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Gesangverein "Eintracht": Spenden für das Jugendheim fließen

Von Ein Drittel die katholische Kirche, eines die Stadt, eines die Dombacher – so wird der Umbau des Jugendheims finanziert. Das Gebäude aus den 60er Jahren muss umfangreich saniert werden. Kostenschätzung: 180 000 Euro. Das geht nicht ohne Spenden.
Der Gesangverein geht mit gutem Beispiel voran und spendet 6000 Euro. Vorstandsmitglied Dieter Jäger und der Vorsitzende Wolf-Dieter Elbert (von links) überreichen den symbolischen Scheck an Rudolf Rill (Mitglied im Verwaltungsrats der katholischen Kirchengemeinde). Rechts der stellvertretende Ortsvorsteher Günter Rill. Foto: Petra Hackert Der Gesangverein geht mit gutem Beispiel voran und spendet 6000 Euro. Vorstandsmitglied Dieter Jäger und der Vorsitzende Wolf-Dieter Elbert (von links) überreichen den symbolischen Scheck an Rudolf Rill (Mitglied im Verwaltungsrats der katholischen Kirchengemeinde). Rechts der stellvertretende Ortsvorsteher Günter Rill.
Dombach. 

Dombach ist der kleinste Bad Camberger Stadtteil. Rund 350 Einwohner, kein eigenes Dorfgemeinschaftshaus. Das Jugendheim der katholischen Kirche füllt hier eine wichtige Lücke. Vereinsfeiern, Veranstaltungen, private Feste wie Familienfeiern oder die Treffen nach einer Beerdigung – das Gebäude wird gebraucht und soll nun auch während der Umbauphase weiter zur Verfügung stehen.

Viele engagieren sich hier ehrenamtlich, und da ein so großes Projekt nicht ohne Unterstützung zu leisten ist, freuen sich die Verantwortlichen über jede Spende. Eine besonders große ist gestern eingegangen: Der Vorsitzende des Gesangvereins, Wolf-Dieter Elbert, überreichte gemeinsam mit Vorstandsmitglied Dieter Jäger den symbolischen Scheck über 6000 Euro an Rudolf Rill, Mitglied im Verwaltungsbeirat der Katholischen Kirchengemeinde St. Peter und Paul. Gemeinsam mit Ortsvorsteher Herbert Uhrig kümmert sich Rill um die baulichen Angelegenheiten.

Dach ist saniert

Ein dicker Brocken ist schon geschafft: Das Dach ist saniert und gedämmt, die Fenster eingebaut – ebenfalls mit moderner Wärmedämmung ausgestattet. Das wird in Zukunft einen erheblichen Anteil der Fixkosten senken. 219 ehrenamtliche Arbeitsstunden haben Rudolf Rill und Herbert Uhrig gezählt, doch das ist erst der Anfang. Ein erheblicher Anteil der Eigenleistung wird bei der Innensanierung folgen. Und sie danken den beteiligten Bad Camberger Firmen Vormann und Brendel, die das Unterfangen schon jetzt erheblich unterstützt haben. Unter anderem auch, indem das Baugerüst kostenfrei stehenbleibt. Denn auch nach dem Einbau der Fenster gibt es noch einiges zu tun.

Seit Mai ist man zugange – hier begann die Sanierung der Fenster. Es folgten das Dach und der Anbau des Stuhllagers. Im weiteren Innenausbau stehen unter anderem die Toiletten an. Die Sanitär- und Elektroinstallation sowie Decken, Wände und Böden werden im Zuge der Bauarbeiten erneuert. 2019 werden Renovierungsarbeiten im Keller und im Außenbereich folgen.

Innenausbau folgt

„Wir werden für den Innenausbau sehr viel Zeit und Engagement aufbringen müssen“, sagt Rudolf Rill, der den Wert der bisher in Eigenleistung erbrachten Arbeiten auf rund 10 000 Euro beziffert. Hinzu kommen die Spenden: 9000 Euro sind bis jetzt eingegangen. Die Spende des Gesangvereins ist die größte. Ein weiter Weg also noch bis zu den 60 000 Euro Eigenleistung. Doch die Dombacher sind zuversichtlich, das alles zu stemmen. Anfang des vergangenen Jahres gründeten die Einwohner in Sachen Jugendheim einen Förderkreis, dem mittlerweile etwa 50 Personen beigetreten sind.

Als sich der Gesangverein entschied, zu helfen, war das eine klare Sache, berichtet Wolf-Dieter Elbert. Zunächst wurde eine außerordentliche Mitgliederversammlung anberaumt. „Da gab es ein einhelliges Votum. Alle waren dafür, das Projekt zu unterstützen“, berichtet der Vereinsvorsitzende. Rund 70 Mitglieder zählt der Gesangverein, obwohl er keinen aktiven Chor mehr hat. Die Chorarbeit wurde vor vier Jahren eingestellt. Seitdem singen fünf Dombacher im Erbacher Kirchenchor – und tragen die Musik somit weiter. Der Verein selbst hat sich umgestellt, setzt vornehmlich auf den sozialen Bereich. Das heißt, wenn ein Teil des Vereinsvermögens der 133 Jahre alten „Eintracht“ Dombach nun in das Jugendheim fließt, entspricht dies genau den Wünschen der Mitglieder. „Außerdem treffen wir uns jetzt etwa einmal im Jahr und gehen gemeinsam essen. Das bezahlt der Verein“, berichtet der Vorsitzende. „Wir“, das ist in diesem Fall nicht der Vorstand, der sich für die Arbeit, die er leistet, etwas gönnt. „Wir“ heißt, alle Vereinsmitglieder werden angeschrieben und teilweise auch abgeholt, wenn es für sie schwierig wird, das jeweilige Lokal zu erreichen. Das letzte Mal kamen 45 Leute. Ein Beitrag, um Austausch und Dorfgemeinschaft zu stärken.

So sehen das auch die freiwilligen Helfer, die sich zurzeit in Sachen Jugendheim engagieren. Das Gebäude gehört der katholischen Kirche, genutzt wird es von der Dorfgemeinschaft, unterstützt von der Stadt, eben weil es in Dombach kein eigenes Dorfgemeinschaftshaus gibt. „Ich bin froh, dass sich die Stadtverordnetenversammlung fraktionsübergreifend einig war, dieses für Dombach so wichtige Projekt zu unterstützen“, sagt der stellvertretende Ortsvorsteher Günter Rill.

 

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