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SPD sucht Partner

Schwindende Mitgliederzahlen bereiten den Flachter Sozialdemokraten Sorgen. Jetzt gehen sie auf die Suche nach Partnern für eventuelle Fusionen.
Timo Schneider (rechts) und Thomas Scheid, 1. und 2. Vorsitzender des SPD-Ortsvereins von Flacht, machen sich Sorgen hinsichtlich der Mitgliederstruktur im Verein und regten Fusionsgedanken mit Nachbarn an. 	Foto: Kahl Timo Schneider (rechts) und Thomas Scheid, 1. und 2. Vorsitzender des SPD-Ortsvereins von Flacht, machen sich Sorgen hinsichtlich der Mitgliederstruktur im Verein und regten Fusionsgedanken mit Nachbarn an. Foto: Kahl
Flacht. 

Sorgenfalten in den Gesichtern der Flachter Sozialdemokraten während der Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins. Vorsitzender Timo Schneider machte kein Geheimnis daraus, dass es um die Mitgliederstruktur des SPD-Ortsvereins sehr schlecht aussehe und man sich für die Zukunft Gedanken machen müsse. In der Versammlung wurde beschlossen, dass der Vorsitzende Gespräche mit benachbarten Ortsvereinen führen soll, um eine eventuelle Fusion in die Wege zu leiten.

Auch Ortsbürgermeister Thomas Scheid, gleichzeitig Zweiter Vorsitzender des Ortsvereins, stimmte dem zu und ergänzte, dass er sich auch um das bisher sehr intakte Vereinsleben im Ort Gedanken mache. Es gebe immer weniger Personen, die einem Verein beitreten und eine Aufgabe beziehungsweise eine Funktion übernehmen wollten. Scheid: „Wenn wir hier nur ein Allheilmittel wüssten.“

Zur Jahreshauptversammlung waren neben dem fünfköpfigen Vorstand noch ganze fünf Mitglieder des Ortsvereins erschienen. Vorstandswahlen standen nicht auf der Tagesordnung – bis auf die Wahl zweier neuer Kassenprüfer. Hier fiel die Wahl nicht schwer, da von den fünf anwesenden Mitgliedern nur noch zwei zur Wahl standen. Einstimmig wurden Manfred Schneider und Volker Fischer gewählt. Der Kassenbericht des Kassierer Wolfgang Tautz fiel – trotz Wahlkampfs im vergangenen Jahr – gut aus. „Allerdings reicht der Kassenbestand nicht, um den Gemeindehaushalt auszugleichen“, so Timo Schneider.

Ortsbürgermeister Scheid hatte zuvor die gute parteiübergreifende Zusammenarbeit im Gemeinderat herausgestellt und vergangene und anstehende Projekte in der Ortsgemeinde angesprochen, unter anderem den Austausch der Fenster in der Kindertagesstätte und der anstehenden Sanierung einiger Ortsstraßen. „Aufgrund der angespannten Finanzlage kann ich aber nicht mehr Projekte ansprechen.“

Erfreut zeigte sich der Vorstand über die Ergebnisse bei den im letzten Jahr anstehenden Wahlen, deren Ausgang sehr zufriedenstellend gewesen seien. Bei der Wahl des Gemeinderates habe man einen Sitz hinzugewonnen und somit die absolute Mehrheit im Rat. Dies sei zwar schön, aber nur nebensächlich, betonte Schneider. „Da es in unserer Ortsgemeinde nicht um Parteipolitik, sondern um Sachpolitik zum Wohle des Ortes und der Gemeinschaft geht.“

Unter der Leitung des im vergangenen Jahr im Amt bestätigten Ortsbürgermeisters Scheid gestalteten sich die Gemeinderatssitzungen sehr unkompliziert und harmonisch. Es werde zusammen besprochen, diskutiert und gemeinschaftlich abgestimmt. „Froh sind wir auch über die neuen Gesichter in den Reihen der SPD-Gemeinderatsfraktion. Hier haben wir sicherlich fachlich und sozial kompetente Mitglieder hinzugewonnen“, so der Vorsitzende. Zum Ende bedankte sich Schneider noch einmal ausdrücklich bei seinen Vorstandskollegen für die geleistete Arbeit, dem Ortsbürgermeister für die tolle Zusammenarbeit im Gemeinderat und den Anwesenden Mitgliedern für die Treue.

Zwei langjährige Mitglieder verabschiedete Schneider vorab schon einmal, da diese im Herbst ihre Heimatgemeinde in Richtung Norden der Republik verlassen. Hierbei handelt es sich um das langjährige Gemeinderatsmitglied Ilsegret Schaefer und den ehemaligen Vorsitzenden und Kassierer Jörg Schaefer.

(rpk)
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