E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Limburg an der Lahn 32°C

Strom-Einnahmen tilgen Schulden

Von 950 000 Euro – so die Einnahmen aus dem Jahr 2016 der EnergieRegion Taunus-Goldener Grund (ERT). Die Netzgesellschaft hat die Zahlen jetzt veröffentlicht und spricht von einem erfolgreichen Jahr.
Das Stromnetz bringt den neun Kommunen, die vor drei Jahren die EnergieRegion Taunus – Goldener Grund gegründet haben, 950 000 Euro. Foto: Petra Hackert Das Stromnetz bringt den neun Kommunen, die vor drei Jahren die EnergieRegion Taunus – Goldener Grund gegründet haben, 950 000 Euro.
Weilrod/Bad Camberg. 

Das Geld, fast eine Million Euro, fließt nicht direkt an die neun beteiligten Kommunen; es wird zur Schuldentilgung verwendet. Doch wie genau handhaben es Bad Camberg, Bad Schwalbach, Hünfelden, Weilrod, Hünstetten, Aarbergen, Heidenrod, Hohenstein und Niedernhausen, die 2014 gemeinsam mit der Süwag die EnergieRegion Taunus-Goldener Grund gegründet und das Stromnetz übernommen hatten?

Das Stromnetz

Die Gemeinden sind als kommunale Gesellschaft mit 51 Prozent an der ERT beteiligt, die Süwag Energie AG mit 49 Prozent. Diese Netzgesellschaft wiederum ist nun seit drei Jahren Eigentümerin des Stromnetzes und verpachtet es zurück an die Süwag. Das heißt: Alle Kommunen haben Anteil an den Einnahmen. Dennoch fließt die erwirtschaftete Summe nicht direkt an sie. Denn: Der Wert des Stromnetzes wurde 2014 auf rund 32 Millionen Euro beziffert. Davon hatten die Kommunen etwas mehr als 16 Millionen zu tragen – als 51-prozentiger Mehrheitseigner. Schon damals wurde festgelegt, dass die hier erwirtschafteten Einnahmen verwendet werden, um diese Schulden abzutragen. Manfred Zimmermann, Geschäftsführer der Energiegesellschaft, erklärt auf Nachfrage dieser Zeitung: „Bisher wurden im Jahr etwa 600 000 Euro zurückgezahlt. Wir sind jetzt bei einem Stand von knapp 14,5 Millionen Euro.“

Unabhängig davon erhalten die Kommunen weiter die Konzessionsabgabe des Stromanbieters Syna, Tochter der Süwag. Das hat mit der Übernahme des Stromnetzes und der gemeinsamen Gesellschaft nichts zu tun. Wohl aber die Steuereinnahmen, die die Kommunen über die Netzgesellschaft erhalten. „Davon profitieren sie direkt monetär“, so Zimmermann. 2016 hatte die Energiegesellschaft den Fokus auf die Umlegung und Erneuerung von Mittelspannungskabel zur Stabilisierung und Steigerung der Versorgungssicherheit gelegt, berichtet Zimmermann. Investitionen von rund 2,3 Millionen Euro seien in verschiedene Projekte geflossen, um rund 88 000 Einwohnern auch in Zukunft eine sichere und zuverlässige Stromversorgung zu bieten.

Erdkabel und Freileitung

„2017 stehen vor allem Erneuerungen und Erweiterungen der Erdkabelversorgung in Vorbereitung auf die Landesgartenschau 2018 in Bad Schwalbach an“, so Süwag-Standortleiter und ERT-Geschäftsführer Jouke Landmann. Hinzu komme die Verkabelung der 20 000-Volt-Freileitung zwischen Weilrod-Emmershausen und Winden.

Die bisher umgesetzten Projekte bestätigten die hervorragende interkommunale Zusammenarbeit innerhalb der Netzgesellschaft, so Udo Scheliga, Aufsichtsratsvorsitzender der Netzgesellschaft und Bürgermeister in Aarbergen. „Das Versorgungsgebiet erstreckt sich über drei benachbarte Landkreise. Hier ist Teamarbeit gefragt.“

Zur Startseite Mehr aus Limburg

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen