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Programmkino und Theater: Seit 20 Jahren Veranstaltungen im Aardörfchen: Der Kreml bietet viel Kultur

Das Kulturhaus Kreml stellt in der Region eine feste Größe dar. Es bietet nicht nur ein weit über die heimische Grenzen hinaus bekanntes und vielfach ausgezeichnetes Programmkino, sondern Obdach für vielfältige Veranstaltungen.
Stehen sinnbildlich für das „Team“ Kreml: Eva Korn (Erzieherin im Waldkindergarten), Sandy Jauch (Erzieherin im Waldkindergarten), Silke Löhr (Koordinatorin Mehrgenerationenhaus), Annette Dürrbeck (Kultur- und Ausstellungsplanung), Igor Novakovich (Gastronomie). Foto: Christopher Kahl Stehen sinnbildlich für das „Team“ Kreml: Eva Korn (Erzieherin im Waldkindergarten), Sandy Jauch (Erzieherin im Waldkindergarten), Silke Löhr (Koordinatorin Mehrgenerationenhaus), Annette Dürrbeck (Kultur- und Ausstellungsplanung), Igor Novakovich (Gastronomie).
Zollhaus. 

Ein Zwiebeltürmchen am Eingang und der Name – das ist aber auch schon alles, was das Kulturhaus Kreml mit dem historischen Mittelpunkt von Moskau gemein hat. Seit Dezember 1997 verbirgt sich hinter roten Backsteinmauern das Kreml-Kulturhaus.

Was ursprünglich nur als Kulturcafé und Programmkino geplant war, ist mittlerweile ein Begegnungsraum für Menschen aller Generationen, welcher fast zehn Bereiche umfasst. Im Kreml (Akronym für „Kultur Regional und modernes Leben“) gibt es neben Kino für Erwachsene und Kinder einen eigenen Chor, einen Flüchtlingstreff und ein Demenzcafé, das Mehrgenerationenhaus/Haus der Familie (mit vielen Angeboten für alle Altersklassen) sowie eine Jugendkunstwerkstatt und einen Waldkindergarten (seit 1999), Kulturveranstaltungen, Ausstellungen und ein Kulturcafé, im Sommer bereichert durch einen herrlichen Biergarten, umgeben von Natur – mittlerweile bezeichnet sich der Kreml selbst als „sozialkulturelles Zentrum im ländlichen Raum“.

Offenheit im Programm

Eine Besonderheit des Hauses ist die Vielfältigkeit und programmatische Offenheit, wobei nicht so sehr auf Effekthascherei, sondern eher auf Kontinuität gesetzt wird. Sei es als heimischer Künstler oder als Benutzer und Genießer der besonderen Atmosphäre dieses Hauses.

Aus dem ehemals rein ehrenamtlich geführten Projekt ist ein Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb mit mittlerweile 15 Voll- und Teilzeitarbeitsplätzen geworden, es gibt zwei Plätze für ein freiwilliges ökologisches Jahr, temporäre Praktikantenstellen, viele Honorarkräfte und viele ehrenamtlich agierende Mitarbeiter(-innen) sowie Helfer(-innen).

Das Jubiläumsprogramm

Am Samstag, 2. September, feiert der Kreml mit folgendem kulturellen Programm sein 20-jähriges Bestehen: 16.30 Uhr – Einlass und offizielle Begrüßung

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Doch wer sind die Köpfe hinter all diesen diversen Veranstaltungen und Weiterbildungen, die tagtäglich angeboten werden? „Der Star ist die Mannschaft“, lautet das aus dem Fußball bekannte Motto. Viele Kooperationspartner und Honorarkräfte tragen zur Vielseitigkeit des Programmes bei. Da greifen viele Rädchen ineinander, so auch jetzt bei der Vorbereitung der Feier zum 20. Geburtstag am 2. September.

Exemplarisches sind aber mal einige Personen zu nennen: Für die Filmauswahl im Programmkino zeichnet sich der Burgschwalbacher Filmemacher Thomas Lawetzky („Geschichten aus’m Aartal“) verantwortlich. Seit Anfang der 2000er-Jahre sorgt Lawetzky dafür, dass auch Filme jenseits des Mainstream-Kinos offeriert werden. Literaturverfilmungen, Kurzfilme, aber eben auch die üblichen Kassenschläger aus den Lichtspielhäusern werden monatlich ausgeguckt und im Kinosaal fast täglich – außer in den Sommermonaten (hier wird oftmals ein Open-Air-Kino angeboten) – gezeigt. Auch Kinderfilme werden regelmäßig vorgeführt. Der Debütfilm 1997 war übrigens „Spur der Steine“, ein Film aus den 60er-Jahren mit Manfred Krug in der Hauptrolle.

Haus der Familie

Um die Veranstaltungen rund um das Mehrgenerationenhaus kümmert sich Silke Löhr. Seit 2003 koordiniert die Diplom-Sozialpädagogin alle Veranstaltungen rund um das Thema „Mehrgenerationenhaus“. Beispielsweise wird eine Betreuungsgruppe für demenzkranke Menschen organisiert, auch bietet der Kreml das „Haus der Familie“, in dem Hilfs- und Entlastungsangebote für Familien gebündelt werden. „Mittlerweile beteiligt sich der Kreml mit Hilfe von weiteren Kooperationspartnern auch an der Belebung weiterer Räumlichkeiten in Hahnstätten, beispielsweise dem Café Zeitlos“, berichtet Löhr.

Annette Dürbeck aus Hadamar beschäftigt sich mit der Kultur- und Ausstellungsplanung. Dass die Theatervorführungen, Konzerte, (Klein-)Kunst-Ausstellungen und diversen Bildungsveranstaltungen reibungslos ablaufen, ist ihr Verdienst.

Darüber hinaus gibt es den Kindergarten. Die „Waldameisen“ können auf dem Außengelände in einer naturnahen Spiel- und Begegnungsanlage nach Herzenslust toben. In der wärmeren Jahreszeit befinden sich die aktuell rund 20 Kinder allerdings im nahen Waldgebiet zu Zollhaus und erkunden hier aktiv alles in der Natur. In den kälteren Wintermonaten stehen den Kids um die Erzieherinnen Eva Korn und Sandy Jauch Räumlichkeiten auf dem Kreml-Gelände zur Verfügung. Den Cafébetrieb hat seit knapp einem halben Jahr der Gastronom Igor Novakovich inne. Ehrenamtliches Engagement ist im Kreml von großer Bedeutung.

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