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Unwetter: So heftig fegte es über den Kreis Limburg-Weilburg hinweg

Minuten nach dem langersehnten Regen und den Sturmböen heulten bereits die Einsatzhörner der Feuerwehren: Der Wind riss Bäume um auf Straßen und Stromleitungen. Personen wurden nach den ersten Erkenntnissen nicht zu verletzt.
Dieser Firmenkran einer Metall verarbeitenden Firma in Nentershausen stürzte auf die Straße und blockierte diese. Dieser Firmenkran einer Metall verarbeitenden Firma in Nentershausen stürzte auf die Straße und blockierte diese.
Limburg-Weilburg. 

Die laut Wetterdienst bis zu 105 km/h starken Windböen waren zu viel für die vertrockneten Bäume im noch trockeneren Boden: Sie fielen reihenweise um oder verloren allzu morsche Äste. Etwa 15 Minuten dauerte der Spuk.

Kurz nach 15 Uhr gingen in einigen Orten die Computer und Lampen aus. Ein Blitz war nach Angaben der Syna in eine 20 000-Volt-Freileitung eingeschlagen.  Auel und Teile von Balduinstein, Birlenbach, Cramberg, Holzheim, Nastätten und Strüth blieben 50 Minuten ohne Strom, bis die Syna eine Umleitung schalten konnte.

Auch an der ICE-Hochgeschwindigkeitsstrecke mussten sich die Fahrgäste in Geduld üben. Ein Intercity-Express „parkte“ lange Zeit in Montabaur. Oben drein hatte die Bahn aber gestern auch einen Mangel an ICE-Triebwagen, was zusätzlich zum Ausfall von Verbindungen führte.

„Umgestürzte Bäume in allen Gemeinden“, fasste Kreisbrandinspektor Georg Hauch die Lage im Landkreis kurz zusammen. Die Feuerwehren räumten reihenweise auf Straßen gestürzte Stämme weg, so zwischen Elz und Staffel auf der Bundesstraße 8 oder am Bahnübergang in Niedererbach.

Eine Meldung über angeblich zehn eingesperrte oder vermisste Kinder in Oberselters erwies sich glücklicherweise als Fehlalarm. Die Kindergarten-Kinder saßen wohlbehalten und wie geplant im Sportheim. Dort konnte die Feuerwehr also wieder abrücken.

Den größten gemeldeten Schaden im Landkreis Limburg-Weilburg gab es in Weilmünster-Wolfenhausen. Dort wurde das Eternitdach eines Wohnhauses abgedeckt. Noch größer dürfte der Schaden in Nentershausen sein: Dort riss der Sturm den tonnenschweren Industriekran einer metallverarbeitenden Firma um und ließ ihn mit lautem Getöse auf die Lahnstraße krachen, wo er kurz vor dem Bürogebäude einer benachbarten Firma liegen blieb.          

(kdh/cris)

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