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Bachpaten, Bienenpflege, Müllvermeidung: Umweltpreis für Astrid-Lindgren-Schule

Eine Bachpatenschaft, Bienenpflege Müllvermeidung und eine ressourcenschonende Altbauerweiterung: Sie alle wurden mit dem Umweltpreis 2017 des Landkreises Limburg-Weilburg und einem Preisgeld von 2000 Euro ausgezeichnet.
Yannik Alef, Sabine Brunnhübner, Loris Momo und Annika Schulze (von links) haben mit der Bachpatenschaft den Hauptpreis gewonnen. Foto: Johannes Koenig Yannik Alef, Sabine Brunnhübner, Loris Momo und Annika Schulze (von links) haben mit der Bachpatenschaft den Hauptpreis gewonnen.
Limburg. 

„Zum Kasselbach runter gehen ist super“, schwärmt Annika Schulze, Schülerin der Astrid-Lindgren-Schule. Zusammen mit Schulkameraden hatte sie die erste Limburger Bachpatenschaft übernommen. Für das Engagement rund um den Kasselbach erhielt das von Lehrerin Sabine Brunnhübner und dem Biologen und Stadtältesten Leo Vanecek betreute Team den Umweltpreis 2017, genauer gesagt den Hauptpreis in Höhe von 1000 Euro.

Der zweite Preis und somit 500 Euro Preisgeld ging an die Limburger Johann-Wolfgang-Goethe-Schule für das Projekt Müllreduzierung und Ressourcenschonung. Den dritten Preis gab es zweimal: Jeweils 250 Euro erhielten die Kindertagesstätte Bimsalasim in Niederhadamar für die umweltschonende Gestaltung der Kita sowie der Imkerverein Hadamar-Dornburg. Letzterer hatte das Gemeinschaftsprojekt „Bienen, Hummeln und Co. – Gemeinsam bunte Oasen schaffen“ ins Leben gerufen. Übergeben wurden die Siegerurkunden im Rahmen einer kleinen Feierstunde in der Astrid-Lindgren-Schule. Als Gastgeber und Hauptgewinner stellten die Schüler und Lehrer der Astrid-Lindgren-Schule ihr Projekt ausführlich vor. „Der Hasselbach ist als weitgehend unberührter mäandrierender Bach wichtig für die Regeneration des Stadtklimas“, umriss Leo Vanecek seine Bedeutung. „Gerade für Limburg mit seinen Abgasbelastungen ist das wichtig.“

Zwei Plätze haben sich die Schüler für ihre Bachbeobachtungen ausgesucht. Einer dient dabei als Lagerplatz, wo Pflanzen ausgesucht und gleich in mitgebrachtes Zeitungspapier gepresst werden. Für die bessere Anbindung hatte die Stadt den Weg dorthin mit Feinsplitt versehen, so dass man ihn auch mit Rollatoren gut benutzen kann. Außerdem wurde fürs Beobachten noch eine Bank aufgestellt. „Ich wusste vorher gar nicht, dass es so etwas Idyllisches in Limburg gibt“, sagte eine Mutter nach dem Vortrag.

Der zweite Platz wird für die Tierbeobachtung genutzt und befindet sich weiter bachabwärts. Dort wurden unter anderem Larven der Köcherfliege entdeckt und fotografiert. „Die Larven sind ein Zeichen für sauberes Wassers“, erzählte der Experte. „Dort geht es dann auch mit Gummistiefeln in Bach, was für die Schüler immer ein großer Spaß ist“, sagte Sabine Brunnhübner.

Wie aber kam es überhaupt zu der Bachpatenschaft? „Zusammen mit Leo Vanecek hatten wir zuerst ein Projekt mit Blühflächen und Bienen, dann ein Wasserprojekt und schließlich die Patenschaft entwickelt“, erzählte die Lehrerin. Die Aufenthalte am Kasselbach eigneten sich dabei besonders, Lerninhalte verschiedener Fächer zu kombinieren. „Als nächstes schaffen wir unter anderem ein Gerät zur Sauerstoffmessung an“, sagte Sabine Brunnhübner noch. „Dafür können wir das Preisgeld gut gebrauchen.“

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