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So grünt und blüht Hadamar

Erstmals beim Tag der offenen Gärten in Hadamar dabei: die Bücherei Niederhadamar. Heike Hahn (links) und Claudia Bünning begrüßten die Gäste im kleinen Klostergärtchen.	Fotos: Lachnit Bilder > Erstmals beim Tag der offenen Gärten in Hadamar dabei: die Bücherei Niederhadamar. Heike Hahn (links) und Claudia Bünning begrüßten die Gäste im kleinen Klostergärtchen. Fotos: Lachnit
Hadamar. 

Kleine und sehr übersichtliche Gärten sowie große, uneinsehbare Gärten konnten am Tag der offenen Gärten Hadamar und Umgebung besucht werden. Neun Gartenbesitzer öffneten ihre Pforten am Sonntag für Besucher. In Niederhadamar an der Mainzer Landstraße gab es gleich drei offene Gärten.

Zum ersten Male dabei: die Bücherei. Heike Hahn vom Bücherei-Team schaut mit viel Liebe auf das kleine Gärtchen vor dem Eingang des Gebäudes. „Vor zwei Jahren befand sich hier noch ein Stück braches Land, vertrocknet und mit
Unkräutern übersät.“ Die Mitarbeiter der Bücherei wollten dieses kleine Stück Land schön gestalten und holten sich deshalb Hilfe bei Susanne Piwecki, die bekannt ist für ihr Wissen über Naturgärten. Bedingungen an den Garten gab es nicht viele. Er sollte nur pflegeleicht sein, wenig zu gießen und mit wenig Arbeit verbunden sein. „Susanne Piwecki hatte sofort ein Bild im Kopf und setzte es in die Tat um“, so Hahn weiter. „Am Anfang sah es schon ein wenig mickrig aus und wir mussten unsere Enttäuschung verbergen“, gesteht Bücherei-Leiterin Claudia Bünning. Doch im nächsten Frühjahr seien alle überrascht gewesen, wie sich alles entwickelt hatte. Viele Kräuter wie Liebstöckel oder Zitronenmelisse sprießen nun dort. Es sieht ein wenig durcheinander aus, aber insgesamt ergibt es ein schönes Bild.

Nur wenige Hausnummern weiter muss der Besucher erstmal eine lange gepflasterte Hofeinfahrt hinauf, bevor er mitten in einem idyllischen Garten steht. In allen Ecken plätschert es vor sich hin, und es sind kleine sowie große Brunnen zu entdecken. Vera und Peter Emmermann pflegen dieses kleine Paradies, das dem Betrachter wild und zugleich romantisch erscheint. Im Gegensatz zu den vielen Geräuschen vor dem Haus empfängt den Gast hinter dem Haus absolute Stille. „Ich habe gerne Vielfältigkeit und Farbe“, erzählt Vera Emmermann, „und das ganze gepaart mit einer Detailverliebtheit, sodass das Auge immer wieder etwas Neues zu entdecken hat.“ So hängen in den Bäumen kleine Vogelhäuschen, und der Besucher findet mitten im Beet einen kleinen Spruch.

Die Inspirationen holt sich Vera Emmermann aus Gartensendungen und Zeitschriften. Während es in diesem Garten doch recht geordnet zugeht, sagt Marion Diefenbach von sich, dass sie eigentlich das Chaos liebe. So findet sich in ihrem Garten ein kleiner Teich mit Steinpflanzen umrankt, daneben ein Beet, auf dem alles blüht und ein kunterbunter Nutzgarten. Alle Pflanzen scheinen keiner Ordnung zu unterliegen.

„Wenn ich etwas sehe, fotografiere ich es“, so Marion Diefenbach. Ihr Mann könne es dann umsetzen. Die Ideen kämen ihr meistens bei der Gartenarbeit und folgten keinem Konzept. Sie macht bei den offenen Gärten mit weil ihr ist der Austausch mit den Besuchern „sehr wichtig“ sei. Sie erzähle nicht nur über ihren eigenen Garten, sondern bekomme auch selber Tipps und Anregungen. Bevor die Familien ihre Gärten öffnen, besuchen sie sich auch untereinander und sehen sich die einzelnen Gärten an.

Leider war das Wetter am Sonntag nicht ganz so einladend. Die Resonanz sei deshalb nicht zu vergleichen gewesen mit den letzten Jahren, meinte Marion Diefenbach. „Aber ich war doch überrascht, wie viele am Nachmittag den Weg zu uns gefunden haben.“ lh

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