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Traum von Kurparkbrücke wird wahr

Von Ein langgehegter Traum wird wahr: Die Brücke über die Bad Camberger Kurparkschlucht. Mit Freigabe der EU-Fördermittel steht auch der zeitliche Rahmen fest: Baubeginn bis Mai 2018, Fertigstellung bis Oktober 2019.
So ähnlich wie in diesem Entwurf der holländischen Firma Streetlife könnte die Brücke über den Kurpark einmal aussehen. Unten weitere Vorschläge des Bad Camberger Architekten Michael Traut. Bilder > Foto: Petra Hackert So ähnlich wie in diesem Entwurf der holländischen Firma Streetlife könnte die Brücke über den Kurpark einmal aussehen. Unten weitere Vorschläge des Bad Camberger Architekten Michael Traut.
Bad Camberg. 

Langsam geht die Frau mit den beiden Krücken durch den Kurpark. Am Kräutergarten vorbei auf den Weg die Schlucht hinab. Erst hinab und dann wieder hinauf, denn sie will ins Kurhaus. „Das macht mir nichts“, sagt sie mit einem Lachen. Auf der anderen Seite: Wenn es hier eine Brücke gäbe, wäre das schon schön. Die Kurpark-Brücke über die Schlucht – seit Jahrzehnten ein Traum der Bad Camberger – wird seit einigen Jahren mit größerer Ernsthaftigkeit verfolgt. Mehr noch: Jetzt wird sie wahr. Denn die Stadt hat die Zusage über EU-Fördermittel bekommen. Damit verbunden ist ein Zeitplan. Sprich: Sie muss 2019 fertig werden.

140 000 Euro Zuschuss

Die Brücke ist mit Kosten von rund 280 000 Euro veranschlagt, 139 540 Euro Zuschuss gibt es aus EU-Mitteln. Der Förderbescheid ist eingetroffen, damit stehen die Folgetermine fest. „Der Baubeginn muss bis Ende Mai erfolgt sein“, erklärt Stadtbauamtsleiterin Bärbel Stillger. Baubeginn bedeutet in diesem Fall nicht, dass die ersten Spaten in die Erde gestochen werden. Der Begriff ist technischer zu verstehen: „Die Ausschreibung und Auftragsvergabe muss erfolgt sein“, erläutert Bärbel Stillger. Bis Oktober 2019 muss die Brücke stehen.

„Zeitlich hat das Warten auf die EU-Fördermittel uns etwas zurückgeworfen“, sagt Bernd Schlösser. Der Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins „Bad Camberg barrierefrei“ gehört zu denen, die sich seit langem für das Projekt stark machen. Von den ersten Ideen bis zu groben Planungen war alles dabei. Man sieht es auch: Von der einen zur anderen Seite der Kurparkschlucht wurde 2012 eine illuminierte Konstruktion gespannt, die die beiden Schilder „Kur“ und „Stadt“ verbindet – hier könnte die Brücke also einmal stehen.

Stahlkonstruktion

Der Architekt Michael Traut hat in diesem Umfeld einen Vorentwurf gefertigt, der eine Stahlkonstruktion vorsieht, die in einer Höhe von zwölf Metern auf einer Länge von 33 Metern (vom „Alten Rathaus“ auf die andere Seite Richtung Tennisplätze) die Tiefe überspannt. Architekturstudenten der FH Wiesbaden hatten sich mit Unterstützung der Stillger-Stiftung und auf Initiative von Michael Traut ebenfalls mit dem Thema befasst und Entwürfe angefertigt – um das Thema im Gespräch zu halten.

Die Initiative Kurparksteg fand sich bereits 2010 zusammen, erinnert Bernd Schlösser. 2012, als die Konstruktion gespannt wurde, trat sie intensiver ins Licht der Öffentlichkeit. Elke Stillger, Michael Traut, Ottheinrich Lang, Bernd Schlösser, Bürgermeister Wolfgang Erk und Stadtbaumeister Hans Saufaus – so skizzierte er damals die Personen, die dahinter standen. Das Ganze hat sich weiterentwickelt. 2014 entschied sich die Initiative, den Förderverein „Barrierefreie Kurstadt Bad Camberg“ zu gründen, auch um Spenden für die Brücke zu generieren. Das ist auch passiert. „Wir werden das Projekt mit mindestens 20 000 Euro fördern“, sagt Schlösser.

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