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Schaurig schön

Von Eigentlich war es der reinste Horror, was zwischen Mudershausen und Bonscheuer ablief. Aber dennoch war es so richtig schön. Die Freunde des Halloween-Festes kamen in dem beschaulichen Dörfchen voll und ganz auf ihre Kosten.
Gruselige Fratzen waren am Samstagabend in Mudershausen unterwegs.	Fotos: Kahl Bilder > Gruselige Fratzen waren am Samstagabend in Mudershausen unterwegs. Fotos: Kahl
Mudershausen. 

Irgendwie wurde man das Gefühl nicht los, dass Vampire, Hexen, Werwölfe Zombies und andere Untote nur darauf warteten, bis die Sonne unterging. Endlich, als es dunkel war, konnten die schaurigen Kreaturen aus ihren Verstecken kommen, die Herrschaft über den Wald zwischen Mudershausen und dem Ortsteil Bonscheuer ergreifen – und Angst und Schrecken verbreiten.

Blutüberströmt

Am Samstag waren sie so etwas wie die Vorboten des keltischen Halloween-Festes, das am kommenden Freitag gefeiert wird. In Mudershausen waren die „Geister“ schon sechs Tage vorher in Feier- und Gruselstimmung. „Das ist nichts für schwache Nerven“, sagte Michael Körner aus Langen bei Darmstadt. Und das, nachdem es der Halloween-Fan gerade mal durch die erste Tür der rund 700 Meter langen Strecke geschafft hatte. Die größte Herausforderung hatte der 45-jährige Single, der im Internet von der Veranstaltung in Mudershausen-Bonscheuer erfahren hatte, da noch vor sich: den Parcours des Schreckens. Mehr als 30 „grauenvolle Mudershäuserer zwischen 14 und 60“ verwandelten das Waldstück zwischen den beiden Ortsteilen in einen Bereich, den man eigentlich gerne schnell wieder verlassen mochte, so gruselig war es dort.

Die Mitglieder des „Kultur und Geselligkeitsvereins Gemütlichkeit 1902“ hatten ein Szenario geschaffen, das es in jeden Horrorfilm schaffen könnte. Und wie im Horrorfilm wurden die Besucher, die teilweise selbst in blutüberströmten Kostümen angereist waren, natürlich genau dann erschreckt, wenn sie nicht damit rechneten. „Beeindruckend, wie viel Mühe, wie viel Technik und Liebe zum Detail in dem Parcours stecken“, sagte Markus Schug aus Flacht, der sich ebenfalls auf die Strecke wagte. Besonders angetan war er von den „perfekt gestylten Gesichtsmasken“.

Madenbrei mit Kruste

Insgesamt sorgte die Horror-Strecke, die in ihrem sechsten Jahr fast um das Doppelte verlängert und mit neuen Schreckelementen versehen worden war, für schaurig-schöne Momente, auch wenn man unterwegs von Werwölfen angegriffen wurde, Monster mit Kettensägen einen verfolgten oder man sogar auf dem elektrischen Stuhl Platz nehmen musste. Wer den mühevollen Pfad überstanden hatte, konnte sich in der höllenartig ausgestatteten Festhalle in Bonscheuer mit Ekelhaftem stärken. Für den Durst und die trocken erstarrte Kehle gab es Monsterbrühe, Werwolfspucke oder Teufelswasser. Wem sich der Magen bis dorthin noch nicht umgedreht hatte und wer noch Hunger verspürte, konnte sich an Madenbrei mit alter Kruste oder abgeschnittenen Diebesfingern stärken. Und nachdem der „Schreckenspfad“ gegen 22 Uhr geschlossen wurde, mischten sich all die Untoten, Geister, Monster, Zombies und Werwölfe unter die Gäste und feierten mit ihnen gemeinsam bei fetziger „Gruselmusik“ bis zum Morgengrauen, das wegen der Zeitumstellung erst eine Stunde später graute. Heute Abend um 18.45 Uhr sendet die Südwest Landesschau einen Filmbericht über die Mudershäuser Schreckensnacht.

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