E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Limburg an der Lahn 21°C

Präventionstag „Ohne Rauch geht’s auch“: Shisha-Qualm ist noch gefährlicher als die Zigarette

Das dürfte nicht allen Schülern klar gewesen sein: Das Rauchen von Shishas wird von Fachleuten als gefährlicher eingestuft als die herkömmliche Zigarette. Immerhin lassen inzwischen mehr Jugendliche die Finger vom Glimmstengel.
Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 des Gymnasium Philippinum Weilburg wurden im Rahmen des Präventionsprogramms „Smokerlyzer“ der AOK unterrichtet. Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 des Gymnasium Philippinum Weilburg wurden im Rahmen des Präventionsprogramms „Smokerlyzer“ der AOK unterrichtet.
Weilburg. 

Ist das Rauchen von Shishas harmlos oder gefährlich? Antworten auf diese und andere Fragen rund um das Thema Rauchen erhielten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 des Gymnasium Philippinum Weilburg im Rahmen des Präventionsprogramms „Smokerlyzer“ der AOK.

In einer Doppelstunde informierten zwei Mitarbeiter der Krankenkasse, Tanja Schmidt und Michael Engelmann, in den Räumlichkeiten des naturwissenschaftlichen Trakts der Schule über die Gefahren des Rauchens. Sie zeigten außerdem Bewältigungsstrategien auf, um die Sucht und das Verlangen nach Tabakprodukten zu minimieren und im besten Fall ganz mit dem Rauchen aufzuhören.

Tiefer in der Lunge

„Während immer weniger Jugendliche zur Zigarette greifen, zeigt der Trend beim Shisha rauchen steil nach oben“, stellte Tanja Schmidt zu Beginn ihres Vortrags fest. Sie räumte auch gleich mit der weit verbreiteten Überzeugung auf, dass der Tabakgenuss in dieser Form harmlos sei. „Der kalte Shisha-Rauch wird wesentlich tiefer inhaliert und deutlich länger in der Lunge behalten, was die Gesundheitsrisiken drastisch erhöht“, stellte sie unmissverständlich fest. Und sie ergänzte: „Kopfschmerzen im Laufe der Zeit sind meist erste Anzeichen einer beginnenden Vergiftung durch Kohlenmonoxid. Entsprechende Warnmelder sind in Shisha-Bars meist nicht in Betrieb“.

Doch warum ist der Nikotingenuss eigentlich so gefährlich? „Alleine die Zigarettenpackung weist auf 70 potenziell krebserregende Stoffe hin“, so die Mitarbeiterin der AOK. Neben Benzol, Teer und Klebstoff ließen sich auch Bestandteile von Rattengift nachweisen. Um den Menschen das Rauchen „schmackhaft“ zu machen, würde die Industrie dem Tabak noch Parfüm- und Aromastoffe beimischen. „Die Inhaltsstoffe der Zigarette hemmen zudem den Prozess der natürlichen Lungenreinigung, sodass sich diese im Laufe der Zeit im Lungengewebe ablagern“, erläuterte Tanja Schmidt. Lungenkrebs, Herzinfarkt, Arteriosklerose – all dies seien vielfach Spätfolgen, mit denen Raucher zu rechnen haben. So richtig interessant wurde es für die Jugendlichen, als sie im Anschluss an den Vortrag die Gelegenheit hatten, über den „Smokerlyzer“ den Gehalt an Kohlenmonoxid in ihrer Atemluft bestimmen zu lassen. „Das Gerät funktioniert ähnlich wie der Alkoholtest der Polizei. Es zeigt auf, ob man Nichtraucher, Gelegenheitsraucher oder starker Raucher ist“, erklärte Michael Engelmann von der AOK. Sehr erstaunt waren einige Nichtraucher, dass sie als Kinder rauchender Eltern erhöhte Werte aufwiesen, die sich offensichtlich durch das passive Rauchen zu Hause erklären lassen.

Lehrer sehr zufrieden

Das Raucherpräventionsprogramm „Smokerlyzer“ der AOK wurde erstmals am Gymnasium Philippinum durchgeführt und ist fester Bestandteil des seit 2008 bestehenden Programms zur Sucht- und Gewaltprävention. Der verantwortliche Lehrer für diesen Bereich, Christof Trümner, zeigte sich mit dem Verlauf der Veranstaltung sehr zufrieden.

Zur Startseite Mehr aus Limburg

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen