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Historisches Bruchsteingemäuer: Teil der alten Bad Camberger Stadtmauer saniert

Auf Initiative des Arbeitskreises Altstadt des Vereins Historisches Camberg und dank der Bereitschaft der Stadt Bad Camberg zur Investition in das älteste städtische Baudenkmal sowie einer großzügigen Spende der Heinz-Stillger-Stiftung ist es gelungen, ein repräsentatives Stück Stadtmauer zwischen alter Schule und katholischer Kirche fachgerecht zu sanieren.
Die Bruchsteine der historischen Bad Camberger Stadtmauer sind mit einem schützenden Putz überzogen worden. Die Bruchsteine der historischen Bad Camberger Stadtmauer sind mit einem schützenden Putz überzogen worden.
Bad Camberg. 

Die Camberger Stadtmauer wurde in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts errichtet. Sie hatte eine Länge von rund 950 Metern und besaß ursprünglich zwölf Türme und zwei Tore. Neben den zwei prägenden Türmen sind verschiedene Mauerteilstücke, vor allem auf der Süd- und Westseite, noch heute erhalten – in dieser Form einzigartig im Landkreis Limburg-Weilburg. Helfer des Arbeitskreises Altstadt hatten im vergangenen Jahr in Eigenleistung bereits damit begonnen, die Mauerstücke, die im städtischen Besitz sind, instand zu setzen. Dies stellte sich aber schnell als Herkulesaufgabe heraus, die jetzt erfolgreich beendet worden ist.

Die Erfahrungen mit Sanierungen alter Bruchsteinmauern in den letzten Jahren zeigten, dass ein Verputz das Bauwerk am besten schützt und damit den Erhalt der Mauer langfristig sichert. Lediglich einzelne flächige, aus der Putzfläche überstehende Steine bleiben sichtbar. Mit dieser Arbeit wurde die Firma „Baukult“ betraut, die bereits die Sanierungsarbeiten am „Turm Falk“ realisiert hatte. Die Ausführung unter der Leitung von Eva Bäumlisberger, stellvertretende Vorsitzende des Verein Historisches Camberg und Leiterin des Arbeitskreises Altstadt, erfolgte mit einem speziellen Bruchstein-Mörtel aus Langener Sand und einem bindenden Gemisch aus hydraulischem Kalk und geringem Zementanteil.

Anfang Oktober wurden die Maßnahmen ausgeführt. Die Heinz-Stillger-Stiftung stellte dafür Mittel in Höhe von 8000 Euro zur Verfügung. Die verbleibenden Kosten übernahm die Stadt Bad Cam-berg. Die Instandsetzung der „Innenseite“ der Mauer am Kirchplatz steht noch aus. Für diese wurde dem Arbeitskreis Altstadt von „Baukult“ Material überlassen, das eine Durchführung durch den Verein in Eigenleistung ermöglicht. Dies ist im Rahmen zweier Arbeitseinsätze im kommenden Jahr geplant. Ziel ist es, dass die Mauer auch auf der vom Kirchplatz sichtbaren Seite wieder intakt und ansehnlich wird. Der Verein Historisches Camberg wünscht sich, dass das Stadtmauer-Bauwerk in naher Zukunft durchgehend vom Untertorturm bis zur Kirche gemäß seiner historischen Bedeutung für die Öffentlichkeit zugänglich und erlebbar wird.

(red)
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