E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Limburg an der Lahn 25°C

Seifenblasen und Sommerlaunen

Von Ihre „Sommerlaunen“ präsentierte das „Ensemble Amaryllis“ am Samstag in einem zauberhaften Konzert in der evangelischen Kirche am Bahnhof.
Das „Ensemble Amaryllis“ mit instrumentaler Begleitung von Gitarren, Percussion und Violine.	Foto: Bohnhorst-Vollmer Das „Ensemble Amaryllis“ mit instrumentaler Begleitung von Gitarren, Percussion und Violine. Foto: Bohnhorst-Vollmer
Limburg. 

Das „Ensemble Amaryllis“ gehört zu den festen, verlässlichen Größen der Limburger Musikszene. Das ist gut für jene Hörer, die sich vom stilistisch eher ruhig angelegten Repertoire dieser Gruppe immer wieder berühren lassen wollen. Richtig laut und krachend werden die Musiker und Sängerinnen von Amaryllis auch dann nicht, wenn sie sich wie bei ihrem aktuellen Programm einen hervorragenden Percussionisten und eine ebenfalls vielseitige, wenngleich sehr zurückhaltende Violinistin dazuholen. Das „Ensemble Amaryllis“ ist für leise, zarte Töne und für unverkitschte Schwingungen zuständig.

„Du liegst mir am Herzen“

Zu erleben war dieses gefühlvolle und unverkrampfte Interpretieren sehr unterschiedlicher Musikrichtungen etwa bei der großartigen Instrumentalversion von Bruno Coulais „Vois sur ton chemin“, einer Melodie des Films „Die Kinder des Monsieur Mathieu“. Perfekt austariert waren hier die Stimmen für Oboe (Ulrike Jordan) und Karolina Beldowska (Violine).

Ebenso angenehm und mit gerade der richtigen Portion Wehmut angereichert geriet das von Dorothee Laux und Nadja Jamiro gesungene „Caresse sur l’ocean“ aus demselben Film. Um Zukunft und Hoffnung geht es in dieser Komposition, und die verbreitete das Ensemble in ihrem Konzert reichlich. Die einfühlsam weiche und ruhige Gitarrenbegleitung (Martin Reuß, Joey Becker) war besonders bei der Mendelssohn-Bartholdy-Vertonung „Leise zieht durch mein Gemüt“ sowie bei dem romantischen „Du liegst mir am Herzen“ zu hören. Wie wunderbar Gitarre und Violine zusammen klingen, zeigten die Musiker bei „Salut d’amour“ von Edvard Elgar, einem musikalischen Liebesgruß, der innig und doch atemberaubend unaufdringlich ist.

Einen heiteren und von Percussionist Assen Haydutov souverän betonten Akzent setzte Dorothee Laux mit ihrer Version von Charles Trenets „Boum“, einem Lied, das sich im Wesentlichen mit dem Herzschlag beschäftigt, und das die Sängerin mindestens so charmant und unterhaltsam vortrug wie der französische Chansonier Trenet. Einen romantischen Kontrast präsentierte Amaryllis mit einer zauberhaften Interpretation von Kirby Shaws „Lullaby“, dessen Wirkung noch durch zwei Seifenblasen pustende Mädchen erhöht wurde.

Einer der letzten Titel dieses beeindruckenden Konzerts war „Until“, eine Melodie aus dem Film „Kate und Leopold“ – und vielleicht war es zugleich das Versprechen auf mehr Musik vom Ensemble Amaryllis, das man zwar mittlerweile auf mehreren CDs hören, aber in seiner vollen Blüte eben doch nur live erleben kann.

Zur Startseite Mehr aus Limburg

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen