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Strohballen in Flammen: Schlug Feuerteufel zu?

Der „Feuerteufel von der unteren Aar“ zündelt womöglich wieder. Am Samstag brannte es.
Eine mächtige Rauchwolke zog von den brennenden Heuballen über Flacht. Brandgeruch lag noch den ganzen Morgen über der Aargemeinde. Foto: Rolf Kahl Eine mächtige Rauchwolke zog von den brennenden Heuballen über Flacht. Brandgeruch lag noch den ganzen Morgen über der Aargemeinde.
Flacht/Niederneisen. 

In der Nacht von Freitag auf Samstag standen mehrere Strohballen, die unter einem landwirtschaftlich genutzten Schleppdach am westlichen Ortsrand von Flacht gelagert wurden, in hellen Flammen. Nur durch den schnellen Einsatz der freiwilligen Feuerwehren aus Flacht und Hahnstätten, die gegen 3 Uhr alarmiert worden waren, konnte verhindert werden dass der Brand auf landwirtschaftliche Gerätschaften übersprang, die in unmittelbarer Nachbarschaft lagerten.

Da es an dem Schleppdach, das sich bereits auf Niederneisener Gemarkung befindet (Verlängerung der Flachter Bahnhofstraße zwischen Hinterbach und Lohrbach), keinerlei elektrische Anlagen gibt und dort auch keine Fahrzeuge mit Motorantrieb abgestellt waren, wurde nicht nur in Feuerwehrkreisen sogleich vermutet, dass der Brand vorsätzlich gelegt wurde, zumal das Szenario exakt in das Muster einer Brandserie passt, die vor knapp zwei Jahren zu Ende ging. Eine Bestätigung der Diezer Polizei gab es gestern dafür allerdings nicht. „Die Ermittlungen dauern an“, hieß es auf NNP-Anfrage.

Einsatz kostet das Geld der Steuerzahler

Adventszeit – Zeit auch einen ausgefallenen Weihnachtswunsch zu äußern. Ich wünsche mir, dass „hirnverbrannten Individuen“ wie der sogenannte Feuerteufel, die mit ihren Taten das Leben sowie

clearing

Sollte sich der Verdacht auf Brandstiftung bestätigen, ginge das Feuer vom Samstag auf das mittlerweile beträchtliche Konto eines oder mehrerer „Feuerteufel“, die bis zum 28. Januar 2014 vermutlich 18 (!) Brände gelegt haben. „Die Wahrscheinlichkeit von Fremdeinwirkung“ bezeichnete der Hahnstätter Wehrleiter Werner Böhm seinerzeit als „immens hoch“. Nach dem letzten Brand – eine landwirtschaftliche Halle in der Nähe der Reitanlage in Niederneisen – hatte die Verbandsgemeinde Hahnstätten eine Belohnung ausgelobt; außerdem wurden Eigentümer und Pächter von abseits gelegenen Gehöften, Scheunen, Unterständen und Hallen aufgerufen, verstärkte Kontrollen an ihren Gebäuden durchzuführen. Die Bevölkerung wurde gebeten, bei Verdachtsmomenten sofort die Polizei zu verständigen. Bis zum vergangenen Samstag schienen diese Maßnahmen abschreckend gewirkt zu haben.

(rpk)
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