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Spaziergang für Schatzsucher

Von Der Eppenröder Benjamin Schramm ist leidenschaftlicher Geocacher. Er sucht nicht nur „Schätze“, sondern plant auch Routen, die andere mit Hilfe der Koordinaten, einem GPS-Gerät und Rätselfreude lösen.
Gefunden: So sieht ein „Schatz“ beim Geocaching aus. In der Box findet sich neben kleinen Figürchen auch ein Logbuch. Bilder > Gefunden: So sieht ein „Schatz“ beim Geocaching aus. In der Box findet sich neben kleinen Figürchen auch ein Logbuch.
Eppenrod. 

„Moderne Schnitzeljagd“, antwortet Benjamin Schramm auf die Frage, was Geocaching ist. Wie bei einer Schnitzeljagd machen sich Geocacher anhand von Hinweisen auf die Suche nach einem bestimmten Ort. Dort wartet ein „Schatz“ auf sie. Einen entscheidenden Unterschied gibt es: Bei der Suche hilft ein GPS-Gerät oder ein Programm auf dem Handy, und die Hinweise bestehen meist aus Koordinaten.

Auch in der Region machen sich die modernen Schatzsucher auf die Suche. Einer von ihnen ist der Eppenröder Benjamin Schramm. Seit fast zehn Jahren ist er regelmäßig mit seiner Familie draußen in der Natur als Geocacher unterwegs und legt auch selbst neue Caches an, die er mal in Rätselform, mal in Form einer Geschichte oder auch als Suchbild-Spiel gestaltet. Insgesamt hat er bereits 30 Routen erarbeitet. Eine davon ist die „Schwarze Issel“, eine Tour, die auf dem Weg zum Ziel eine Gruselgeschichte rund um eine Spinnenart, die „schwarze Issel“, erzählt. Diese Spinne gibt es in Wirklichkeit gar nicht, aber Benjamin Schramm sprudelt nur so vor Ideen.

Die Umgebung erkunden

Ein normaler Spaziergang mit ihm sei nicht mehr möglich, erklärt der zweifache Familienvater, der auch nachts als Geocacher unterwegs ist. Überall werde er zu neuen Caches inspiriert. Draußen gemeinsam mit der Familie an der frischen Luft unterwegs zu sein und auf Spurensuche zu gehen, bereitet ihm viel Freude. Und seine Umgebung lerne man durch das Geocachen genauer kennen. „Der Weg ist das Ziel“, sagt Schramm.

Immer wieder werde Geocachern vorgeworfen, die Natur zu verunreinigen oder Waldtiere zu stören, berichtet er. Es gäbe bestimmte Regeln zu beachten, erzählt er und berichtet vom achtsamen Umgang mit der Natur. Auch seine beiden Söhne hat das Geocaching-Fieber gepackt, gemeinsam absolvieren sie mehr als 100 Caches im Jahr und sind beinahe jedes Wochenende unterwegs.

Plastikdose und Logbuch

Kürzlich war Schramm allerdings nicht als Cacher unterwegs, sondern er pflegte seine Routen. Das heißt, er kontrollierte, ob alle Hinweise noch stimmen und ob der „Schatz“ noch da ist. „Da ist es“, rief sein dreijähriger Sohn Valentin, als er das Versteck entdeckt hatte und schob ein Stück Rinde zur Seite. Darunter verbirgt sich gut eingepackt eine Plastikdose, in der neben kleinen Figürchen ein Buch versteckt ist. „Im Logbuch trägt sich jeder ein, der den Schatz gefunden hat“, erklärt Schramm. Dann darf er sich ein Figürchen nehmen und legt er ein neues „Schatzstück“ hinzu.

Angefangen hatte alles im Jahr 2006, als Schramm sich auf die Suche nach einem Geschenk für seine Schwiegereltern machte, die gerne wandern. Er hatte vom Geocaching gehört und kaufte den beiden ein Buch darüber. Volltreffer: Den Schwiegereltern gefiel nicht nur das Buch, sondern auch das Geocachen, ebenso wie Benjamin Schramm. Seine Schwiegereltern haben seither über 4000 Caches absolviert.

Wer selbst als Cacher unterwegs sein will, findet im Internet Routen, die sich nach Schwierigkeitsgrad, Cacheart, Dauer und Zielort unterscheiden.

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