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Bürgerforum: So sieht Limburgs Masterplan Mobilität aus

Auf einem guten Weg zur Optimierung der Verkehrssituation in Limburg sieht Bürgermeister Marius Hahn (SPD) die Stadt. Das sagte er am Dienstagabend beim ersten Bürgerforum zum Masterplan Mobilität 2030. Schon im Sommer könnten erste Maßnahmen umgesetzt werden, glaubt Michael Frehn vom Stadtplanungsbüro Planersocietät, das den Prozess in Limburg begleitet.
Rushhour auf der Limburger Schiede: Zu bestimmten Zeiten ist auf der Hauptverkehrsachse kein Durchkommen mehr. Foto: Sascha Braun Rushhour auf der Limburger Schiede: Zu bestimmten Zeiten ist auf der Hauptverkehrsachse kein Durchkommen mehr.
Limburg. 

„Sie sind die Fachleute“ – wenn es um den Verkehr in Limburg geht, müssten die Bürger mit einbezogen werden, denn sie kennen die Probleme aus eigener Erfahrung, sagte Limburgs Bürgermeister Marius Hahn (SPD) beim ersten Bürgerforum zum Masterplan Mobilität am Dienstagabend. Entsprechend waren auch die gut 80 Teilnehmer aufgefordert, ihre Impulse, Ideen und Beobachtungen mit einzubringen. In verschiedenen Themenbereichen schilderten sie ihre Erfahrungen, die sie als Fußgänger, Rad- oder Autofahrer und Kunde des öffentlichen Personennahverkehrs gemacht haben, und diskutierten mögliche Verbesserungen der Situation.

Vorangegangen war eine Bestandsaufnahme durch Verkehrsplaner David Madden und seinen Kollegen vom Planungsbüro. Sie waren selber in Limburg mit Auto, Bus und Bahn, dem Fahrrad und zu Fuß unterwegs und haben mit den Menschen gesprochen. Ganz klar sei das Auto das Fortbewegungsmittel Nummer ein, haben sie festgestellt. Busse und Bahnen würden in den meisten Fällen nur dann genutzt, wenn es keine andere Möglichkeit gebe, das Fahrrad spiele allenfalls eine Nebenrolle.

Info: Der Masterplan

Der Masterplan Mobilität ist laut Auskunft der Stadt ein strategischer Plan, der die Leitlinien für die zukünftige Mobilität und für die Verkehrsentwicklung bis zum Jahr 2030 festlegt.

clearing

Limburg habe eine attraktive Innenstadt und sei verkehrstechnisch von außerhalb gut erreichbar. Beides sei aber auch problematisch, weil das zusätzlichen Verkehr in die Stadt hole, der dann wieder die Situation verschärfe.

Fahrverbote vermeiden

Es gehe nun darum, die Situation für die Bürger angenehmer zu machen, aber auch darum, die Stickstoffbelastung zu senken, um Fahrverbote zu vermeiden. Die drohten nach wie vor am Horizont, sagte Hahn. Aber Limburg sei in der glücklichen Lage, eine der kleinsten Kommunen zu sein, die beim Dieselgipfel in Berlin gewesen seien. Damit könne man in vielen Fragen eine Vorreiterrolle einnehmen. Für die möglichen Maßnahmen stelle das Verkehrsministerium einen Milliardenbetrag zur Verfügung, von dem auch Limburg profitieren wolle, so Hahn. Denkbar seien dabei die unterschiedlichsten Ideen, sagte Frehn. Kurzfristig – also womöglich schon im Sommer – könne daran gedacht werden, das Fahrradfahren durch Aktionen attraktiver zu gestalten oder Car-Sharing-Systeme anzubieten. Durch die Digitalisierung gebe es immer mehr Möglichkeiten, den Verkehrsfluss intelligent zu lenken und Angebote für die Bürger besser nutzbar zu machen. Mittelfristig könne der öffentliche Personennahverkehr optimiert werden, sei es durch veränderte Buslinien, verbesserte Taktung oder eine Erweiterung des Fahrplans. Bauliche Veränderungen, so auch Umgehungsstraßen, seien langfristige Projekte, die man ins Auge fassen könne.

Es gebe einiges zu tun, blickte Bürgermeister Hahn nach vorn und stellte klar, dass man es nicht allen werde recht machen können. Wie recht er damit hat, zeigte eine Pinnwand, auf der die Teilnehmer ihre Wünsche für den Masterplan formuliert hatten. Da stand direkt unter dem Satz „Fahrradwege sollen bitte weg“ die Zeile „Mehr bessere Fahrradwege“.

Bürger können ihre Anregungen Internet unter  www.buergerbeteiligung/mobilitaet-limburg  bis Anfang März einbringen oder die Postkarten nutzen, die im Foyer des Rathauses ausliegen.

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