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So ist es, wenn Jugend gerne musiziert

Mit einem wunderschönen Konzert begeisterten die Preisträger des diesjährigen Regionalwettbewerbs von „Jugend musiziert“ der Kreismusikschule Limburg die Besucher in der Galerie Kloster Gnadenthal.
Hünfelden-Gnadenthal: Konzert Kreismusikschule, Sarah Koslowski, Jennifer Filatov Hünfelden-Gnadenthal: Konzert Kreismusikschule, Sarah Koslowski, Jennifer Filatov
Hünfelden-Gnadenthal. 

Jedes Jahr nehmen Schüler der Kreismusikschule Limburg die Herausforderung an und stellen sich der anspruchsvollen Jury bei dem Nachwuchswettbewerb „Jugend musiziert“. Auf Einladung der Jesus-Bruderschaft gaben nun einige von ihnen gemeinsam ein Konzert in der Galerie Kloster Gnadenthal, bei dem sie ihre eingeübten Stücke einem Publikum vortrugen, das nicht nach jeder Note, nicht bei jedem Satz nach Tempi und gelungener Ausdrucksstärke schielt, sondern sich einfach daran erfreut, dass die Jugend ganz offensichtlich noch immer gern musiziert. Zahlreiche Besucher waren gekommen, um den musikalischen Nachwuchs zu erleben – und waren begeistert von dem, was die Schüler vortrugen, die Jüngsten unter ihnen erst zehn, elf Jahre alt. Der Gnadenthaler Pianist Christoph Hinz, Fachbereichsleiter im Fach Klavier an der Kreismusikschule Limburg, moderierte den Abend und stand den jungen Musikern zur Seite, wenn sie eine Begleitung am Klavier brauchten.

Mehr als die Hälfte der ausgewählten Stücke waren von zeitgenössischen Komponisten, viele aus dem 20./21. Jahrhundert teils mit Blues- und Pop-“Einfärbung“, teils aus der klassischen Moderne.

Mit einem flotten Tango Sambo von Michael Proksch eröffneten Simon Niegemann und Maximilian Wolff vierhändig am Flügel den Konzertabend. Im weiteren Verlauf präsentierten sie „Kokosnüsse knacken“, ein herrliches Stück, ebenfalls von Proksch, einem Dresdner Komponisten, der seinerzeit unter dramatischen Umständen die DDR verlassen hat, wie das Publikum erfuhr. Mit einem Rondo von Istvan Bogar überraschten Eva Treinies, Flöte, und Jan Richard Nowak am Klavier die Besucher. Auch Sarah Koslowski und Jennifer Filatov begeisterten vierhändig am Flügel mit einem Paso doble von Matyás Seiber und einer Romance in F-Dur von Carl Maria von Weber. Mal was ganz anderes war das Stück, das Jasmin Müller am Alt-Saxofon vortrug: „Three Sketches from Bala“ von Colin E. Cowles. „Das Stück spielt am Bala Lake“, erzählte Christoph Hinz, einem Ort im Norden von Wales. Jonathan Schellenberger erfreute die Besucher mit „A Trumpet Ballad“ von Ted Huggens. Marta Drwenski und Johanna Alt-stetter trugen vierhändig am Flügel „Drei Hochzeitstänze“ von Giörgy Ligeti vor. Mit dem wunderschönen „Lied ohne Worte“ von Felix Mendelssohn überzeugte Isabelle Schade am Violoncello. Die junge Cellistin wagte sich auch an das virtuose „Allegro ma non tanto“ aus der Sonate G-Dur von Johann Sebastian Bach. Anna Kloos trug das Trompetenkonzert Es-Dur „Allegro con spirito“ von Johann Nepomuk Hummel vor. Mit Forlana und Fughetta für Klarinette und Klavier von Gerald Finzi stimmten Philipp Epstein und Nils Weier die Besucher allmählich auf einen ruhigen Abend ein, bevor Josephine Schmirl und Annika Räuschel vierhändig am Flügel den Bogen des Preisträgerkonzerts schlossen mit „Waldesruhe“ und „Aus stürmischen Zeiten“ aus Antonin Dvoráks Werk „Aus dem Böhmerwalde“ Op. 48 für Klavier.

„Für einige Schüler war das Konzert einfach ein schöner Abschluss einer intensiven Probenphase“, so Christoph Hinz, „für die anderen die Generalprobe für den Landeswettbewerb“.

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