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Waldbrunn: Trinkwasser ist wieder sauber

Von Knapp zehn Tage musste das Trinkwasser im Waldbrunner Ortsteil gechlort werden. Jetzt ist die Verunreinigung beseitigt, teilt ein Mitarbeiter der Gemeinde mit und betont: Es handelt sich nicht um ein Waldbrunn spezifisches Problem. „Alle Wasserbetreiber haben damit zu tun. Immer mal wieder.“
Das Leitungswasser in Lahr wird nicht mehr gechlort. Es kann wieder ohne Bedenken getrunken werden. Foto: Oliver Berg (dpa) Das Leitungswasser in Lahr wird nicht mehr gechlort. Es kann wieder ohne Bedenken getrunken werden.
Lahr. 

„Die Schutzchlorung des Trinkwassers für den Ortsteil Lahr wurde am Freitag eingestellt, da die Trinkwasseranalysen des Institutes Fresenius keine bakteriologischen Belastungen aufweisen.“ So lautet die Meldung aus dem Waldbrunner Rathaus. Das Wasser könne jetzt wieder bedenkenlos getrunken werden, betont ein Mitarbeiter der Verwaltung. Die entscheidende Frage allerdings, wie es zu der Verunreinigung kam, bleibt bestehen. Fest steht nur, „alle Wasserbetreiber haben damit zu tun“. Probleme mit verunreinigtem Wasser würden „immer mal wieder“ auftreten.

Nicht vorhersehbar

Tatsächlich sind die Ursachen hierfür vielfältig und nicht vorhersehbar. „Sonst würden wir entgegenwirken“, sagt der Mann. Und überhaupt, wer in der Lage sei, derartige Ereignisse zu prognostizieren und Auslöser zu diagnostizieren, der sei reif für den Nobelpreis. Dass in Waldbrunn die Grundlagen für diesen wissenschaftlichen Durchbruch geschaffen werden, ist möglich. Wahrscheinlich ist es nicht. Als grundsätzlich mögliche Ursachen führt der Mitarbeiter aus dem Rathaus zum Beispiel einen Rohrbruch oder einen Defekt, ein Leck im Wassersystem an. Auch wenn in einem Leitungsabschnitt das Wasser über einen sehr langen Zeitraum bewegungslos steht, könne es zu Verunreinigungen kommen. Das aber sei nur eine theoretische Option: „Da müssten schon die Bewohner eines ganzen Straßenzugs zur gleichen Zeit und wochenlang in Urlaub fahren“, sagt er. Und selbst in diesem Fall, würde die Gemeinde bemerken, dass in einem Bereich der Verbrauch stagniert, und man würde die Leitungen spülen.

Das allgemeingültige Vorgehen besteht dem Mann aus dem Rathaus zufolge darin, regelmäßige Kontrollen entsprechend der Trinkwasserverordnung durchführen zu lassen. In den Waldbrunn-Gemeinden ist das Institut Fresenius damit betraut. Die Ergebnisse der regelmäßigen und spontanen Prüfungen werden der Gemeinde und dem zuständigen Gesundheitsamt gemeldet. „Es wird regelmäßig beprobt“, betont der Mann.

Maßnahmenkatalog

Der Maßnahmenkatalog, der abgearbeitet werden muss, wenn eine Verunreinigung bemerkt wird, sei standardisiert und den Beteiligten, also Gemeinde und Gesundheitsamt, ebenfalls bekannt. Dann laufe das Untersuchungsverfahren, Bakterien müssen für mindestens 24 bis 36 Stunden angesetzt und kontrolliert werden, berichtet der Mitarbeiter. Das könne dauern, zumal die Untersuchungen und Proben unter Umständen mehrmals wiederholt werden. Sobald das Institut Fresenius dann ein Unbedenklichkeitszeugnis ausstellt, wird erneut das Gesundheitsamt informiert, und die Behörde gibt dann an die Gemeinde die Entwarnung weiter. So wie es jetzt knapp zehn Tage nach der Warnmeldung für Lahr erfolgt ist.

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