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Event im Kurpark: Tausende zieht es zum Lampionfest in Bad Camberg

Von Das Bad Camberger Lampionfest war wieder ein Renner! Tausende kamen nach Bad Camberg, auch der Frühschoppen gestern war wieder sehr gut besucht. „Das hat sich richtig gut entwickelt“, sagt Organisator Josef Urban.
Romantik pur beim Lampion-Fest in Bad Camberg. Foto: Petra Hackert Romantik pur beim Lampion-Fest in Bad Camberg.
Bad Camberg. 

Thomas Müller kann sich noch gut erinnern: Am Anfang war das Lampionfest in der Nähe des Minigolfplatzes, ganz klein, aber urgemütlich. Das ist Jahrzehnte her. Das Fest wurde größer, fand in der Fachwerkkulisse des Amthof-Innenhofs eine Bleibe. Aber nicht von Dauer. Denn die Menschen zog es in den Kurpark. Das dachten sich die Aktiven des Kur- und Verkehrsvereins, und so wagte das Team um Josef Urban den großen Wurf: Wieder zurück in den Kurpark, aber mitten hinein. Die „Goldfischrennbahn“ wurde einbezogen, Licherketten, die großen Leuchtkugeln, das Feuer an den Wasserspielen kam hinzu. Am Samstagabend leuchteten kleine Leuchtkugeln in den Händen der Kinder, aber auch Illumination, die aussah, wie riesengroße Seifenblasen mit kleinen, bunten Lichtern. Das sanfte Hell in der Dunkelheit – das macht die gemütliche Stimmung aus. Und die vielen Gäste, die plötzlich mit ihren „Seifenblasen“ in der Dämmerung unterwegs waren.

Mit Kind und Kegel

Das Lampionfest ist ein Familienfest. Wie geht das bei 7000 Besuchern? Wer einmal im Süden gefeiert hat, der weiß es: Kind und Kegel sind mit dabei. So hat es auch Inger Ott gemacht: Die Erbacherin ist mit Mann und Kindern unterwegs – so lange, bis die Kleinen dann doch nach Hause müssen. „Es ist immer schön hier“, sagt sie und genießt ihren Schoko-Crêpe. Das hat sich die ganze Familie gegönnt, während sie am kleinen Springbrunnen am „Alten Rathaus“ sitzen.

Bilderstrecke So feiert Bad Camberg beim Lampionfest 2018
Tausende kamen zum Bad Camberger Lampionfest und genossen die gute Stimmung im Schein der Lichterkugeln, Fackeln und Lampions im Kurpark. Eines der schönsten Feste weit und breit, waren sich die befragten Besucher einig.Romantik pur und Beschaulichkeit im Kurpark: Und das, obwohl mehr als 7000 Besucher zum Bad Camberger Lampionfest kamen.Romantik pur und Beschaulichkeit im Kurpark: Und das, obwohl mehr als 7000 Besucher zum Bad Camberger Lampionfest kamen.

Im Biergarten am Kurhaus war es gerade richtig laut. Das haben sie gar nicht gehört, denn die Geräusche verteilen sich gut. Zwei Tore sind im Spiel Russland – Kroatien schon gefallen. Während der Vater des Kurhaus-Wirts, Ante Tomic, von der ersten Reihe in die Höhe springt (die Familie kommt aus Kroatien) beobachten die Stammgäste seine Emotionen. Sie können es verstehen, schmunzeln. Bosco Tomic ist unermüdlich, hat seine Augen überall. So auch Josef Urban: Er ist zwar nicht mehr der Vorsitzende von „Wir für Bad Camberg“ – dieses Amt hat nun Altbürgermeister Wolfgang Erk übernommen – aber das Lampionfest in dieser Größenordnung im Kneipp-Kurpark ist sein „Kind“. Da wird er sich weiter kümmern.

Thomas Müller erzählt noch mehr: Der Erbacher ist hier gern zu Gast, weiß aus Erfahrung, wie es hier früher war und wie es ist, wenn viele mit anpacken. Jetzt genießt er seine Freizeit. Bald wird er aktiver, denn er wird bei der 1250-Jahr-Feier in Erbach mitwirken. Der Maler öffnet sein Haus, das von außen aussieht wie ein italienischer Palazzo. Dazu ist der alte Bauernhof optisch ansprechender geworden – und noch ein bisschen mehr. Seine Gäste werden das im August sehen.

Vielfältige Spezialitäten

Jutta Kerth schaut mit ihrer Familie vorbei. „Ich finde es klasse, dass ich mich unfallfrei anstellen kann, ohne auf halbem Weg zu verhungern“, sagt die Oberselterserin. Stimmt: So viele Menschen sind unterwegs, und trotzdem sind die Schlangen an den Ständen überschaubar. Es gibt genug. „Und das kulinarische Angebot ist ungemein vielfältig“, ergänzt Inger Ott. Dieses Jahr ist der Alevitische Kulturverein noch hinzugekommen. Es gibt europäische, abendländische, auf jede Weise exotische und altbekannte Gerichte. Ex-Prinz Winfried Knechtel dreht am Stand des CVC unermüdlich den Grill. Dann das Wetter. „Das trägt natürlich mit dazu bei, dass alles stimmt“, sagt Rüdiger Hofmann. Der Dauborner ist nicht zum ersten Mal hier. „Halb Dauborn ist gekommen“, sagt er, zeigt ins Halbrund. Da hat er wohl recht.

Eine große Gruppe aus Schmitten ist derweil vom Kurmittelhaus aus unterwegs. „Wo ist denn das Lampionfest?“, fragen sie. Sie waren schon einmal in Bad Camberg, haben dann die Werbung gesehen und gedacht: Das ist die Gelegenheit, sich noch einmal unbeschwert dort zu treffen. Sie finden den Weg durch den Kräutergarten, vorbei den der Stelle, an der die Illuminiation zeigt: „Wir wollen eine Kurpark-Brücke.“ Die Schlucht hinab, und schon sehen sie das Licht, der Bratenduft zieht in dies Nase. Spätestens jetzt ist klar, wo alles ist. Sie genießen es zum ersten Mal, der Erbacher Thomas Müller seit vielen Jahren, und er ist nicht der einzige, der an diesem Abend sagt: „Das ist das schönste Fest in Bad Camberg.“

 

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