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Bebauungsplanänderung: Stadtparlament gibt grünes Licht: Sportplatz wird erweitert

Die Weichen für die Erweiterung des Sportplatzes Niederhadamar sind gestellt: Dafür gab das Stadtparlament am Donnerstagabend grünes Licht.
Der Weg zum Niederhadamarer Sportplatz führt durch eine enge 30er-Zone. Anwohner befürchten nach dem Ausbau bei Spielen mit vielen Zuschauern massive Beeinträchtigungen. Foto: Kerstin Kaminsky Der Weg zum Niederhadamarer Sportplatz führt durch eine enge 30er-Zone. Anwohner befürchten nach dem Ausbau bei Spielen mit vielen Zuschauern massive Beeinträchtigungen.
Niederhadamar. 

Ohne Gegenstimmen, jedoch mit vier Enthaltungen aus der Fraktion der Freien Wählergemeinschaft (FWG), hat das Hadamarer Stadtparlament in seiner Sitzung am Donnerstag den Weg für die Erweiterung der „Sportanlage Am Zipfen“ freigemacht. Die Stadtverordneten folgten damit der Empfehlung des Bau- und Verkehrsausschusses. Der Ausschuss hatte bei seiner Sitzung am 29. August die eingegangenen Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange und aus der Bürgerschaft geprüft und sich einstimmig für eine Änderung des Bebauungsplans ausgesprochen. Diese ist Voraussetzung für die geplante Erweiterung.

Fehlende Alternativen

„Dieses Thema bereitete uns seit Jahren Kopfweh. Ein renommierter Stadtplaner der TU Darmstadt befand sogar, dass die Erweiterung der bestehenden Sportanlage zwar machbar, aber keineswegs zu empfehlen sei“, erinnerte Susanne Langel von der FWG. Der Experte habe der Stadt Hadamar geraten, einen anderen Platz zu suchen. Doch faktisch gebe es keine Alternative. Der Hadamarer Sportplatz an der Faulbacher Straße sei zwar in die Diskussion eingebracht worden, doch ließe sich das Konzept dort nicht umsetzen.

Die FWG sei in der Frage um die geplante Sportplatzerweiterung gespalten, erklärte die Fraktionssprecherin: Manche blieben bei ihrem Widerstand, andere stimmten zu, weil sowieso nichts mehr zu ändern sei. Das Abstimmungsverhalten innerhalb der Fraktion spiegele auch die Stimmung in der Bevölkerung wider – doch letztendlich sehe auch die FWG keine andere Möglichkeit, und weitere Beratungen würden sicherlich zu keinen neuen und verwertbaren Erkenntnissen führen. „So bleibt mir nur die eindringliche Bitte, bei der Verkehrsführung auf die Anwohner Rücksicht zu nehmen, wenn das Vorhaben realisiert wird“, mahnte Langel. Auch die Qualität des nahe am Sportplatz gelegenen letzten Baugebietes von Niederhadamar dürfe durch den Spiel- und Trainingsbetrieb nicht beeinträchtigt werden.

Der SV Rot-Weiß Hadamar – vor fünf Jahren aus der Fusion der Sportvereine von Hadamar und Niederhadamar hervorgegangen – spielt in der Fußball-Hessenliga mit. Der Verein hält den Neubau eines weiteren Spielfeldes sowie eines neuen Vereinsheims für nötig, um seine sportlichen Erfolge gewährleisten zu können. Man habe zuvor im gesamten Stadtgebiet nach alternativen Standorten gesucht, doch letztlich schien die Erweiterung der Sportanlage Am Zipfen als einzig durchführbare Lösung.

Anwohner sorgen sich

Für die dort bestehende Sportanlage mit Erweiterungsflächen wurde Ende der 1990er Jahre der Bebauungsplan aufgestellt; er trat Ende Juni 2006 in Kraft. Die nun vorgesehene Änderung bezieht unbeplante Flächen des Außenbereichs mit ein. Daher sind unter anderem naturschutzrechtliche Belange berührt, weshalb das Verfahren als qualifizierte Bebauungsplanänderung einschließlich Umweltbericht und Änderung des Flächennutzungsplans notwendig wurde.

Sportplatz-Gegner aus der Nachbarschaft machen sich nicht nur Sorgen wegen Lärm und Störungen durch die Flutlichtanlage, sie befürchten auch ein Verkehrschaos, wenn bei einem Hessenliga-Spiel Hunderte Autos durch die engen Straßen hinauf zur Sportanlage und wieder zurück fahren.

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