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Limburger Kleinkunstbühne Thing: Tolle Talentshow im Thing

Vom Rock ’n’ Roll über Rap und Comedy bis hin zum Schlager: Acht Künstler stellten sich in der Limburger Kleinkunstbühne Thing dem Votum des Publikums.
Die Limburger Lokalmatadorinnen Jessica Egenolf und Regine Rausch begeisterten mit ihrem musikalischen Auftritt im Thing. Foto: Johannes Koenig Die Limburger Lokalmatadorinnen Jessica Egenolf und Regine Rausch begeisterten mit ihrem musikalischen Auftritt im Thing.
Limburg. 
Die Siegerin des Talentwettbewerbs im Thing war Cathérine de la Roche aus Köln.	Fotos: Koenig (2) Bild-Zoom Foto: Johannes Koenig
Die Siegerin des Talentwettbewerbs im Thing war Cathérine de la Roche aus Köln. Fotos: Koenig (2)

„KGB“ zurück in Limburg. Nein, dabei handelte es sich nicht um die Rückkehr sowjetischer Agenten in die Domstadt. Vielmehr ging im Thing die Kleinkunst-Show „Kunst gegen Bares“ in ihre zweite Runde.

Mit dabei war diesmal die Limburger Lokalmatadorin Regine Rausch. Während der ersten Show im August vergangenen Jahres hatte sie noch im Publikum gesessen und von dort aus spontan ihren Lieblingsschlager „Ich will keine Schokolade“ geschmettert. Eine Gesangseinlage, die die Organisatoren dazu veranlasste, sie zusammen mit ihrer Tochter Jessica Egenolf einzuladen. Auf der Bühne traten sie als die „Limburger Ladies“ auf. Unter großem Applaus sangen sie „Gabriellas Song“ aus dem schwedischen Film „Wie im Himmel“, „Ich fühl wie du“ aus dem Musical „Tabaluga & Lilli“ von Petter Maffay sowie natürlich das Lied, dass sie bereits ein halbes Leben lang verfolgte: „Ich will keine Schokolade“ von Trude Herr.

 

Comedy und Hip-Hop

 

Zusammen mit den „Limburger Ladies“ traten an dem Abend insgesamt acht Künstler auf. Ihr Ziel war es zum „Kapitalistenschwein des Abends“ gekürt zu werden. Das Prinzip der Talentshow ist ganz einfach: Jeder Künstler hatte sein eigenes Sparschwein, das das Publikum nach der Show eifrig mit Geld füttern sollte. Am vollsten wurde schließlich das Sparschwein der Kölner Sängerin Cathérine de la Roche, die das Publikum mit ihrem mädchenhaften Charme bezirzste. Ob allein an der akustischen Gitarre oder mit Unterstützung einer „Loop Station“, das Publikum lag ihr förmlich zu Füßen. Durch die Wiederholung während des Auftritts aufgenommener Worte und Melodien, sogenannter „Loops“, formte sie faszinierende Klangwelten.

Auf dem zweiten Platz landete der Schwabe Micha Marx mit seiner ausgefallenen Mischung aus Comic und Comedy. Anhand pointiert-witziger Zeichnungen erlebten die Zuschauer, wie der Protagonist wegen eines überdosierten Baldrian-Wurzel-Tees nicht nur die TV-Ausstrahlung des Films „Titanic“, sondern auch fast den ganzen Folgetag im Fernsehsessel verschlief. Wortwörtlich zur Aufmunterung schickte ihm die Teefirma daraufhin eine Probe belebenden schwarzen Tees sowie eine Kurzzusammenfassung des Filmes zu.

Den dritten Platz belegte die Hip-Hop-Formation „Zone 67“ aus Kreuztal im Siegerland. Der Name sei der Hausnummer ihres Proberaums geschuldet, der sei nämlich ihre Zone, berichtete das jüngste Mitglied der Gruppe, Lukas Hahn. Mit einem Ertrag von nur knapp zwei Euro weniger landete knapp dahinter auf dem vierten Platz Bernd Weiand. In seiner Rolle als Gastarbeiter Ahmed Özdemir schilderte er seinen Weg zur erfolgreichen Integration im Westerwald. Er selbst habe als „Westerwälder Bauer“ keinen Migrationshintergrund, aber zahlreiche Freunde mit türkischen Wurzeln, sagte der pensionierte Lehrer der NNP. Direkt hinter Weiand landeten in der Publikumsgunst die „Limburger Ladies“.

„Er sehe aus wie ein Terrorist, sei aber keiner“, scherzte während seines Auftritts noch der Comedian und Frankfurter Bub mit pakistanischer Herkunft „Comedy Butt“ über sich selbst. Geschickt spielte er mit den Vorurteilen und Ängsten, die sein bärtiges Aussehen bei manchen hervorrufen könnten, um sie mit seinen messerscharfen Alltagsbeobachtungen zu widerlegen.

Was früher „Dichterkrieg“ hieß, heißt heute „Poetry Slam“, wusste der Moderator des Abends, Gerd Buurmann. Einen solchen Slam lieferte Tuba Khan, die den Zuhörern über die Schönheit und Friedfertigkeit des Islams berichtete. Ehrlichen, handgemachten Rock ’n’ Roll lieferte außerdem der Singer-Songerwriter „Von Folta“. Er hatte die etwas undankbare Aufgabe, die Show zu eröffnen. Einer Herausforderung, der er aber mit viel Herzblut und Stimme vollends gerecht wurde.

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