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Lydia: Seit zehn Jahren ist ihr Namenstag für sechs Frauen ein gemeinsames Fest

Von Lydia war in früheren Jahren ein beliebter Name für Mädchen. Heute gibt es in Niederbrechen noch sechs Frauen verschiedenen Alters, die auf diesen Namen getauft sind. Seit gut einem Jahrzehnt feiern sie zusammen ihren Namenstag.
<span></span> Foto: Picasa
Niederbrechen. 

Als Lydia Arthen vor etwa zehn Jahren ihrer Nachbarin Lydia Becker zum Geburtstag gratulierte, kam auch die Rede auf den gemeinsamen Vornamen, denn gleichzeitig mit dem Geburtstagskind konnte sie ihren Namenstag feiern. Im Wissen, nicht die einzigen Lydien im Dorf zu sein, überlegten sie, wer denn noch alles dazugehöre. Vier weitere Namensbasen waren bald gefunden: Lydia Jost, Lydia Schütz, Lydia Egenolf und Lydia Königstein. Kurzerhand beschlossen die beiden ersteren, im Jahr darauf den Namenstag gemeinsam zu feiern und die übrigen vier dazu einzuladen. Die ließen sich nicht lange bitten und fanden sich zur ersten Feier in größerer Runde ein. In den ersten Jahren trafen sich die Frauen, nicht immer direkt am Namenstag, dem 3. August, sondern an einem Tag nicht allzu weit davon entfernt. Jedes Jahr war eine andere als Gastgeberin an der Reihe. Doch als Lydia Egenolf vor drei Jahren in das Seniorenzentrum der Gemeinde umzog, wurde der Geburtstagskaffee einfach ins Mutter-Teresa-Haus verlegt.

Hier sind die Lydia-Treffen längst ein fester Termin und Hausgespräch, wenn es wieder einmal so weit ist.

So war dann auch der Tisch schon von einer Mitarbeiterin des Mutter-Teresa-Hauses liebevoll gedeckt und dekoriert worden, als die Frauen eintrafen. Sogar blumengeschmückte Namensschilder hatte sie für die sechs Lydien gebastelt. Der Kaffee wartete schon, während einige der Gäste den Kuchen mitbrachten. Natürlich hatten sich die Frauen viel zu erzählen, von dem, was seit dem letzten Treffen geschehen war, von ihren Erlebnissen und vom Dorfgeschehen. Zeitweise erweiterte sich ihr Kreis um die eine oder den anderen Niederbrechener Hausbewohner, die von der munteren Gruppe gehört hatten und guten Tag sagen wollten.

Die ersten Forschungen

Bei dem ersten Treffen wussten nicht alle so ganz genau, was es mit ihrer Namenspatronin auf sich hatte. Daher hatten für die Folgejahre und so auch für dieses Mal unter dem Thema „Lydia damals und Lydia heute“.

Die damalige Lydia (Lydia Arthen) schilderte ihr Leben und wie sie durch Paulus und seine Begleiter zum Glauben fand und später auch die Versammlungen der neuen christlichen Gemeinde leitete. Die heutige Lydia (Lydia Königstein) ließ ihr Name an die starke und mutige Frau erinnern, die sich als erste in Philippi durch Paulus taufen ließ und ihm half, in Europa Fuß zu fassen. Gleichzeitig rege der Name zum eigenen Engagement an.

Das Lied der Lydia aus dem Paulus-Oratorium von Siegfried Fietz beschloss den Nachmittag, nicht ohne das Versprechen, im kommenden Jahr wieder zur gemeinsamen Namenstagsfeier zusammenzukommen.

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