E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Limburg an der Lahn 27°C

Kunst an der Lahnschleife: So vielfältig kann Kunst sein

Bei großem Besucherandrang startete in Weilburg „Kunst an der Lahnschleife“. Im Tagungszentrum des Hotels „Lahnschleife“ und in den Kunsthäuser Pitthan und Watzel sind seit Samstag auf einer Gesamtfläche von 820 Quadratmetern Exponate von 36 Künstlerinnen und Künstlern zu sehen. Hinzu kommen ausgewählte Ergebnisse des Wettbewerbs „Lust auf Kunst“ der Sparkassenstiftung Limburg-Weilburg.
Werner Röhrig erläuterte den Besuchern den Sinn der Ausstellung »Kunst an der Lahnschleife«. Foto: Horz Werner Röhrig erläuterte den Besuchern den Sinn der Ausstellung »Kunst an der Lahnschleife«. Foto: Horz
Weilburg. 

Eine derart große Kunstvielfalt hat Weilburg selten erlebt: Die Sammelausstellung „Kunst an der Lahnschleife“ vereint noch bis zum 7. September zahlreiche kreative Erzeugnisse. Neben Malerei verschiedener Stile, Stein- und Holzskulpturen, Keramiken und Textilkunst wird mit künstlerischer Fotografie und Grafik im Kunsthaus Watzel ein weiterer Schwerpunkt gesetzt. Die Ausstellungen sind täglich von 14 bis 18 Uhr und an den Wochenenden bis 19 Uhr geöffnet. Sonderführungen – auch in den Abendstunden – können vereinbart werden. Detailinformationen sind im Internet unter www.kunst-an-der-lahnschleife.de abrufbar.

Fast 200 Besucher begrüßten Hoteldirektor Thomas Schmitt und Werner Röhrig vom Weilburger Forum am Samstag zur Vernissage. Röhrig dankte zahlreichen Unternehmen und Privatpersonen, die als Sponsoren die Ausstellung unterstützen. Allein mit den Rücklagen des Weilburger Forums hätte das Ereignis nicht organisiert werden können. Leider sei der Zusammenhang von Kunstförderung und Stadtentwicklung noch nicht bei allen potenziellen Sponsoren angekommen.

 

Förderung vernachlässigt

 

Die Vielfalt in den Exponaten werde von den überregionalen Medien nicht wahrgenommen und unter dem Gesichtspunkt einer breiten Förderung der Kunst vernachlässigt. Es sei völlig selbstverständlich, dass der Breitensport öffentlich unterstützt werde, während die regionale Kunstszene allein privates Engagement bleibe. Am Beispiel der verstorbenen Aachener Künstlerin Christine Gitter zeigte er auf, dass regionale Künstler in Vergessenheit gerieten und unzureichend gewürdigt würden. Es sei Aufgabe der Kommunen, in ihren Kunstsammlungen auch regionale Künstlerinnen und Künstler zu berücksichtigen. An den Schulen würden die kreativen Fächer Kunst und Musik oftmals bei Mangel an Lehrkräften gekürzt.

Von vielen Kunstwettbewerben seien autodidaktische Künstler ausgeschlossen, weil nur Personen mit abgeschlossenem Kunststudium zugelassen würden. Der Kunstszene gingen dadurch vielfältige Impulse verloren. Werner Röhrig warb für die Ansiedlung von Künstlern in der Altstadt Weilburgs. Sie sei ein idealer Platz; 60 Kilometer vor den Toren Frankfurts.

Die Besucher waren von der Vielfalt und Qualität der Kunstwerke beeindruckt. Die Kunsthäuser Pitthan und Watzel erstrahlten im neuen Glanz. Viele wurden nachdenklich und wünschten diesen Gebäuden eine nachhaltige Verwendung. Im Hotel Lahnschleife zu sehen sind Installationen und Malerei von Michael Abel, Linda Bausch, Christine Gitter, Margit Goeltzer, Edeltraud Göpel, Doris Happ, Anne Heng, Iris Heyne, Nora Karolak, Monika Keller, Brunhild Knautz, Angelica Kowalewski, Norbert Prätorius, Hilde Sayn. Skulpturen stellen Leo Dellwo, Ileana Dix-Kempter, Norbert Graubner (Bombolo), Erich Klotz, Sibylle Maassen, Hilde Vitt aus. Fotografien zeigt Margit Bach. Im Kunsthaus Pitthan stehen Malereien von Dr. Eugen Daum, Sabine Gorenflo, Christian Riedel. Peter Rudolf, Kerstin Schlüter, Christa Unterköfler, Dr. Karin Weiß, Wolfgang Kissel, Helmut Zimmermann, sowie Skulpturen von Erich Klotz, Elke Lisken, Dr. Rolf Röder. Im Kunsthaus Watzel präsemtieren Judika Dragässer, Thomas Grimberg, Nico Müller und Barbara Schmidt Fotografien und Graphik. mhz

Zur Startseite Mehr aus Limburg

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen