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Strukturen der Dörfer verbessern

Dorferneuerung – in Hirschberg könnte es in den nächsten Jahren zum Projekt werden. Nach Anregungen aus der Bevölkerung setzte Ortsbürgermeister Gunter Meckel das Thema auf die Tagesordnung des Gemeinderates.
Strukturen verbessern und den Ort weiterentwickeln: Dorferneuerung könnte in den nächsten Jahren in Hirschberg zum Thema werden. 	Foto: Westerweg Strukturen verbessern und den Ort weiterentwickeln: Dorferneuerung könnte in den nächsten Jahren in Hirschberg zum Thema werden. Foto: Westerweg
Hirschberg. 

Das Land versteht es als Förderinstrument zur Unterstützung der Gemeinden und Teil einer aktiven Strukturpolitik für ländliche Räume. Gedacht ist es für Ortschaften, die ihre strukturelle Entwicklung als Selbstverwaltungsaufgabe wahrnehmen.

Aus Sicht des rheinland-pfälzischen Innenministeriums soll Dorferneuerung eine nachhaltige und zukunftsbeständige Fortentwicklung unterstützten und Dörfer als eigenständige Wohn-, Arbeits-, Sozial- und Kulturräume erhalten.

Funktionsvielfalt

Was in Mainz als Hauptanliegen des Programms angesehen wird, nämlich Bewahrung und Stärkung der Funktionsvielfalt in ökonomischer, ökologischer, sozialer und kultureller Hinsicht, bewegt inzwischen auch Einwohner in der 400-Seelen-Gemeinde. Junge Leute, die hier Immobilien erworben und modernisiert haben, wünschen sich strukturverbessernde Maßnahmen im Ortskern.

Sondieren, nachdenken, ein Programm entwickeln – Gunter Meckel schätzt den Zeitrahmen auf ein bis zwei Jahre, bevor in Hirschberg überhaupt etwas konkret werden könnte. Abhängig bleibt alles aber von den finanziellen Möglichkeiten. Wer Zuschüsse für bestimmte Objekte in Anspruch nehmen möchte, der muss selbst auch investieren können…

Ortskerne stabilisieren

Zu den Aufgabenschwerpunkten der Dorferneuerung zählen insbesondere strukturverbessernde Maßnahmen, um die Ortskerne zu stabilisieren: Schaffung bzw. Sicherung wohnstättennaher Arbeitsplätze, Sicherung bzw. Wiederherstellung der örtlichen Grundversorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs, Umnutzung leerstehender, ortsbildprägender Bausubstanz zum Wohnen und Arbeiten, Verbesserung des Dorfbildes und der baulichen Ordnung, Erhalt und Erneuerung ortsbildprägender wie regional typischer Bausubstanz und Siedlungsstrukturen, Wiederherstellung oder Erhalt der Einheit von Dorf und Landschaft, zählt das Innenministerium auf.

Außerdem sollen Selbstinitiativen und Einsatzbereitschaft der Dorfbewohner für die Belange ihres Ortes gefördert und umfassende Informations-, Bildungs- und Beratungsarbeit im Rahmen der Dorfmoderation durchgeführt werden.

Wohin sich die Überlegungen in Hirschberg auch entwickeln, der Ortsbürgermeister hofft auf engagierte Bürgerbeteiligung – nicht zuletzt mit Blick auf nachfolgende Generationen.

Ländliche Räume, heißt es aus der Lewentz-Behörde, werden nur dann Zukunft haben, wenn auch junge Familien mit ihren Kindern im Dorf bleiben, dort ihre Wohnung nehmen und sich für Belange der Dorfentwicklung engagieren. Folglich sei Dorfentwicklung ein äußerst wichtiger Beitrag zur Schaffung familienfreundlicher Gemeinden.

Allein in den Förderjahren 2000 bis 2013 wurden insgesamt 991 Projekte durchgeführt und Zuwendungen in Höhe von über 42,7 Millionen Euro gewährt.

(hbw)
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