vom Wanderverein „Wanderfreunde 84 Diez“ übernommen, der sich bedauerlicherweise im vergangenen Jahr aufgelöst hat. Mehr Infos unter: www.tramps-flacht.de.

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